Schon am frühen Abend beobachteten wir das Wetterradar und sahen dass ein riesiges Gewitter auf Dresden zugezogen kommt. Wir beachteten dieses aber nicht sonderlich, da wir in den vergangenen Monaten schon etliche Gewitter fotografieren wollten, diese jedoch immer an Dresden vorbei zogen oder viel zu schwach waren. Gegen 23:30 Uhr entschieden wir uns dann doch noch einmal mit Lars nach Dresden zu fahren, da abzusehen war, dass die Gewitterzelle ziemlich genau über der Stadt hinweg ziehen wird.

Als Fotostandpunkt wählten wir das Brückenfundament des Pfeilers der Carolabrücke. Durch den niedrigen Wasserpegel der Elbe war es ziemlich einfach diesen zu erreichen. Barfuß und mit hochgekrempelten Hosen stapften wir also vorsichtig durch das an dieser Stelle ca. 10cm tiefe Wasser, um uns an der Stirnseite des Pfeilers zu platzieren. Während Lars den rechten Bildbereich ins Visier nahm, richteten wir unsere Kamera auf den linken Bildbereich. Dass noch ziemlich weit entfernte Gewitter erzeugte bis dahin nur unspektakuläres Wetterleuchten. Anhand des Blitzradars ahnten wir aber schon, dass es diesmal etwas wird und wir endlich ein Gewitterfoto mit der Dresdner Skyline hinbekommen würden. Nachdem wir ca. eine Stunde ausgeharrt hatten, wurde es dann endlich interessant. Der Wind wurde spürbar heftiger und die Blitze immer deutlicher und intensiver. Wie bei anrückenden Gewittern üblich, konnten wir die meisten Blitzbilder noch vor der drohenden Regenfront einfangen bevor es dann richtig ungemütlich wurde. Gerade als die schönsten Blitze zu sehen waren, fegten heftige Sturmböen über uns hinweg.

Damit keiner behauptet, die Spiegelungen im Wasser wären bearbeitet, hier eine kurze Erklärung:   Durch die Belichtungszeit von 30 Sekunden wirkt das Wasser im linken Bereich sehr verwaschen. Da die extrem hellen Blitze allerdings die Bewegungen des Wassers im rechten Bereich quasi eingefroren haben, kommt dieser sanfte Wechsel von verwaschenem Wasser und scharfen Wasser zustande. Das Foto besteht aus 2 Blitzfotos, allerdings sind diese nur im Bereich des Himmels per Einstellungsebene zusammengesetzt.
 
  • geographischer Breitengrad des Standpunktes: 51° 3’17.26″N
  • geographischer Längengrad  des Standpunktes: 13°44’48.42″E
  • Höhe über dem Meeresspiegel: 102 Meter
  • Datum zum Zeitpunkt der Aufnahme: 01.07.2012
  • Uhrzeit zum Zeitpunkt der Aufnahme: 01:30 Uhr
  • Fotostandpunkt auf Google Maps anzeigen
  • Erreichbarkeit des Fotostandpunktes: Mittel
 
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  • Bildnummer: 00214 (Bei Fragen bitte stets angeben)
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Vielen Dank für das Interesse an unseren Bildern.

 

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Während Lars und Marcel an den Kameras hingen um sie während der Belichtung vorm Umkippen zu schützen, kümmerte sich Patrick um unsere am Pfeiler stehenden Schuhe, Rücksäcke und anderen Ausrüstungssachen. Während der Richtung Wasser rutschenden Fotorucksack gerade noch so verschlossen und auf den Rücken gebunden werden konnte, fielen Marcels Schuhe, eine Taschenlampe, unser Objektivdeckel und die Visitenkarten von Lars den Sturmböen zum Opfer und wurden in den heftig aufgewühlten Fluten der Elbe versenkt. Der nun einsetzende Starkregen und immer stärker werdende Wind zwang uns dann einfach den Rückzug anzutreten. Nachdem wir das Wasser schnell durchquerten,  suchten wir uns am ersten Pfeiler an einem Container der Filmnächte einen sicheren Platz und warteten bis das Schlimmste vorbei war.

Am Auto angekommen, packten wir alles ein und machten uns auf den Weg zu Lars, bei dem dann noch ein schönes Bild vom Pirnaischen Platz entstand. Trotz Schwierigkeiten und  einiger verlorenen Teile und Sachen war dies wohl unsere erfolgreichste Blitzjagt, seit dem Blitzfoto auf dem Feld vom letzten Jahr. Diesmal hat einfach alles gepasst und wir freuen uns euch nun diese Bilder zeigen zu können.

Hinweis: Da es heute einige Kommentare bei Facebook zu unseren Blitzfoto gegeben hat wo drin steht das die Spieglung im Wasser sowie die hellen Kanten am Schiff eindeutig auf einen Fake bzw. Bearbeitungsfehler hinweisen anbei eines der beiden Fotos so wie es direkt (!!!) aus der Kamera kommt. Dieses Fotos und ein weiteres Foto wurden per Einstellungsebene übereinander gelegt was zur Folge hat das mehr Blitze zu sehen sind. Wir hoffen, damit sind alle Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt. wink

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