Monduntergang über Dresden

23. Feb. 2015 | Blog, Fotoberichte | 4 Kommentare

Lesezeit ca. 3 Minuten

Gestern waren wir seit einiger Zeit mal wieder unterwegs zum fotografieren. Denn wir hatten es uns vorgenommen, den Monduntergang in Dresden auf einem Foto festzuhalten. Der zunehmende Erdtrabant funkelte mit einer schmalen Sichel am Himmel. Unser eigentliches Ziel war der Triebenberg in Dresden Schönfeld. Vom Berg aus hat man einen tollen Blick auf Dresden, der Mond wäre zudem direkt über der Innenstadt untergegangen. Doch eine Straßensperrung brachte uns dazu, eine andere Strecke zu fahren. Als wir dann in Pappritz den Elbhang hinauf fuhren, sahen wir, wie schön man von dieser Straße über Dresden schauen konnte. Flink parkten wir das Auto und schauten uns diese Stelle genauer an. Der Mond näherte sich bereits dem Horizont und die Trübe Luft lies die Innenstadt nur erahnen. Zum Glück sind wir nicht weiter zum Triebenberg gefahren, denn dort hätte man wohl möglich die Stadt nur sehr schwer gesehen. Wir schraubten unser 400mm Objektiv auf die Kamera und legten los.

Wie bei all unseren Mond Fotos, fertigten wir diese Aufnahme mit Hilfe von 2 Fotos an. Einmal belichteten wir die Stadt 60 Sekunden lang, damit auch wirklich alle Stadtlichter und Details auch bei großer Dunkelheit und trüber Luft zu sehen sind. Diese Belichtungszeit ist natürlich viel zu lang für eine Aufnahme des Mondes. Denn in den 60 Sekunden und bei einer so großen Brennweite von 400mm, wandert der Mond ein ganzes Stück über das Bild und ist dann auch noch stark überstrahlt. Man würde also keinerlei Details im Mond erkennen.

Aus diesem Grund machten wir direkt nach der Stadtaufnahme ein einzelnes Foto des Mondes. Hierfür wählten wir einen ISO Wert von 500 damit wir die Belichtungszeit so tief wie möglich wählen konnten. Den Mond belichteten wir dann nur knapp eine viertel Sekunde. Durch diese kurze Zeit konnten wir den Mond am Himmel einfrieren. Beide Aufnahmen wurden dann in Photoshop übereinander gelegt.

Heraus gekommen ist ein Foto mit Blick über das nächtliche Dresden. Im Vordergrund ist das Wasserwerk Tolkewitz zu sehen. Am Horizont zeichnen sich die Lichtspuren entfernter Autos auf den vielen Landstraßen rund um die Stadt ab.

00331

Bild kaufen, zum Beispiel als 105x70cm Leinwand

4 Kommentare

  1. Ausgezeichnetes Bild vom nächtlichen Dresden. Welches 400 mm Objektiv habt ihr verwendet?

    Gruß
    Andreas

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  2. Wow, allererste Sahne. Ich liebe solche Bilder. Habe mich als Kind immer gedacht, man müsse nach Afrika reisen um solch große Monde oder Sonnen sehen zu können, weil man am Äquator näher dran ist.

    Dann habe ich angefangen zu fotografieren und mit der Entdeckung der Teleobjektive kam die Ernüchterung 😀

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  3. Vielen Dank für eure Kommentare. 🙂 Wir nutzen das Canon EF 24-105mm 1:4,0 L IS USM Objektiv.

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  4. Kommentar

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