Heute war es endlich so weit, uns gelangen die ersten wirklich schönen Blitzfotos und dass auch noch vor der schönen Kulisse unserer Stadt. Doch erst mal eins nach dem anderen… Nachdem wir in den vergangenen Tagen und Wochen schon duzende male auf der Jagd nach Gewitterfotos waren, wurden wir heute endlich belohnt. Der Abend begann eigentlich so wie die vergangenen Wochen auch. Wir saßen gemütlich auf der Couch und schauten gelegentlich mal auf die Karten von Blitzortung.org und lightningmaps.org. In den vergangenen Tagen konnten wir durch die derzeit herrschenden Wetterbedingungen, immer öfters mehrere Gewitteraktivitäten im Dresdner Umland beobachten. In vielen Fällen machten wir uns deshalb auch auf den Weg nach Dresden, in der Hoffnung, dass die sich bildenden Gewitterfronten auf ihrer Zugbahn stabil bleiben und ein paar schöne Blitze über Dresden entstehen lassen.

Obwohl es in den letzten Wochen recht oft zu Gewittern kam, schafften wir es nicht, einen schönen Blitz vor die Linse zu bekommen. In den meisten Fällen änderten die Gewitterfronten ihre Bahnen und zogen in völlig andere Gegenden ab. Oft stellte sich dabei die Sächsische Schweiz als natürliche Barriere dar, welche für viele Unwetterzellen unüberwindbar schienen. In den vergangenen Tagen fühlten wir uns dann aber wirklich von Petrus veralbert. Gewitterzellen welche sich auf perfekter Bahn Richtung Dresden befanden, lösten sich unmittelbar vorher  auf, um dann in derselben Zugrichtung hinter Dresden wieder so richtig los zu legen. Das alles war schon recht deprimierend, doch so schnell wollten wir nicht aufgeben.

Nachdem wir also heute nach einem routinemäßigen Blick auf die Blitzkarte eine passende Gewitterfront ausmachten, welche aus Richtung Pirna herangezogen kam, packten wir recht eilig unsere Kamera ein und fuhren nach Dresden. Auf dem Weg dorthin, ermittelte Marcel anhand der Zugrichtung des Gewitters den Fotostandpunkt direkt unter der Augustusbrücke. Dort würden wir im Falle eines einsetzenden Regens im trockenen stehen. Weiterhin bot die Brücke einen ausreichenden Schutz vor Blitzschlag. Wir beobachteten, wie sich die dunkle Gewitterfront auf Dresden zubewegte. Mit Blitzen sah es bis dahin aber noch recht mau aus. Auch als wir unter der Augustusbrücke mit 2 anderen Fotografen Stellung bezogen hatten, sahen wir gelegentlich mal ein leichtes Wetterleuchten. Von spektakulären Blitzen war aber weit und breit nichts zu sehen. Das war wohl auch der Grund, warum wir  hintereinander den Auslöser unserer Kamera betätigten. Nachdem es dann wieder sehr still geworden war, schauten wir frustriert unsere Ergebnisse durch. Dort sahen wir ihn dann! Ein Blitz, der das komplette Bild ausfüllte und der so hell war, dass man ihn sogar in seiner kompletten Größe in der Elbe spiegeln sah. Ein Blitz, den wir gar nicht bemerkt hatten, weil er im Augenwinkel wie helles Wetterleuchten aussah. Und genau den Blitz, welcher der einzige in dieser Helligkeit und Größe war, den wir an diesem Abend beobachten konnten. Genau diesen Blitz haben wir nahezu perfekt ins Bild gebannt. Hier spielte wohl Glück eine riesengroße Rolle.

Die Freude war echt riesig, dass wir es nun geschafft haben, doch noch ein schönes Gewitterbild fotografiert zu haben und dann auch noch so vermeintlich nebensächlich, dass wir es gar nicht richtig glauben konnten. Heute war das Glück auf unserer Seite und wir hoffen auch in den nächsten Tagen noch ein paarmal auf Gewitterjagt gehen zu können.

Die heutige Aufnahme fertigten wir mit einer offenen Blende an. Wir haben die Blende aber nicht komplett geöffnet da wir auch etwas länger belichten wollten. Denn die Chancen, einen Blitz aufs Bild zu bekommen, steigen mit der länge der Belichtungszeit. Wichtig ist, dass man die Blende nicht zu weit schließt. Man kann dann zwar bis zu mehreren Minuten belichten, doch das Licht eines Blitzes erreicht den Sensor nicht vollständig. Die geschlossene Blende sorgt dafür, dass der Blitz dann sehr schmal und dunkel wirkt. Wie du ein Gewitter bzw. Blitze fotografieren kannst, erfährst du in unserem ausführlichen Artikel: Tipps & Tricks zur Gewitterfotografie

00291

  • geographischer Breitengrad des Standpunktes: 51° 3’18.28″N
  • geographischer Längengrad des Standpunktes:  13°44’22.42″E
  • Höhe über dem Meeresspiegel: 104 Meter
  • Datum zum Zeitpunkt der Aufnahme: 29.07.204
  • Uhrzeit zum Zeitpunkt der Aufnahme: 21:55 Uhr
  • Fotostandpunkt auf Google Maps anzeigen
  • Erreichbarkeit des Fotostandpunktes: Leicht
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00291-org

Was wurde an diesem Foto bearbeitet? Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Anpassung des Weißabgleiches im RAW Converter
  • Anpassung Helligkeit & Kontrast im RAW Converter
  • Optimierung der Farben mittels Color Efex Pro 4
  • Überbelichtete Bereiche mittels Belichtungsreihe (DRI) beseitigt
  • Bewegungsunschärfe eines Dampfers beseitigt

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