Lichtmalerei (Lightpainting)

TIPPS & TRICKS

Bei der Lichtmalerei handelt es sich um das Malen mit Licht in einer dunklen Umgebung. Du kennst vielleicht diese Fotos, auf denen leuchtende fantasieartige Kugeln in einem Raum schweben oder Schriftzüge und Symbole wie durch Geisterhand auf einem Foto auftauchen. Bei diesen Bildern handelt es sich in der Regel um ein sogenanntes Lightpainting.

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Dieser Artikel befindet sich zur Zeit noch im Aufbau. Es folgen demnächst noch anschauliche Beispielbilder sowie kleinere Korrekturen.

In diesem Artikel möchten wir speziell auf die Lichtmalerei eingehen und dir einige Tipps und Tricks zum Thema Lichtmalerei (Lightpainting) geben. Wir gehen auf die wichtigsten Grundlagen ein und geben dir ein paar Ideen und nützliche Tipps sodass deinen eigenen Lightpainting Versuchen nichts mehr im Wege steht. Denn das malen mit Licht erfordert viel Fantasie, Fingerspitzengefühl, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Zeit. Doch es lohnt sich auf jeden Fall. Denn Lightpaintings machen einfach eine Menge Spaß.

Bei der Lichtmalerei handelt es sich in der Regel um eine einfache Langzeitbelichtung eines Fotos. Die Lichtmalerei knüpft deshalb an unser Fotowissen über die Nachtfotografie an.

Solltest du noch Schwierigkeiten haben, deine Kamera bei dunklen Lichtverhältnissen zu bedienen und die technischen Hintergründe der Blende, Verschlusszeit und dem ISO-Wert näher kennen lernen wollen? Dann empfehlen wir dir zuerst unseren Fotowissen Artikel über die Tipps & Tricks zur Nachtfotografie zu lesen. Dort erfährst du alle technischen Grundlagen die für das Fotografieren bei Nacht bzw. wenig Licht wichtig sind.

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Da das Zusammenspiel der einzelnen Parameter in jedem fotografischen Themengebiet gleich sind, ist diese Fotografie Checkkarte für alle Arten der Fotografie wie beispielsweise Nachtfotografie, Landschaftsfotografie oder Architekturfotografie bestens geeignet.
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Dieser Artikel zur Lichtmalerei ist eine Ergänzung zur Nachtfotografie. Unter Verwendung einer Langzeitbelichtung werden alle sich im Bildausschnitt befindlichen Lichtquellen auf das Foto gebannt. 

Während die Kamera also eine Langzeitbelichtung durchführt, gelangen sämtliche Lichtinformationen permanent auf den Bildsensor. Bei statischen Lichtquellen wie zum Beispiel Laternen, führt eine Langzeitbelichtung bei Nacht also zu einem ausgewogenen hellen Bildergebnis. Die Laterne beleuchtet die Umgebung und sorgt auf dem Foto für eine helle Ausleuchtung der gesamten Umgebung. Je länger das Foto belichtet wird, umso heller wird es.

Werden die Lichtquellen während einer Langzeitbelichtung nun aber bewegt, ziehen sie auf dem späteren Foto eine Lichtspur. Durch die Bewegung der Lichtquelle gelangen immer wieder neue Bildinformationen zur Position der Lichtquelle auf den Sensor, welcher diese Verschiebung aufnimmt und am Ende als Leuchtspur darstellt.

Hat man dieses Prinzip verstanden, so macht es sehr viel spaß diesen Effekt der Leuchtspuren in die Bildgestaltung mit einfließen zu lassen.

Im Grunde ist die Lichtmalerei also eine ganz normale Langzeitbelichtung. Während bei einer normalen Langzeitbelichtung zum Beispiel vorbeifahrende Autos, für rote Leuchtspuren auf dem fertig belichteten Foto sorgen, gestaltet man bei der Lichtmalerei seine Lichtspuren selbst. Da man dabei seine Lichtquelle wie einen Pinsel im Bildausschnitt bewegt und damit eine Lichtspur erzeugt oder quasi malt, spricht man von der Lichtmalerei oder dem Lightpainting.

Um gute Lightpaintings zu kreieren, solltest du aber einige wichtige Dinge Beachten.

Für gute Langzeitbelichtungen benötigst du als erstes die geeignete Ausrüstung.

Die Ausrüstung:

Die Kamera:

Deine Kamera sollte die Möglichkeit bieten die Belichtungszeit und Blende manuell festlegen zu können. Dass ist wichtig, um die für dein Lightpainting geeignete Belichtungszeit zu bestimmen und einzustellen. Für einfache Lightpaintings reichen schon ein paar Sekunden Belichtungszeit. Für umfangreiche und größere Lightpaintings muss die Belichtungszeit dann dementsprechend länger sein, damit du genügend Zeit hast deine Leuchtspur fertig zu malen.

Die meisten Kameras lassen eine manuelle Belichtungszeit von 30-60 Sekunden zu. Für längere Belichtungszeiten muss deine Kamera über den Bulb Modus verfügen. Der Bulb Modus ist genau für solche Langzeitbelichtungen gedacht und belichtet den Sensor deiner Kamera so lange wie der Auslöser gedrückt wird.

Weiterhin sollte deine Kamera die Möglichkeit bieten den ISO-Wert des Bildsensors und die Blende des Objektivs manuell einstellen zu können. Beide Einstellungen sind notwendig um möglichst lange belichten zu können, ohne dass das fertige Bild zu hell und damit überbelichtet wird.

Die besten Ergebnisse erhältst du jedoch mit einer (digitalen) Spiegelreflexkamera * oder den neuen Systemkameras *. Beide Kameras ermöglichen es, die passenden Objektive für jedes Themengebiet wechseln zu können. Damit kannst du auf ganz bestimmte Gegebenheiten schnell mit dem richtigen Objektiv reagieren. Wir vermuten, dass die Systemkameras früher oder später die Spiegelreflexkameras ablösen werden.

Das Objektiv:

Das Objektiv spielt in der Lichtmalerei keine so Große Rolle. Es sollte möglich sein die Blende über die Kamera manuell einstellen zu können. Da es bei der Nachtfotografie oft schwierig ist mit Hilfe des Autofokus scharf zu stellen und darum notwendig ist manuell zu fokussieren, ist ein Autofokus nicht zwingend notwendig. Auch ein Bildstabilisator benötigst du nicht. Dieser sollte bei Langzeitbelichtungen ohnehin immer deaktiviert werden! Oftmals versuchen Bildstabilisatoren bei längeren Belichtungen und der Verwendung eines Statives, sich bewegende Elemente im Bildausschnitt zu stabilisieren, obwohl die Kamera komplett still auf einem Stativ steht. Dass hat oft ein verschwommenes Bild zur Folge, weshalb wir den Bildstabilisator bei langen Belichtungen immer deaktivieren.

Der Fernauslöser:

Ein unverzichtbares Equipment ist ein Fernauslöser *. Unter Verwendung eines Fernauslösers, ist es möglich während einer Bulb Langzeitbelichtung den Auslöser einrasten zu lassen, um diesen nicht permanent drücken zu müssen. Im Modus Bulb kannst du damit die Belichtung starten und den Auslöser arretieren, um ihn dann beim beenden der Aufnahme zu lösen und somit die Belichtung zu beenden. Dabei ist es völlig egal wie lange deine Belichtung dauert. Deine Kamera wird den Bildsensor so lange belichten, wie der Auslöser eingerastet ist.

Das Stativ:

Um verwacklungsfreie Langzeitbelichtungen hinzubekommen, ist es zwingend notwendig ein stabiles Stativ * zu verwenden. Deine Kamera sollte sicher und absolut stabil stehen, um ein verwacklungsfreies Bild zu erzeugen. Schon kleinste Erschütterungen reichen aus um eine Langzeitbelichtung zu verwackeln und damit unscharf erscheinen zu lassen. Fahre die Stativbeine deshalb immer nur so weit aus wie nötig. Je länger die Beine, umso instabiler wird die Ganze Konstruktion. Außerdem solltest du auf einen Sicheren und festen Stand achten. Kontrolliere ob dein Stativ feststeht und während der Belichtung nicht verrutschen kann. Brücken oder wackelige Konstruktionen solltest du vermeiden, da sämtliche Erschütterungen vorbeifahrender Fahrzeuge auf den Boden und somit auf dein Stativ und die Kamera übertragen werden.

Die Lichtquelle (Taschenlampe):

Der wohl wichtigste Ausrüstungsgegenstand beim Lichtmalen ist natürlich eine geeignete Lichtquelle. Am besten sind kleine Taschenlampen geeignet. Diese sollten jedoch nicht zu lichtstark aber auch nicht zu lichtschwach sein. Wir nutzen gern eine kleine Taschenlampe wie die  Mag-Lite-XL200 * welche man dimmen kann. So lässt sich die Lichtstärke perfekt auf das gewünschte Lightpainting anpassen.

Du kannst aber auch jede andere Lichtquelle nutzen. Das können unter anderem dein Handy, ein Fahrradrücklicht, ein Feuerzeug oder sogar Wunderkerzen sein. Alles was Licht macht kann zum Lichtmalen verwendet werden. Bunt blinkende oder leuchtende LED Stäbe ermöglichen eindrucksvolle Effekte und spannende Lightpaintings. Auch Knicklichter in verschiedenen Farben sind gut geeignet.

Die passende Kleidung:

Ein Punkt der oft nicht bedacht und damit vernachlässigt wird, ist die passende Kleindung. Dabei spielt gerade die Kleidung beim Lichtmalen eine große Rolle. Der Grund liegt in der Reflektion deines selbst mit der Lichtquelle erzeugten Lichtes. Bist du hell angezogen, so reflektiert die helle Kleidung das Licht der Lichtquelle und strahlt gleichermaßen hell zurück zur Kamera. Du hast also nicht nur deine gemalte Lichtspur auf dem Bild, sondern auch verwaschene helle Flecken oder Spuren von dir selbst, wie du dich im Bildausschnitt bewegt hast und auch diese Leuchtspuren auf den Sensor gebannt hast. Am besten ist es also, schwarze Kleidung zu verwenden. Dafür ist ein dunkler Kapuzenpullover perfekt geeignet. Außerdem sollten keine glänzenden Teile oder Reflektoren an der Kleidung sein, um möglichst wenig fremdes und ungewolltes Licht von dir selbst zu spiegeln oder zu reflektieren. Du musst so dunkel wie möglich gekleidet sein damit dich deine Kamera quasi nicht sieht. Wo kein Licht reflektieren oder spiegeln kann, dort wird auch nichts von der Kamera aufgenommen. Schaffst du es also möglichst unsichtbar für deine Kamera zu sein, so gelingen dir Leuchtspuren die wie von Geisterhand gemalt sind. Dies erfordert anfangs etwas Übung, aber die macht bekanntlich den Meister. 😉

Die Technischen Grundlagen:

Neben den wichtigen Ausrüstungsgegenständen benötigst du ein wenig Grundwissen zu den möglichen Einstellungen, dessen Eigenschaften und welche Folgen diese für das fertige Ergebnis haben. In diesem Artikel gehen wir nur grundlegend zum Thema Lichtmalerei auf diese Dinge ein. Umfangreichere Erläuterungen zu allen technischen Eigenschaften kannst du in unserem Nachtfotografie Artikel nachlesen. 

Der ISO-Wert:

Der ISO-Wert regelt die Lichtempfindlichkeit deines Bildsensors. Um einen möglichst hohen Dynamikumfang zu haben und lange belichten zu können, sollte der ISO-Wert auf den am niedrigsten möglichen einstellbaren Wert eingestellt werden. In der Regel liegt dieser Wert zwischen 50 und 200.

Die Lichtempfindlichkeit ist damit geringer und es kann länger belichtet werden. Außerdem erzeugt ein niedriger ISO-Wert einen höheren Dynamikumfang und damit knalligere Farben,  weniger Bildrauschen und dadurch eine bessere Bildqualität.

Die Blende:

Die Blende wird vom Objektiv festgelegt, in den meisten Fällen aber an der Kamera eingestellt. Anders als sonst bei der Nachtfotografie, ist es nicht zwingend notwendig eine möglichst große Offenblende zu haben. Eine Offene Blende ermöglicht mehr Lichteinfall auf den Bildsensor und damit selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen kurze Belichtungszeiten. Da beim Lichtmalen aber meistens eh länger als 30 Sekunden belichtet wird, ist es oft sogar notwendig die Blende gar nicht zu weit zu öffnen, da das Bild sonst zu hell und damit überbelichtet wird.  Um einen geeigneten Wert für die Blende zu finden, muss man etwas rumprobieren. Für den Anfang empfehlen wir aber eine Blende von F8.0 bis f11.0. Mit dieser Blendeneinstellungen sollten Belichtungszeiten von 30-60 Sekunden ohne Überbelichtung möglich sein. Sollte dein Bild trotzdem zu hell werden, dann schließe die Blende weiter. Sollte es zu dunkel werden, öffne sie um mehr Licht auf den Sensor gelangen zu lassen.

Die Verschlusszeit (Belichtungszeit):

Die Verschlusszeit beschreibt die Zeit in der das Licht auf den Sensor trifft, um diesen zu belichten. Um genügend Zeit zum Lichtmalen zu haben, sollte die Belichtungszeit mindestens 30 Sekunden betragen.  Für längere Belichtungszeiten ist es bei den meisten Kameras notwendig in den Bulb-Modus zu wechseln. Dieser Modus ist für längere Belichtungszeiten gedacht und belichtet den Sensor so lange wie der Auslöser gedrückt wird. Mit Hilfe eines Fernauslösers kannst du so die Belichtung starten und den Auslöser einrasten. Bist du fertig mit deinem Lightpainting, löst du die Arretierung des Auslösers und beendest damit deine Belichtung. Um genügend Zeit zum Lichtmalen zu haben empfehlen wir eine Belichtungszeit von etwa 60 Sekunden. Eine Blende von F8.0 bis F11.0 sollte dabei für gute Ergebnisse sorgen.

Spiegelvorauslösung:

Um ganz sicher zu gehen keine Verwackelungen auf deinem Bild zu haben, kannst du bei der Verwendung einer Spiegelreflexkamera die Spiegelvorauslösung aktivieren. Diese dient dazu mit einem betätigen des Auslösers, den Spiegel der Kamera hochzuklappen. Nach ein paar Sekunden Wartezeit kannst du dann mit erneutem drücken des Auslösers deine Belichtung beginnen. Vorteil der Spiegelvorauslösung ist der, das selbst kleinste Bewegungen oder Erschütterungen des hochschnellenden Spiegels während des Auslösevorgang eliminiert werden und damit selbst kleinste Erschütterungen vermieden werden, welche zu einem verwackelten Ergebnis führen können.

Richtig Scharfstellen:

Automatisch Fokussieren:

Je nach Kamera bzw. Objektiv arbeitet der Autofokus verschieden gut bzw. schlecht. Oft kann es vorkommen, dass der Autofokus keinen festen Punkt findet und das Motiv nicht scharf stellen kann. Dies kommt durch den teilweise geringen Kontrastumfang bzw. durch zu wenige Strukturen von hellen sowie dunklen Teilen im Bildausschnitt. Befinden sich genug Strukturen in deinem Bildausschnitt, ist es dem Autofokus meistens möglich, etwas scharf zu stellen. Dies ist zum Beispiel bei einer nächtlichen Stadtaufnahme der Fall. Die vielen Lichter und unterschiedlichen Kontraste machen es dem Autofokus leicht, den richtigen Schärfepunkt zu finden.

Wenn das Motiv es zulässt und der Autofokus seine Arbeit tut, dann empfiehlt es sich, diesen auch zu nutzen. Überprüfe dabei jedoch unbedingt eine vorher gemachte Aufnahme auf dem Kameradisplay und vergrößere diese so weit es geht, um eine eventuell aufgetretene Fehlfokussierung und damit eine Unschärfe rechtzeitig zu erkennen.

Ist das Bild trotz Autofokus unscharf oder kurbelt der AF sich einen Wolf und bleibt am Ende doch bei einem vollkommen unscharfen Motiv stehen, so bleibt dir nichts anderes übrig, als die Schärfe manuell einzustellen. Keine Sorge, das ist kein Hexenwerk und geht recht schnell. Deine Kamera bzw. das Objektiv sollte darum einen manuellen Fokus besitzen.

Manuell Fokussieren:

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, einen manuellen Fokus sehr genau zu setzen. Wir möchten dir hier die Möglichkeiten erläutern, mit denen wir selbst schon gute Ergebnisse erzielt haben.

Über den LiveView scharfstellen:

Die einfachste Möglichkeit ist es, den Fokus über den LiveView-Modus deiner Kamera einzustellen. Die meisten Kameras verfügen heutzutage bereits über diesen Modus. Er zeigt das Foto, das du im Sucher siehst, auf dem Kameradisplay an.

Mithilfe einer digitalen Lupe kannst du das Bild auf dem Display vergrößern. Suche dir auf dem Bild eine Stelle, an der du die Schärfe gut beurteilen kannst. Bei einer Stadtaufnahme können das zum Beispiel feinste Strukturen eines Mauerwerkes sein oder eine Straßenlaterne. Je feiner die Strukturen, umso besser kannst du daran die Schärfe beurteilen.

Versuche nun zuerst, mithilfe des Autofokus den gewählten Bereich scharf zu stellen. Gelingt dir das, schalte anschließen den Autofokus ab und wechsle auf den manuellen Fokus. Dies solltest du tun, damit der Autofokus beim erneuten Drücken des Auslösers nicht erneut fokussieren möchte, denn du hast die optimale Schärfe ja schon eingestellt.

Sollte der Autofokus aber keinen Schärfepunkt finden, dann musst du wohl oder übel manuell fokussieren. An dem vergrößerten Bereich auf deinem Kameradisplay sollte dies aber ohne Probleme möglich sein.

Wenn du keine Anhaltspunkte in deinem Motiv finden kannst, um die Schärfe korrekt einzustellen, hilft es auch, die Schärfe auf unendlich zu drehen. Da der richtige Schärfepunkt bei den meisten Objektiven aber etwas vor unendlich liegt, solltest du den Schärfering einfach 2–3 mm zurückdrehen.

Am besten ist es, wenn du dir den exakten Schärfepunkt einfach an deinem Objektiv mit einem kleinen Punkt markierst. Den kannst du ja bei guten Lichtbedingungen herausfinden.

Die Lichtmalerei:

Hast du deine Kamera fest und stabil auf einem Stativ moniert und ISO-Wert und Blende eingestellt sowie den Bulb Modus aktiviert, kann es auch schon los gehen.

Nun startest du mit Hilfe des Fernauslösers* und der BULB-Funktion die Langzeitbelichtung. Dunkel gekleidet fällt es der Kamera sehr schwer genügend Licht von dir einzufangen. Deine Lichtquelle hingegen leuchtet hell und hinterlässt eine schöne Lichtspur auf dem Bildsensor. Trotz dunkler Kleidung solltest du dich trotzdem zügig bewegen. Dunkel gekleidet und ständig in Bewegung erzeugst du so gut wie keine Reflektionen und bist daher auf dem fertigen Bild nicht mehr zu erkennen.  

Nun kannst du im Bildbereich mit deiner Lichtmalerei* beginnen. Beachte dabei jedoch, bei Unterbrechungen deine Lichtquelle entweder ausschalten oder mit einer Hand oder einem dunklen Karton abzudecken, um auch nur die gewünschten „Linien“ in das Bild zu malen.

Es benötigt etwas Übung alle Linien und Spuren wie gewünscht zu malen. Du musst dir sehr genau merken in welcher Reihenfolge du die Linien zeichnest oder wie groß du einzelne Elemente ziehst, um ein proportional korrektes Größenverhältnis zum restlichen Bildinhalt zu erzielen.

Anfangs orientiert man sich am besten am eigenen Körper und setzt sich im Gedanken entsprechende Punkte um doppelten Linien weitestgehend zu vermeiden. Je nach Lichtstärke des verwendeten Leuchtmittels, musst du dann deine Zeichengeschwindigkeit anpassen. Wird zum Beispiel eine Wunderkerze verwendet die relativ dunkel brennt, musst du diese langsam ziehen. Bei der Verwendung einer lichtstarken Taschenlampe kannst du diese hingegen recht zügig über das Bild bewegen.

Die Besten Ergebnisse erzielst du, wenn du jede Lichtspur nur einmal ziehst da doppeltes ziehen zu helleren Linien führt und dein Lightpainting dann ungleichmäßig wirken könnte. Achte darauf das du alle Lichtspuren Spiegelverkehrt malen musst wenn du von der Kamera aus betrachtet hinter der Lichtquelle stehst.

Am schwierigsten ist es einen Text mit Licht zu schreiben. Um Schatten oder Unterbrechungen in der Lichtführung zu vermeiden, empfiehlt es sich, hinter dem Licht zu stehen. Damit der Text auf dem Foto aber gut und richtigherum lesbar ist, musst du spiegelverkehrt schreiben. Liegt dir das Spiegelverkehrte schreiben nicht so, versuch es mit dunkler Bekleidung vor dem Licht und bewege dich nur in eine Richtung. In diesem Fall von links nach rechts.

Deine Hand sollte sich dabei neben deinem Körper bewegen, damit du dich Lichtspur nicht mit deinem eigenen Körper verdeckst und somit für Unterbrechungen sorgst. Diese Position ist nicht ganz so bequem und sorgt oft für unnatürliche Bewegungsverläufe weshalb das Lightpainting dann etwas verkrampft wirkt.

Möchtest du es dir ganz Einfach machen und trotzdem gute Ergebnisse haben, so schreibe den Text mit deiner Lichtquelle einfach ganz normal als würdest du vor einer Tafel stehen und ich Richtung Kamera Blicken. Die Kamera mit dem Bildsensor ist dabei quasi die Tafel. Um anschließend einen richtig herum lesbaren Text zu haben, musst du das fertige Bild mittels Bildbearbeitung einfach spiegeln.  Zu beachten ist dabei jedoch keine nicht spiegelbaren Objekte im Bildausschnitt zu haben, da diese auf dem fertigen Bild dann ebenfalls gespiegelt werden und dementsprechend wieder falscherem sind.

Für schwierigere Motive, ist es empfehlenswert die Bewegungen vorher zu üben oder auf einen Zettel zu skizzieren. Wie oben bereits angesprochen, setz dir in Gedanken gewisse Anhaltspunkte oder fixiere etwas in der Umgebung. Nach ein paar Trockenübungen sollte jedes Lightpainting irgendwann zum erfolgreichen Ziel führen.

Mit diesen Tipps fällt es dir vielleicht nicht mehr so schwer ein paar Lightpaintings zu versuchen. Auch wenn die Ergebnisse am Anfang nicht sehr schön aussehen macht das Ganze auf jeden Fall einen riesen Spaß und ist sehr spannend. So vergeht die Zeit sehr schnell und eine langweilige Nacht wird zum Abenteuer.

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Da das Zusammenspiel der einzelnen Parameter in jedem fotografischen Themengebiet gleich sind, ist diese Fotografie Checkkarte für alle Arten der Fotografie wie beispielsweise Nachtfotografie, Landschaftsfotografie oder Architekturfotografie bestens geeignet.
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