Oft gesehen und versucht, die Lichtmalerei* – auch Lightpainting genannt. In diesem Artikel möchten wir speziell auf die Lichtmalerei eingehen und dir einige Tipps und Tricks zum Thema Lichtmalerei (Lightpainting) aufzählen. Wir gehen auf die wichtigsten Grundlagen ein und geben dir einige Ideen, sodass du Dich selbst in diesem Themengebiet der Fotografie mal versuchen kannst. Denn das malen mit Licht erfordert viel Fantasie, Fingerspitzengefühl, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Zeit. Doch es lohnt sich, denn Lightpaintings machen einfach eine Menge Spaß. Nach und nach wird dieser Artikel mit weiteren Tipps und Tricks ergänzt.

Bei der Lichtmalerei handelt es sich um eine einfache Langzeitbelichtung eines Fotos. Alle Lichtquellen welche sich im Bildausschnitt befinden, werden auf das Foto gebannt. Wenn sich diese Lichtquellen nun bewegen, so hinterlassen sie auf dem späteren Foto eine Lichtspur. Genau dieser Effekt wird für die Lichtmalerei genutzt um so kunstvolle Fotos zu kreieren. Das ganze nennt man Malerei da man mit der Lichtquelle so eine Art Pinsel besitzt mit der man auf dem Bild bzw. in die Umgebung malt. Das selbe Phänomen tritt zum Beispiel auch bei Langzeitbelichtungen von Autos auf einer Straße auf. Sterne die bei sehr langen Belichtungen Sternspuren hinterlassen sind ebenfalls auf diesen Effekt zurückzuführen.

Diesen Effekt der Leuchtspuren kann man somit auch als künstlerische oder spaßige Lichtmalerei* nutzen. Sollte das Umgebungslicht noch zu hell für eine Langzeitbelichtung sein, so kannst du auch die Blende dementsprechend kleiner machen um länger belichten zu können. Um Leuchtspuren malen zu können, solltest du eine möglichst helle Taschenlampe* nutzen. Ein LED Leuchtstab* oder ähnliches funktioniert natürlich auch. Um besonders Effektvolle Bilder zu fotografieren, kannst du auch Wunderkerzen, Fackeln oder Knicklichter verwenden.

Nun startest du mit Hilfe eines Fernauslösers* und der BULB-Funktion die Langzeitbelichtung. Um während des malens der Lichtspuren nicht selbst auf dem Foto abgebildet zu werden, ist es ratsam, dunkel bekleidet zu sein da es der Kamera schwer fällt, bei vollkom-mener Dunkelheit etwas schwarzes zu belichten. Wenn du dich dabei noch bewegst, wirst du auf dem späteren Bild gar nicht zu sehen sein. dunkle Kleidung reflektiert weniger Umgebungslicht weshalb du bei ständiger Bewegung nicht auf dem Bild erscheinst.

Nun kannst du im Bildbereich mit deiner Lichtmalerei* beginnen. Beachte dabei jedoch, bei Unterbrechungen deine Taschenlampe entweder ausschalten oder mit einer Hand abdecken um auch nur die gewünschten „Linien“ in das Bild zu malen.

Es benötigt ein wenig übung alle Linien wie gewünscht zu malen. So musst du dir sehr genau merken in welcher Reihenfolge man die Linien z.B eines Strichmännchens, zeichnet. Anfangs orientiert man sich am besten am eigenen Körper und setzt sich im Gedanken entsprechende Punkte um doppelten Linien weitesgehend zu vermeiden. Je nach Lichtstärke des verwendeten Leuchtmittels, musst du dann deine Zeichengeschwindigkeit anpassen. Wird zum Beispiel eine Wunderkerze verwendet die relativ dunkel brennt, musst du diese langsam ziehen. Bei der Verwendung einer Lichtstarken Taschenlampe kannst du diese hingegen recht zügig über das Bild bewegen.

Die besten Ergebnisse erzielst du wenn jede Linie nur 1 mal gezogen wird da beim doppelten ziehen diese Linien dann auf dem Bild doppelt oder zu hell abgebildet werden.

Noch schwieriger ist es einen Text mit Licht zu schreiben. Um Schatten oder Unterbrechungen in der Lichtführung zu vermeiden, empfiehlt es sich, hinter dem Licht zu stehen. Damit der Text auf dem Foto gut zu lesen ist, sollte man keine Probleme mit dem Spiegelverkehrten schreiben haben. Liegt dir das Spiegelverkehrten schreiben nicht so, versuch es mit dunkler Bekleidung vor dem Licht und bewege dich nur in eine Richtung. In diesem Fall von links nach rechts. Um ein wirklich gutes Lightpainting Bild aufs Foto zu zeichnen, braucht es etwas übung und meistens auch mehr als einen Versuch bis alles passt.

Hier noch eine Spielerei an einem langweiligen Abend. :)

Für schwierigere Motive, ist es empfehlenswert die Bewegungen vorher zu Studieren oder auf einen Zettel zu skizzieren. Wie oben bereits angesprochen, setz dir in Gedanken gewisse Anhaltspunkte oder fixiere etwas in der Umgebung. Mit diesen Tipps fällt es dir vielleicht nicht mehr so schwer ein paar Lightpaintings zu versuchen. Auch wenn die Ergebnisse am Anfang nicht sehr schön aussehen macht das Ganze auf jeden Fall einen riesen Spaß und ist sehr spannend. So vergeht die Zeit sehr schnell und eine langweilige Nacht wird zum Abenteuer.

Fazit und Checklist:

  1. Eine helle Taschenlampe bzw. Lichtquelle
  2. dunkle Bekleidung
  3. Setz dir Orientierungspunkte damit der Kopf am Strichmännchen nicht neben dem Hals sitzt.
  4. Bei Unterbrechungen der Linienführung, Lichtquelle abstellen -bzw. mit der Hand verdecken.
  5. Viele Ideen
  6. Dein Lichtbild hier in die Kommentare posten ;)

Vielen Dank für das zur Verfügung stellen einiger Lightpaintings an Henrich.Ihmels.info

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