Vor einigen Tagen haben wir uns ein neues Objektiv gegönnt. Mit dem Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM besitzen wir nun endlich auch ein brauchbares Weitwinkelobjektiv. Da das Wetter in den letzten Tagen sehr durchwachsen war und somit für einen abwechslungsreichen Himmel sorgte, ging es mit dem Objektiv direkt nach draußen zum Fotografieren. In der Stadt wird zurzeit an sehr vielen Stellen gebaut. Generell sehen wir Baustellen aber als etwas positives, denn es zeigt wie sich die Stadt Tag für Tag mehr herausputzt. smile Leider „verschandeln“ die Baustellen aber sehr oft auch die schönsten Fotomotive. Eine Menge Kräne auf dem Neumarkt, Gerüste an der Semperoper oder Sandkipper an der Augustusbrücke. Egal wo man hinschaut, irgendwie ist immer eine Baustelle im Weg. Deswegen heißt es, kreativ sein und neue Blickwinkel erkunden!

Für die Motivsuche eignet sich ein Weitwinkelobjektiv sehr gut. Man kann auf kleinsten Raum fotografieren und bekommt trotzdem alles super aufs Bild. Daher ging es am vergangenen Montagabend in den Dresdner Zwinger. Der Innenhof bietet viel Platz für schöne Motiv. Doch wie entwickelt sich ein Motiv, wenn man die Kamera in eine der vielen kleinen versteckten Ecken des Zwingers stellt? Das hieß es auszuprobieren!

An jenem Abend suchten wir uns die Treppen am Mathematisch-Physikalischen Salon aus. Von dort hatten wir einen schönen Blick auf den Innenhof und die Türme der Dresdner Kirchen. Eine der vielen Baustellen befand sich natürlich auch im Zwinger. Durch die Wahl des richtigen Standpunktes konnten wir diese aber sauber verdecken. Die Baustelle begann quasi direkt links außerhalb des Bildes. Nur einen Millimeter weiter nach links geschwenkt, und ein Gerüst wäre sichtbar gewesen. bigsmile

Es gibt eine schöne Eselsbrücke, an die wir oft bei der Suche des richtigen Bildausschnittes denken. „Vordergrund macht Bild gesund“. Die Lampe am Aufgang der Treppe bot sich dafür besonders an. Die Sandsteinmauer konnten wir super in die rechte untere Ecke verlaufen lassen. Ein weiterer Vorteil war, dass wir mit der Lampe und dessen richtiger Positionierung im Bild direkt 2 Baukräne, welche sich am Neumarkt in den Himmel streckten, verdecken konnten. Von den 2 Baustellen die man von unserem Standpunkt aus hätte sehen können, war also nichts mehr zu erkennen.

Die Sonne ging langsam unter und es wurde schnell ziemlich düster im Zwinger. Daher schaltete sich das Licht auch schon an. Da wir wussten, dass die Springbrunnen um exakt 19 Uhr abschalten, machten wir wenige Minuten vorher noch ein Foto mit eingeschalteten Wasserfontänen. Als der Zeiger auf 19 Uhr sprang, hörte das Plätschern auf und es wurde ganz schnell still. Wir ließen die Kamera nun ca. 30 Minuten stehen und machten immer mal wieder ein Foto. So konnten wir sicher sein, die perfekte Lichtstimmung zu erwischen. Hin und wieder liefen ein paar Touristen durch den Hof. In unserem Kopf hatten wir uns aber ein Motiv ausgemalt, auf denen keine Menschen zu sehen sind. Durch die vielen Fotos die wir an diesem Abend machten, war das Ziel des leeren Zwingers aber kein Problem. Wir legten 4 der Aufnahmen in Photoshop übereinander und ließen nur die Bereiche der Bilder sichtbar, auf denen keine Menschen zu sehen waren. Fertig war ein Foto vom Dresdner Zwinger, wie man ihn bisher selten gesehen hat.

 

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