Blitze fotografieren – Gewitter fotografieren

30. Mai. 2016 | Anleitungen | 49 Kommentare

Lesezeit ca. 41 Minuten

Guten Morgen Frühaufsteher und Willkommen im Gewitter Tutorial. Schon seit langer Zeit üben Gewitter eine große Faszination auf uns aus. Die donnernde Naturgewalt auf einem Foto festzuhalten ist sicherlich für viele Fotografen sehr reizvoll. Wenn es dann einmal klappt und ein Unwetter über die passende Region zieht, solltest du wissen, was du beim Fotografieren von Gewittern beachten musst. In diesem Artikel geben wir dir Tipps und Tricks zum Thema Gewitter fotografieren. Eine Vielzahl an Informationen bringen dir das ganze Thema etwas näher, sodass du beim nächsten Gewitter das Beste daraus machen kannst. Fragst du dich, wie fotografiert man am besten ein Gewitter? Hier im Artikel wird es dir erklärt. Suchst du schöne Gewitterfotos?  Hier kannst du Bilder kaufen.

Wir sind der Meinung, dass man für das Verbreiten von Wissen nicht immer Geld verlangen sollte. Daher ist und bleibt dieser Artikel kostenlos. Du musst auch nicht an einem teuren Workshop teilnehmen. Alles ist hier frei und kostenlos lesbar. Mehr als 600 neue Leser täglich verlassen sich darauf! Wenn du uns trotzdem unterstützen möchtest, oder einfach danke sagen willst, würden wir uns über den Kauf unserer Checkkarte sehr freuen. Sie ist natürlich auch eine geniale Gedankenstütze für deine Nächste Fototour.

Keine Zeit? Bereiche, die mit einem blauen Balken markiert sind, fassen die wichtigsten Punkte des Abschnitts kurz zusammen. So erfährst du auch die wichtigsten Fakten, wenn du nicht die Zeit hast alles zu lesen.

Fotografie Checkkarte (Spickzettel)

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Aus diesem Grund genießt unsere Fotografie Checkkarte vermutlich so viel Beliebtheit und dient vielen Fotografen als genialer Spickzettel für unterwegs.  Die handliche DIN A6 Karte verdeutlicht dir an Hand von kleinen Grafiken, wie das Zusammenspiel zwischen ISO Wert, Blende und Belichtungszeit funktioniert und wie sich diese unterschiedlichen Einstellungen gegenseitig beeinflussen.

Da das Zusammenspiel der einzelnen Parameter in jedem fotografischen Themengebiet gleich sind, ist diese Fotografie Checkkarte für alle Arten der Fotografie wie beispielsweise Nachtfotografie, Gewitterfotografie, Landschaftsfotografie oder Architekturfotografie bestens geeignet.

Fotografie Checkkarte

Die Grafik zeigt dir, wie die Checkkarte auf der Vorder- und Rückseite aussieht. Du erhälst beim Kauf nicht nur einen praktischen Spickzettel für unterwegs, sondern unterstützt uns zudem noch diese kostenlose Wissenssammlung immer weiter auszubauen und lässt ein kleines Dankeschön da. 🙂

Laufendes Angebot:
Wir legen zu jeder gekauften Karte gratis eine weitere dazu!

Fotografie Checkkarte

Preis: 4,95 € (inkl. 19% MwSt)
weltweit kostenloser Versand

Produkt auf Lager, bestelle jetzt

Lieferung 11 Feb 2020 bis 13 Feb 2020

Sicher einkaufen durch SSL Verschlüsselung!

Inhaltsverzeichnis:

Gewitter

Was ist ein Gewitter und wann entstehen diese?

Bei einem Gewitter handelt es sich um eine luftelektrischen Entladungen eines metrologischen Ereignisses. Kurz gesagt, um ein teils kräftiges Unwetter mit Blitzen und Donner welches meistens mit starkem Regen oder sogar Hagel und Sturm verbunden ist. Gerade in den letzten Jahren haben die Intensitäten der Gewitterzellen stark zugenommen. Die Unwetter sind immer häufiger nur sehr örtlich begrenzt, treten aber dann umso stärker auf. Auch Tornados sind hierzulande in seltenen Fällen möglich. Achte daher immer zuerst auf deine Sicherheit!

Da die Entstehung einer Gewitterzelle sehr komplex ist, das Wissen nicht unbedingt für das Fotografieren nötig ist, es aber hilfreich sein könnte um ein Gewitter grob vorhersagen zu können, verweisen wir hier mal auf den Gewitter Artikel bei Wikipedia. Dort erfährst du, warum eine Gewitterzelle entsteht und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.

00291
Bei dieser Aufnahme fanden wir Schutz unter einer Brücke. Das Gewitter zog in ca. 15km Entfernung vorbei. So gab es keinen Wind und keinen Regen, ein perfektes Fotogewitter! (ISO 100, Blende: 6,30, Belichtung 15 Sekunden)

Feststellen und Ortung eines Gewitters:

frühzeitiges Erkennen:

Um ein Gewitter richtig zu fotografieren, musst du erst einmal wissen, ob es zu einem Unwetter kommt und falls ja, wo das Gewitter ungefähr stattfinden wird. Hierbei hilft es, wenn du die Wetterberichte aufmerksam verfolgst, um eventuelle Unwetterwarnungen rechtzeitig zu erkennen. Ebenfalls lohnenswert ist es, das aktuelle Niederschlagsradar aus deiner Region zu beobachten. Kommt es dann zu einem Gewitter, so ist es mit Hilfe einiger Online-Dienste möglich, die Blitze genau zu orten. So kannst du abschätzen, in welcher Region die meisten Blitze vorkommen und ob es sich lohnt die Kamera zu packen um auf Blitzjagt zu gehen.

Immer häufiger treten Gewitter aber sehr lokal auf. Bis vor einigen Jahren gab es sehr große Zellen welche sich in einem schnellen Tempo über große Regionen bewegten und dort abregneten. Seit wenigen Jahren ist es aber immer häufiger der Fall, dass kleinere aber sehr heftige und langsam ziehende Superzellen auftreten. Diese sind schwer vorherzusagen und es bedarf schon etwas Glück sie vor die Kamera zu bekommen.

Am besten ist es, wenn du eine Gewitterzelle rechtzeitig erkennst und noch vorm Eintreffen der Zelle deine Fotos machst. Denn die meisten Blitze sind bereits aus großer Entfernung sichtbar, wenn der Regen sowie die meist starken Winde noch nicht begonnen haben. Hierfür musst du dich aber vor dem Gewitter befinden, um nicht nass zu werden. Um ein zum fotografieren geeignetes Gewitter rechtzeitig abzupassen, ist es ratsam, über den Tag hinweg immer mal wieder ein paar mal auf das Wetterradar zu blicken sowie die Warnungen der Unwetterzentrale zu beachten. Links siehst du die aktuelle Karte der Unwetterzentrale für Deutschland.

Blitzortung:

Blitzortung.org – Diese Website ist ein echt heißer Tipp um ein Gewitter und die Häufigkeit von Blitzen abzuschätzen. Hier kannst du auf einer Karte sehen, wo und wie viele Blitze es zum aktuellen Zeitpunkt gibt. Eine unterschiedliche Farbeinteilung verdeutlicht dir, wie alt die Ortung des Blitzes ist. So kannst du erkennen, ob die Blitzhäufigkeit zu- oder abnimmt. Die Farben zeigen dir auch in welche Richtung das Gewitter zieht und wo du dich eventuell positionieren kannst. Die Aktualisierung der Karte erfolgt in Echtzeit, ggf. können allerdings ein paar Minuten Verzögerung auftreten. Wie groß die Verzögerung ist, zeigt dir die Seite neuerdings sogar an. Die auf Blitzortung.org angezeigte Zeit bezieht sich nicht auf unsere Mitteleuropäische Zeit (MEZ), sondern auf die koordinierte Weltzeit (UTC). Du musst also im Winter +1 und im Sommer +2 Stunden rechnen um auf die aktuelle Zeit zu kommen. Die Anzeige der Blitze erfolgt unserer Erfahrung her sehr genau.

Es gibt seit einiger Zeit noch eine zweite Seite welche ebenfalls von Blitzortung.org stammt. Auf der Lightningmap kannst du aber die Blitze auf einer Google Maps Karte in Echtzeit beobachten. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, das diese beiden Webseiten eines der hilfreichsten Mittel für eine erfolgreiche Blitzjagt sind. Darum auch hier ein großes Dankeschön an das Team von Blitzortung.org!

Hier klicken um Aktuelle Blitze in Deutschland anzuzeigen!

Für unterwegs ist die App “BlitzAlarm” von Nowcast sehr zu empfehlen. Du findest sie im AppStore oder bei GooglePlay zum Download (kostenpflichtig).  Sie zeigt dir aktuelle Gewitterzellen und deren voraussichtliche Zugbahn an. Dabei greift die App auf die Blitzdaten von Nowcast zu, diese werden in Echtzeit gemessen. Es handelt sich also um keine Vorhersagen sondern um wirklich vorhandene Gewitterzellen. So kannst du noch besser abschätzen, ob es zu einem Gewitter kommt. Sollte es mal gefährlich werden, gibt dir die App zusätzlich noch Tipps wie du dich am besten schützen kannst oder weist dich bis zu 60 Minuten vorher auf ein kommendes Gewitter hin. Wenn du es wünschst, sogar mit einem Alarmton. So bekommen wir zum Beispiel eine Info aufs Handy, wenn sich ein Gewitter in der Umgebung befindet. Es gibt übrigens noch eine App von Blitzortung.org, diese findest du bei Google Play. Das Besucher der Internetseite im Handybrowser tut es dort aber auch.

Oft kommt es vor, dass sich ein Gewitter erst in unmittelbarer Umgebung bildet. Dann nützt dir eine Blitzkarte nicht mehr viel. Mit etwas Gespür und Beobachtung kannst du diese Gewitter allerdings häufig recht gut erkennen. Natürlich gehört aber immer wieder eine Portion Glück dazu, um ein Gewitter in seiner vollen Schönheit vor die Linse zu bekommen. Wirfst du aber regelmäßig einen Blick auf die Wettervorhersage, kannst du deine Chancen auf gute Fotos auf jeden Fall erhöhen.

Bei diesem Foto war alles perfekt. Wir waren frühzeitig vor Ort, das Gewitter kam direkt auf uns zu und unserer Standpunkt unter einer Brücke war auch sicher. Hier hat alles gepasst und ein atemberaubendes Foto entstand. Dieses Foto ist im Gegensatz zu einigen Meinungen KEIN Fake sondern tatsächlich echt. Entstehungsgeschichte des Fotos!

Der Zeitpunkt:

Bei einem Gewitter spielt der Zeitpunkt eine große Rolle. Die Stimmung eines nächtlichen Gewitters ist um einiges interessanter als ein Gewitter am Tag, da die hell aufleuchtenden Blitze die sonst in der Dunkelheit versteckte Umgebung ausleuchten und so eine Menge Spannung auf das Bild bringen. Weiterhin ist das Fotografieren von Blitzen in der Nacht leichter, da du in diesem Fall einfach nur länger belichten musst. So ist die Wahrscheinlichkeit um einiges höher, einen schönen Blitz auf das Foto zu bekommen. Durch die längere Belichtungszeit besteht sogar die Chance, mehrere Blitze auf einem Foto zu erwischen. Wenn du also die Möglichkeit hast, so ziehe ein Gewitter bei Nacht dem am Tage vor. Durch die wesentlich kürzere Belichtungszeit am Tag, sowie durch die noch helle Umgebung, ist die Gewitterstimmung nicht so sehr auf dem Foto spürbar. Oftmals werden die Blitze sogar vom hellen Hintergrund geschluckt und sind so kaum auf dem Foto sichtbar. Nur ein Graufilter kann dort Abhilfe schaffen. Er sorgt dafür, dass weniger Licht auf den Sensor kommt und du so länger belichten kannst. Leider gelangt das Licht des Blitzes dann ebenso schwach auf den Sensor.

Wie bereits oben geschrieben, ist es am besten, wenn du vor dem nahenden Gewitter deine Fotos machst. Denn es gibt gleich mehrere gute Gründe die dafür sprechen. Der starke Wind sowie der teilweise extreme Regen setzen in der Regel erst nach der Gewitterfront ein. Du kannst also gemütlich im trockenen spektakuläre Blitzfotos schießen. Weiterhin ist die Wolkenstimmung vor einem Gewitter um ein vielfaches bedrohlicher. Nach einem Gewitter herrscht am Himmel oftmals ein grauer Einheitsbrei ohne spektakulären Effekt. Der wichtigste Grund ist aber sicherlich, das du vor einem Gewitter die Gefahren besser einschätzen kannst. Wird es dir zu gefährlich, so kannst du die ganze Aktion noch schnell abbrechen bevor das eigentliche Gewitter vermutlich direkt über deinem Kopf hinweg zieht. Mit der Zeit sammelst du genügend Erfahrung, um zu erkennen, ob es sich lohnt, die Kamera zu schnappen und auf Blitzjagt zu gehen. Am Anfang solltest du eher auf einen sicheren Standpunkt achten, denn dann ist es auch nicht schlimm, wenn du dich plötzlich mitten im Gewitter befindest. Der nächste Punkt gibt dir einige Tipps zum geeigneten Fotostandpunkt.

Der richtige Standpunkt:

Bei der Gewitterfotografie wird die Wichtigkeit des richtigen Standpunktes oft unterschätzt. Ein regnerisches Gewitterbild wirkt nicht so schön wie ein Gewitterfoto, auf dem noch kein Niederschlag zu sehen ist. Weiterhin ist das fotografieren eines Gewitters an einem sicheren Standpunkt lebenswichtig! Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor dem Gewitter vor Ort zu sein und eventuell dessen Zugbahn zu erkennen. Auch das Niederschlagsradar zeigt dir schnell und einfach, in welche Richtung das Gewitter zieht und wo du dich am besten positionieren kannst. Mit dem richtigen Standpunkt ist es dir möglich, das Gewitter ohne störenden Regen und Wind zu fotografieren. Dies macht die Gewitterfotografie erträglicher und deine Ausrüstung wird es dir ebenfalls danken. Der perfekte Standpunkt ist jener, der einen schönen Blick auf das Gewitter bietet ohne dass das Unwetter dich direkt betrifft. Leider ist das nur in den seltensten Fällen zu realisieren.

Möchtest du erst einmal nur üben und hast du noch nicht sehr viel Erfahrung in diesem Gebiet gesammelt, dann kannst du auch durch das heimische Fenster fotografieren. Hier bist du auf jeden Fall sicher, du bleibst trocken und es gibt auch kein störenden Wind. Lediglich der einsetzende Regen kann kleine Regentropfen an der Scheibe bilden, welche auf dem Foto dann störend auffallen könnten. Auch der Blick bzw. das Fotomotiv ist aus dem heimischen Küchenfenster nicht immer der schönste. Doch wenn es dir nur darum geht, ein paar Blitze zu fotografieren, dann ist das Fotografieren von Blitzen aus einem Fenster sicherlich eine Alternative. Kommst du dann mit allen Einstellungen zurecht, kannst du dich an die Gewitterjagt in der freien Wildbahn wagen. 🙂

Sollte ein regenfreier Standort nicht möglich sein, so versteht es sich von selbst, dass du auf deine Ausrüstung acht gibst. Ein Regenschutz für deine Kamera kann hier Abhilfe schaffen. Für die Sicherheit deiner Gesundheit und Kamera solltest du auf jeden Fall auf einen geschützten Standort achten. Hierfür bieten sich auch breite Brücken, Durchgänge, Gebäudeeingänger oder ähnliches sehr gut an. Diese schützen dich und deine Technik vor dem Regen und insbesondere vor der Gefahr vom Blitz getroffen zu werden. Achte allerdings bei Brücken darauf, immer schnell davon wegzukommen. Denn ein kleiner Fluss kann sehr schnell zu einem riesigen Strom werden und alles mitreisen, was sich in dessen Weg befindet. Mehr dazu aber im nächsten Abschnitt. Beachte aber, dass es unter Brücken und Durchgängen auch besonders windig werden kann. Deine Kamera muss deshalb sicher stehen sodass sie nicht umkippen kann.

Um dein Foto noch schöner zu gestalten, solltest du einen Standpunkt wählen, welcher ein ansprechendes Motiv ermöglicht. Suche dir wenn möglich ein Motiv, welches selbst ohne Gewitter schön und interessant aussieht. Kommt nun das erhoffte Gewitter und zaubert faszinierende Blitze in dein Motiv, hast du die Begeisterung auf jeden Fall auf deiner Seite. Viel Glück dabei!

Probleme am Standort erkennen und vermeiden

In vielen Bereichen der Fotografie gibt es oft unerwartete Probleme und das Foto lässt sich nicht “wie im Lehrbuch” beschrieben umsetzen. Hier möchten wir dir einige Probleme nennen die bei der Gewitterfotografie an deinem Standort auftreten können bzw. die wir schon selbst erlebt haben. Oft gibt es einige Möglichkeiten, solche Probleme zu minimieren oder gar komplett zu vermeiden.

Plötzlich einsetzender Sturm:

Je nach gewählten Fotostandpunkt, kann der Wind vollkommen unterschiedlich auftreten. Optimal wäre ein Fotostandpunkt, bei dem nur wenig Wind herrscht, das ist aber fast nicht möglich.  Zieht das Gewitter in Sichtweite an dir vorbei, hast du schon den perfekten Standpunkt gefunden. Denn dann erreicht dich oftmals weder der Wind, noch der starke Regen. Meistens tritt der Wind sehr plötzlich auf und der anfangs ruhige Standpunkt ist gar nicht mehr so gut geeignet wie du zu erst gedacht hast. Das Stativ kann bei besonders starkem Wind anfangen zu vibrieren und die Kamera steht dann nicht mehr still. Diese leichten Bewegungen machen sich später als unscharfes Foto bemerkbar. Meistens erkennt man diese Unschärfe erst zu Hause am Rechner, umso ärgerlicher ist es dann. Denn die Freude über die gelungenen Fotos platzt als Seifenblase über dem Kopf.

Da man diese starken Winde bei einem Gewitter nicht verhindern kann, muss man damit umgehen können. Um bei plötzlich einsetzenden Sturm trotzdem noch scharfe Fotos machen zu können, solltest du schon bei der Wahl deines Fotostandpunktes die eventuell später auftretenden Böen beachten. Mit einigen Grundregeln minimierst du die Gefahr der verwackelten Fotos durch starken Wind etwas.

Dem Wind wenig Angriffsfläche geben:
Stelle dein Stativ so flach wie es dir möglich ist auf. Fahre also die Stativbeine nur soweit wie nötig aus. Damit die Konstruktion auch stabil steht, solltest du die Beine soweit es geht auseinander schieben und somit die Standfläche vergrößern. Du bietest dem Wind dann nur die minimale Angriffsfläche.

Kamera Windgeschützt aufstellen:
Wenn es der Standpunkt zulässt, nutze Gebäude, Brückenpfeiler, Wände etc. als Windschutz. Denn in der Regel hast du einen Standpunkt ausgewählt, der dir ausreichend Schutz vor Regen, Wind und Blitzschlag gibt. Wenn du diesen Schutz etwas genauer unter die Lupe nimmst, findest du mit Sicherheit einen guten Standpunkt, wo deine Kamera wenigstens etwas sicherer steht als “einfach nur so hingestellt”. Unter einer Brücke kannst du die Kamera zum Beispiel sehr dicht an einen Pfeiler stellen. In einer Unterführung oder Hauseingang kannst du dich etwas weiter nach hinten stellen sodass du ca. 1-2 Meter vom freien weg stehst. Dort weht direkt schon weniger Wind als ganz vorn. Achte bei Unterführungen aber besonders auf die Gefahr der Überschwemmung. Gerade Unterführungen laufen bei Starkregen sehr schnell voll!

Wenn du aus einem geöffneten Fenster fotografierst, kannst du dich zum Beispiel auch ca. 1-2 Meter vom Fenster entfernt aufstellen. So erreicht dich der Wind sowie der Regen nicht so stark. Solltest du auf dem Fotos den Fensterrahmen oder das Bauwerk sehen welches dich schützt, kannst du ja etwas Zoomen damit diese Bereiche nicht mehr zu sehen sind.

In der Vergangenheit haben wir uns zum Beispiel schon unter Brücken, größeren Gebäudeeingängen, Hotels mit Blick aus dem Fenster oder direkt im Auto positioniert um ein Gewitter zu fotografieren. Oft bieten solche Möglichkeiten sogar sehr gute Motive, man muss sie nur bewusst suchen. In dem unten zu sehenden Foto fanden wir zum Beispiel Schutz im Eingangsbereich der Dresdner Semperoper. Da der nur nach Vorn offen war, wehte dort so gut wie kein Wind und nass wurden wir auch nicht.

00256-original
Bei diesem Foto fanden wir Schutz im Eingangsbereich der Semperoper. Dort standen wir trocken und windgeschützt. (ISO 100, Blende f8,00, Belichtung: 6 Sekunden)

 

Starker Regen:

Mit dem Regen verhält es sich genau so wie mit dem Wind. Ein Windgeschützter Standpunkt schützt dich meistens auch vor Regen. Damit so wenig Regentropfen wie möglich auf dem Objektiv landen, solltest du auf jeden Fall die Gegenlichtblende deines Objektives benutzen. Jetzt gelangt nur noch Regen der durch den Wind ziemlich Flach auf die Kamera trifft auf die Linse. Diese Tröpfchen sind oft als Reflexionen der umliegenden Beleuchtung auf dem Foto sichtbar. Am besten hast du immer ein weiches Tuch dabei mit dem du regelmäßig das Objektiv bzw. die Linse trocken wischen kannst. Hier ist das einfache Papiertaschentuch die beste Wahl, denn es saugt schnell und zuverlässig die Wassertropfen weg. Stofftücher saugen meistens zu wenig und es entstehen schnell Schlieren auf der Linse. Solltest du dies sehr oft machen müssen, lohnt es sich, einen UV Filter vor das Objektiv zu schrauben. Dieser Filter hat keinen direkten optischen Effekt, verhindert aber dass du immer direkt auf der Frontlinse des Objektives herumwischen musst. Denn so landen die Tropfen nur auf dem Glas des Filters und werden vorn dort weggewischt. Ein Kratzer auf dem Glas tut dann gleich weniger weh. 🙂

Gerade in den letzten Jahren treten häufig Unwetter auf, die einen extremen Niederschlag auf sehr örtlich begrenzten Raum niederregnen lassen. Unterführungen, Bäche und Flüsse können dann schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Achte daher immer auf deine umtitelbare Umgebung.

Die Sicherheit:

Bevor du dich an das Fotografieren von Gewittern heran wagst, beachte auf jeden Fall deine eigene Sicherheit. Suche dir einen geschützten Bereich oder achte darauf, dass du immer die Möglichkeit hast, dich schnell irgendwo zurück zu ziehen. Dass es auf erhöhten Standpunkten, unter Bäumen oder auf freiem Feld bei einem Gewitter sehr gefährlich werden kann, weiß jeder hoffentlich von selbst. Höre auch auf keinen Fall auf den Rat des Volksmundes, der dir sagt “Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen”. Denn bei einem Gewitter sollte man jede Art von Bäumen meiden. Ebenso  Holzmasten, Gewässer und Kammlagen!

Achte aus diesem Grund immer auf genügend Abstand zum Gewitter. Einen groben Anhaltspunkt für die Entfernung eines Gewitters bekommst du, wenn du die Zeit zwischen Blitz und Donner zählst. Hörst du den Donner ca. 3 Sekunden nach dem Blitz, ist das Gewitter zum Beispiel noch ca. 1km entfernt. 3 Sekunden entsprechen also ca. einem Kilometer.

Sollte es doch einmal gefährlich werden und eine Gewitterzelle befindet sich nah in deinem Umfeld, so bieten Gebäude ausreichenden Schutz vor dem Gewitter. Aber auch das eigene Auto (mit geschlossener Metallkarosserie) schützt dich zuverlässig vor Blitzschlag. Es dient dir als Faradayscher Käfig, in dem du sicher vor Blitzschlag bist. Beachte, das dein Auto nicht in der Nähe von größeren Bäumen steht, denn die Gefahr eines umstürzenden Baumes ist beim einem Gewitter sehr hoch.

Achte unbedingt darauf, dass zum Beispiel Holzhütten, kleinere Unterstände, Bäume, Garagen oder Zelte keinen ausreichenden Schutz bieten und du dich während eines Gewitters dort nicht in Sicherheit wiegen kannst. Sollte dort ein Blitz einschlagen, kann dessen Energie einfach auf dich überspringen. Ebenfalls ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu metallischen Gegenständen sehr wichtig.

Warnung: Das beste Foto ist es einfach nicht wert, dich in Lebensgefahr zu begeben. Achte darum auf jeden Fall immer auf deine eigene Sicherheit bevor du an das Fotografieren denkst! Gehe auf keinen Fall irgend ein Risiko ein um das eine Foto zu bekommen. Der Gedanke “Es wird schon nichts passieren” könnte dein letzter sein!!!

Gefahren:

Ein Gewitter bringt eine Menge Gefahren mit sich. Neben der Gefahr eines Blitzschlages (wenn auch sehr gering), gibt es noch weitere Dinge, auf die du unbedingt achten solltest. Die teilweise sehr starken Winde können Sturmschäden verursachen. Herabfallende Äste, Dachziegel sowie große Hagelkörner sind darum ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Versuche immer ausreichenden Abstand zum Gewitter zu haben. Sollte dies nicht möglich sein, dann achte auf einen sicheren Standpunkt, der dich vor Ästen, Bäumen, herumfliegenden Gegenständen, Blitzschlag und plötzlich auftretendes Hochwasser gut schützt oder von dem aus du dich schnell in Sicherheit bringen kannst.

Beachte unbedingt, dass selbst bei großer Entfernung zum Gewitter, es trotzdem zu Blitzeinschlägen in deiner Umgebung kommen kann. Sogenannte positive Blitze entstehen in den obersten Schichten der Gewitterzelle, dort wo sich der positiv geladene Teil des Unwetters befindet. Diese Blitze sind um ein vielfaches stärker als die normalen negativen Entladungen und können mehrere Kilometer am Himmel entlang ziehen bevor sie den Boden berühren. Positiv geladene Blitze sind am besonders lauten Donnern zu erkennen. Weiterhin blitzen diese Entladungen oft mehrere male hintereinander auf. Ein Blitzeinschlag aus heiterem Himmel ist also durchaus möglich.

So kannst du dich schützen:

Sollte dich ein Gewitter trotzdem mal überraschen und es besteht keinerlei Möglichkeit sich in ein Gebäude oder ein Auto bzw. einem anderen schützenden Ort zurückzuziehen, so hocke dich hin, halte die Füße zusammen, presse die Arme eng an den Körper und ziehe den Kopf ein. So gibst du dem Gewitter bzw. einem drohenden Blitzschlag so wenig Angriffsfläche wie möglich. Suche auf keinen Fall Schutz unter einem Baum oder auf hohen freistehenden Objekten wie Strommasten, Jägerhochständen oder ähnlichem und halte mindestens 3m Abstand vor solchen Objekten. Beachte aber: Hohe Masten oder Gebäude bieten dir auch im Freien einen ausreichenden Schutz. Der geschützte Bereich liegt in einem Radius um das Objekt dessen Maße ungefähr der Höhe des Bauwerkes entsprechen. Beachte allerdings, dass ein Sicherheitsabstand von mindestens 3 Metern zum Objekt eingehalten werden muss. Befindest du dich auf einem Feld auf dem zum Beispiel ein 15 Meter hoher Mast steht, gehe zu diesem Mast, halte aber mindestens 3 Meter Abstand. Der sichere Bereich um den Mast ist ca. so groß, wie die Höhe des Mastes. Im absoluten Notfall bietet dir auch ein Wald ausreichend Schutz, halte dort aber auch unbedingt einen Sicherheitsabstand von ca. 10m um jeden Baum, so schützt du dich vor herabfallenden Ästen. Bei allen Schutzmaßnahmen ist die sogenannte Schrittspannung der entscheidende Punkt. Auch wenn eine Person nicht direkt vom Blitz getroffen wird und dieser in unmittelbarer Umgebung einschlägt, kann diese Schrittspannung bereits tödliche Folgen haben. Unter Schrittspannung versteht man die entstehende elektrische Spannung im Körper, wenn ein Blitz in unmittelbarer Nähe einschlägt. Der Blitzeinschlag verursacht ein elektromagnetisches Feld im Boden, welches je nach Entfernung zum Blitzeinschlag abnimmt. Bewegt man sich in großen Schritten in diesem Feld, so ist die Spannung am näher zum Blitzeinschlag gelegenen Fuß höher als die am weiter zum Blitzeinschlag liegenden Fuß. Je größer die Schritte sind desto größer ist auch der Spannungsunterschied und ein umso höherer Strom fließt durch deinen Körper. Das ist übrigens auch der Grund warum Kühe auf einer Weide oft durch Blitzeinschläge sterben obwohl sie gar nicht direkt getroffen werden. 

Vorsicht an Blitzschutzeinrichtungen!

Viele Gebäude und Bauwerke besitzen sogenannte Blitzschutzeinrichtungen. Dies sind ca. 0,5 bis 1cm dicke Metall bzw. Kupferleitungen welche an den höchsten Stellen des Bauwerkes angebracht sind und außen bis nach unten in das Erdreich führen. Im Falle einen Blitzeinschlages wird nicht das Gebäude selbst sondern der Blitzableiter getroffen. Der gefährliche Strom wird somit um das Gebäude geführt und kann nicht in das innere gelangen um dort Schäden an elektronischen Bauteilen oder ähnlichem zu verursachen. Wenn du Schutz an einem Gebäude oder unter einem Bauwerk findest oder dein Fotostandpunkt zum Beispiel unter einer Brücke ist, dann schau dich bevor du dich den Wänden näherst kurz um ob an deinem Standpunkt ein Blitzableiter verbaut ist. Solltest du dich zum Beispiel aus versehen an einen Blitzableiter lehnen welche beispielsweise an einem Brückenpfeiler nach unten führt, kann es passieren, das der Blitz vom Blitzableiter zu dir überspringt und erst dann in den Boden abgeleitet wird wenn der eigentliche Blitzableiter schlecht oder Fehlerhaft geerdet ist. Die Folge wären schwere Verletzungen und Verbrennungen. Beachte, das du unter Brücken und in Gebäuden auf jeden Fall sicher bist, schau dich nur einfach kurz in deiner Umgebung um, um die genannten Probleme zu vermeiden.

Warnung: Du selbst bist für deine eigene Sicherheit verantwortlich. Wir geben dir hier lediglich Tipps wie und wo du am wenigsten Gefahren befürchten musst.

00264
Auch hier fanden wir ausreichenden Schutz unter eine breiten Straßenbrücke. Diese schützte uns vor dem starken Wind und Regen. aber vor allem gegen Blitzschlag. (ISO 100, Blende f9,00, Belichtung: 30 Sekunden)

Die Ausrüstung:

Das Stativ:

Bei der Gewitterfotografie kommt es sehr häufig zu langen Belichtungszeiten. Dies macht man, um die Wahrscheinlichkeit einen Blitz auf das Foto zu bekommen, zu erhöhen. Aus diesem Grund ist wie bei der Nachtfotografie auch, ein Stativ absolute Pflicht. Ein weiterer Vorteil am Stativ ist, dass du gemütlich warten kannst, ohne die Kamera ständig halten zu müssen. Durch das Stativ kannst du auch den Bildausschnitt immer gleich lassen und so später per Bildbearbeitung mehrere Blitzfotos auf einem Foto zusammen zu legen. Ein Stativ hat also mehrere Vorteile und ist aus diesem Grund unabdingbar. Da es bei einem Gewitter fast immer sehr windig wird, sollte dein Stativ nicht allzu leicht sein damit es nicht gleich durch den Wind ins schwanken geriet oder sogar samt Kamera umkippt.

Weitwinkelobjektiv:

Ein Weitwinkelobjektiv wäre sehr sinnvoll, da du so einen großen Teil des Himmels auf ein Bild bekommst. Um die Größe und Spannung des Gewitters zu verstärken, behalte immer etwas Boden im Bildausschnitt. Ein Objektiv mit einem Weitwinkel ist jedoch nicht unbedingt Pflicht. Oftmals musst du auch etwas zoomen um einen besseren Bildausschnitt zu bekommen. Ein Zoom Objektiv ist darum eine sehr gute Alternative. In den meisten Fällen musst du aber auf eine geringe Brennweite zurückgreifen um soviel Himmel wie möglich auf das Bild zu bekommen und somit die Chance auf eindrucksvolle Blitze auf deinem Foto zu erhöhen.

Neben den wichtigsten Dingen wie Stativ und Objektiv gibt es auch noch weitere Ausrüstungsgegenstände, welche dir das Fotografieren von Blitzen erleichtern. Ein Fernauslöser zum Auslösen der Kamera ist eines dieser Hilfsmittel. Mit diesem kannst du hintereinanderweg Fotos machen, ohne die Kamera dabei zu berühren. Somit vermeidest du Verwacklungen im späteren Foto. Noch bequemer geht es mit einer programmierten Fernbedienung. Den  Hähnel Giga T Pro Funkauslöser kannst du zum Beispiel auf ein beliebiges Intervall programmieren. Die Kamera macht dann die Fotos in von dir eingestellten Zeitabständen und du kannst dich voll und ganz der Beobachtung und dem Erkennen möglicher Gefahren etc. widmen.

UV-Filter:

In erster Linie wird ein UV-Filter bei der Gewitterfotografie nicht benötigt. Vielmehr soll dieser Filter dein Objektiv schützen bzw. dir die “Putzarbeit” etwas erleichtern. Auch wenn dein Fotostandpunkt trocken und sicher ist, kommt es immer wieder vor, das der Wind feine Wassertröpfchen auf die Linse deines Objektives bläst. Diese Wassertropfen solltest du regelmäßig wegwischen um störende Reflexionen auf deinem Foto zu vermeiden. Damit du nicht ständig auf der Linse deines Objektives herumwischen musst und somit die Gefahr besteht das du die Linse irgend wann einmal zerkratzt. Kannst du einfach den UV-Filter vor die Linse schrauben. Der Filter beeinträchtigt dein Foto in keinster weise, schützt aber dein Objektiv vor den Wassertröpfchen und dem ständigen sauberwischen.

Seit kurzen kommt bei uns ein ganz besonderer UV Filter zum Einsatz. Der B+W XS-Pro Digital 010 UV-Haze-Filter MRC nano für unser Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM mit 82mm Filtergewinde ist nano versiegelt. Regentropfen die auf dem Objektiv landen perlen also einfach ab bzw. sind durch kurzes pusten schnell und ohne wischen zu entfernen. Gerade bei der Gewitterfotografie im Regen ist dies eine tolle Möglichkeit die störenden Regentropfen auf dem Objektiv entgegenzuwirken.

trockenes Tuch:

Sollte trotz allen Vorsichtsmaßnahmen Regentropfen auf der Linse deines Objektives gelangen, kannst du diese regelmäßig mit einem weichen Tuch entfernen. Denn meistens machen sich solche Tropfen als unschöne Reflexionen auf dem Foto bemerkbar. Ein regelmäßiges trockenwischen der Linse behebt dieses Problem. Gut eignen sich auch einfache Papiertaschentücher. Diese saugen schnell und zuverlässig das Wasser auf ohne Schlieren zu bilden.

Fernauslöser:

Als neuestes Zubehör in unserer Ausrüsten, kam der neue Pluto Trigger hinzu. Diese kleine Box sieht unscheinbar aus, bietet aber sehr viele Funktionen. Der Pluto Trigger fungiert als Fernauslöser. Anders als bei herkömmlichen Fernauslösern, werden die Funktionen des Triggers komplett über das Smartphone gesteuert. Durch eine Bluetooth Verbindung hat man vollen Zugriff auf alle möglichen Intervall oder Auslöseeinstellungen. Neben dem normalen „Bulb“ für Langzeitbelichtungen, kann man den Trigger auch als Timer nutzen oder Intervallaufnahmen starten. Auch einzelne “Shutter” Aufnahmen sind natürlich kein Problem. Der Trigger kommt bei uns bei jedem Gewitter zum Einsatz. Das automatische auslösen bei Blitzen haben wir noch nicht sehr intensiv getestet, weshalb wir noch nicht viel darüber sagen können. Wir stellen den Trigger bei Gewitter gern einfach nur auf eine vorprogrammierte Intervallaufnahme von beispielsweise 15 Sekunden. Die Kamera löst dann so lange aus wie wir die Intervallaufnahme laufen lassen oder bis das Limit der voreingestellten Bildanzahl erreicht ist. Hierbei sind Entfernungen von ca. 10 Metern zur Kamera machbar. Währen du also beispielsweise im sicheren Auto sitzt, kannst du deine Kamera bequem über das Handy auslösen.  Hier jetzt alles aufzulisten würde zu lange dauern. Solltest du Interesse an einem solchen zeitgemäßem Fernauslöser haben, dann erfährt du weitere Infos direkt beim Hersteller

00319
Dieses Gewitter zog in ca. 15km an uns vorbei. Es gab also kaum Wind und nur sehr wenig Regen. Ein perfektes Fotogewitter!

Die Kameraeinstellungen:

Die Kameraeinstellungen sind bei der Blitzfotografie sehr individuell. Denn es kommt auf das Gewitter und auf deinen Standpunkt an. Gibt es ein Gewitter, wo eine Menge Blitze wüten, so kannst du kürzer belichten als bei einem Gewitter, wo eher vereinzelt mal ein Blitz auftaucht. Weiterhin entscheidet die Umgebung deines Standortes wie du die Blende wählst, ob du eher viel von der Umgebung auf dem Bild erkennen möchtest oder ob das Augenmerk auf den Blitz liegen soll. Um die Einstellungen individuell wählen zu können, ist es ratsam im manuellen Modus (M) zu fotografieren.

ISO Wert:

Der ISO Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors bzw. des Filmes wieder, je höher der Wert, umso lichtempfindlicher ist der Sensor. Für die Nachtfotografie ist ein niedriger ISO Wert wie zum Beispiel  ISO 100 oder ISO 50 ratsam um störendes Rauschen auf dem Bild zu vermeiden. Weiterhin kann das spätere Bild durch die Wahl eines niedrigen ISO Wertes einen größeren Dynamikumfang aufweisen. Wähle aus diesem Grund einen möglichst tiefen ISO Wert wie 100 oder 50. Sollte deine Kamera einen minimalen ISO Wert von 200 besitzen, geht natürlich auch dieser.

Blende:

Die Blende reguliert die Lichtmenge, die durch das Objektiv auf den Bildsensor gelangt und ist Bestandteil jeder Kamera bzw. Objektives. Bei der Blitzfotografie ist die Blende individuell zu wählen. Es gibt keinen direkten Wert, den man empfehlen könnte. Auf der sicheren Seite bist du allerdings, wenn du die Blende auf den Wert f8.00 stellst. Möchtest du allerdings länger belichten, so solltest du die Blende weiter schließen (größere Blendenzahl) um weniger Licht auf den Sensor zu bekommen und so länger belichten zu können. Achte allerdings darauf, dass eine zu weit geschlossene Blende die Blitze nicht immer in ihrer vollen Schönheit “aufnimmt”. Oft ist der Blitz zu kurz sichtbar um ihn vollständig strahlend auf das Foto zu bannen. Du siehst in solch einem Fall zwar einen Blitz auf dem Foto, er ist aber eher filigran und schmal. Fällt dir dieses Phänomen auf deinen ersten Fotos auf, öffne die Blende wieder etwas.

Mit einer weiter geöffneten Blende verkürzt sich deine Belichtungszeit. Du musst also mehr Fotos hintereinander schießen als mit einer geschlossenen Blende. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du regelmäßig deine geglückten Blitzfotos kontrollieren und gegebenenfalls die Einstellungen anpassen. Ist der Blitz auf deinem Foto nur schwer zu erkennen, dann öffne die Blende etwas (kleinere Blendenzahl). Ist der Blitz bzw. die Wolken drum herum überstrahlt, ist es ratsam die Blende weiter zu schließen. (größere Blendenzahl wie zum Beispiel f16.00).

Deine Einstellungen  können ruhig so gewählt werden, dass das Foto ohne einen Blitz einen tick zu dunkel ausfällt. Denn gerade bei hellen Blitzen wird die Umgebung sowieso sehr stark ausgeleuchtet. So vermeidest du, dass das spätere Blitzfoto dann zu hell belichtet wird. Die Gewitter in Deutschland sind meistens eher schwach. In der Regel bist du mit einer Blende von 5.6 bis 8.0 gut bedient. Beginne am besten mit diesen Einstellungen und korrigiere die Blende wenn es erforderlich ist.

Belichtungszeit:

Die Belichtungszeit bei einem Gewitter liegt zwischen 5 und 30 Sekunden. Hierbei entscheidest du, wie viele Blitze du auf dem Foto haben willst. Findet ein starkes Gewitter statt, solltest du nicht zu lange belichten, damit dein Foto nicht überbelichtet wird. Gibt es eher wenige Blitze, so ist eine längere Belichtung ratsam, um die Chancen zu erhöhen einen Blitz auf das Foto zu bekommen. Eine längere Belichtungszeit als 30 Sekunden solltest du allerdings vermeiden, da die Wolken sonst zu sehr verwaschen und die bedrohliche Gewitterstimmung verloren geht.

Wähle daher Belichtungszeit von 5 bis maximal 30 Sekunden und löse die Kamera hintereinander immer wieder erneut aus. Ist die Belichtungszeit vorüber und hat die Kamera das Foto gemacht, löse direkt erneut aus um so keine Blitze am Himmel zu verpassen. Alle Blitze die jeweils in der Dauer der Belichtung in deinem Bildausschnitt aufblitzen werden auf das Foto gebannt. Dabei entsteht zwar viel Ausschuss, doch du geht auf Nummer sicher, auf jeden Fall 99% der Blitze die in deinem Bildausschnitt aufblitzen auch tatsächlich zu erwischen. Der eine Prozent, sind diese Blitze, die genau dann auftreten, wenn die Kamera die eine Belichtung beendet hat, das Foto speichert und du noch nicht erneut ausgelöst hast. Sehr ärgerlich sowas, aber das kommt vor.

Hinweis: Kommt es zu längeren Belichtungen mit wenig Blitzen, so kannst du in der Zeit wo es keine Blitze gibt, das Objektiv mit einem dunklen Karton abdecken. Dieser Zeitraum wird dann nicht auf das Bild  gebannt.Es ist aber sehr schwer, den nächsten Blitz zu erahnen. Du gehst so das Risiko ein, einen schönen Blitz zu verpassen bzw. abzudecken.

Der richtige Fokus:

Bei der Gewitterfotografie ist der richtige Fokus sehr wichtig. Schnell erscheinen die Fotos unscharf das der Fokus falsch gelegen hat.  Je nach Kamera bzw. Objektiv arbeitet der Autofokus verschieden gut bzw. schlecht. Oft kann es vorkommen dass der Autofokus keinen festen Punkt findet und das Motiv nicht scharfstellen kann. Dies kommt durch den teilweise geringen Kontrastumfang bzw. von zu wenig Strukturen von hellen sowie dunklen Teilen im Bildausschnitt. Befinden sich genug Strukturen in deinem Bildausschnitt, ist es dem Autofokus meistens möglich, etwas scharfzustellen. Wenn das Motiv es zulässt und der Autofokus seine Arbeit tut, dann empfiehlt es sich, diesen auch zu nutzen. Kurbelt der AF sich jedoch einen Wolf und bleibt am Ende doch bei einem vollkommenen unscharfen Motiv stehen, so bleibt dir nichts anderes übrig, als die Schärfe manuell einzustellen. deine Kamera bzw. das Objektiv sollte darum einen manuellen Fokus besitzen.

Eine Möglichkeit die sich bei uns meistens durchgesetzt hat, ist das scharfstellen per LiveView bzw. RealView auf dem Kameradisplay. Wenn deine Kamera einen LiveView besitzt, kannst du über diesen das Foto manuell scharfstellen. Schalte den Liveview an und vergrößere das Bild auf den Display. Die meisten Kameras haben hierfür eine Taste mit einer Lupe. Mit dieser Taste kannst du das LiveView Bild auf dem Kameradisplay vergrößern. Suche dir einen Bereich in deinem Motiv welcher es die ermöglicht, die optimale Schärfe gut einzuschätzen. Dies könnten zum Beispiel feine Strukturen wie Bäume, Fenster oder Laternenmaste sein.

Wenn du nun den Autofokus aktivierst und den Auslöser halb durchdrückst, orientiert die Kamera sich an diesem Ausschnitt und kann das Bild wohlmöglich scharf stellen. Gelingt der Kamera dies nicht, musst du die Schärfe manuell einstellen. Durch den vergrößerten Bereich auf dem Display, sollte dir das aber sehr einfach fallen.

Nützen all diese Tipps nichts und kann die Kamera trotzdem das Bild nicht scharfstellen, könntest du selbst für ausreichend Kontraste im Motiv sorgen. Das Wort Kontrast ist bei einem Autofokus nur bedingt korrekt, wir nutzen es aber hier, um dir das Prinzip vereinfacht zu erklären. Mit Hilfe einer hellen Taschenlampe oder eines Laserpointers kannst du genügend Kontraste erzeuge an denen sich der Autofokus “festhalten” kann. Denn der Fokus braucht wie das menschliche Auge etwas, was er scharfstellen kann. Dies gelingt nur, wenn es Unterschiede gibt. Denn ein dunkles Blatt Papier kann auch unser Auge nicht korrekt scharfstellen. Nachts sind solche Punkte nur schwach ausgeprägt. Beleuchtest du aber mit einer Taschenlampe eine Hauskante oder ein Baum, findet der Autofokus dort genügend “Unterschiede” um das Bild scharf zu stellen. Achte jedoch darauf, dass das scharfzustellende Objekt ungefähr genau soweit entfernt ist, wie dein Motiv welches du fotografieren möchtest.

00323

Empfohlene Einstellungen:

Bei einem starken Gewitter, bei dem es aller paar Sekunden einen Blitz in deinem Bildausschnitt gibt, solltest du die Blende schließen (große Blendenzahl) und eine kurze Belichtungszeit wählen, damit dein Foto nicht überbelichtet wird. Sollten die Blitze nur schwer auf dem Foto zu erkennen sein, öffne die Blende um einige Werte um die Blitze deutlich und klar auf das Foto zu bannen. Gibt es eher wenige Blitze, öffne die Blende noch weiter und belichte länger. Befindet sich allerdings viel Umgebungslicht an deinem Fotostandpunkt, so ist es ratsam die Blende nicht allzu weit zu öffnen, um das störende Umgebungslicht soweit wie möglich zu minimieren. Besitzt dein Objektiv einen Bildstabilisator und nutzt du ein Stativ, ist es ratsam diesen zu deaktivieren da sonst nicht vorhandene Bewegungen ausgeglichen werden. Das Foto wirkt dann unscharf!

Da ein Gewitter glücklicherweise eine Weile bleibt, hast du genug Gelegenheit die perfekten Einstellungen zu finden. Die oben genannten Tipps sollten dir einen groben Hinweis auf die passenden Einstellungen geben. Die “normalen” deutschen Gewitter weisen in der Regel maximal 2-3 Blitze pro Minute in deinem Bildausschnitt auf. Manchmal kann aber am Himmel sprichwörtlich die Hölle los sein. In solchen Fällen musst du spontan reagieren und notfalls die richtigen Einstellungen austesten. Zu Beginn kannst du dich mit einer Blende von 5.6 bis 8, einer Belichtungszeit von 5-15 Sekunden sowie einem ISO Wert von 100 langsam an die richten Einstellungen herantasten. Viel Spaß dabei. 🙂

Die Bildbearbeitung:

Auch bei der Gewitterfotografie kannst du deinem Foto mit Hilfe der Bildbearbeitung noch den letzten Schliff geben. Hier entscheidet der persönliche Geschmack wie weit du es mit der Bearbeitung treibst. Mit Hilfe der Bildbearbeitung kannst du zum Beispiel mehrere Einzelaufnahmen eines Gewitters auf einem Foto vereinen. Fotografierst du während eines Gewitters zum Beispiel 200 Fotos, bei denen auf 10 Aufnahmen ein Blitz zu sehen ist, kannst du diese Aufnahmen auf einem Bild zusammenfügen. Um ein sauberes Ergebnis zu erzielen, sollten alle Aufnahmen exakt den selben Bildausschnitt zeigen.

Das zusammenfügen funktioniert zum Beispiel mit der Ebenenfunktion “Aufhellen” in Photoshop sehr gut. Hierbei werden alle Bilder in einer Datei als Ebene eingefügt und auf den Ebenenmodus “Aufhellen” gesetzt. Dadurch werden nur helle Bereiche wie zum Beispiel die Blitze auf der Grundaufnahme angezeigt.

Checkliste:

Hier noch einmal eine kleine Ceckliste mit den wichtigsten Faktoren die du beachten solltest.

  1. Hast du das Gewitter geortet und seine ungefähre Zugbahn herausbekommen?
  2. Ist dein Standort sicher genug, um auch ein direktes Gewitter heil zu überstehen?
  3. Steht deine Kamera so gut wie nur möglich geschützt vor starken Winden und Regen?
  4. Hast du einen niedrigen ISO Wert eingestellt?
  5. Beträgt deine Einstellung der Blende 5.6 bis 8?
  6. Beträgt deine Belichtungszeit ca. 5-15 Sekunden?
  7. Hast du den Bildstabilisator deaktiviert?
  8. Hast du das Foto scharf gestellt und die Schärfe geprüft?
  9. Hast du bei richtig eingestellter Schärfe auf den manuellen Fokus gewechselt?

 Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Solltet ihr über diesen Link etwas bestellen so bekommen wir eine kleine Provision. Aber ihr zahlt deswegen keinen Cent mehr.

Fotografie Checkkarte (Spickzettel)

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Aus diesem Grund genießt unsere Fotografie Checkkarte vermutlich so viel Beliebtheit und dient vielen Fotografen als genialer Spickzettel für unterwegs.  Die handliche DIN A6 Karte verdeutlicht dir an Hand von kleinen Grafiken, wie das Zusammenspiel zwischen ISO Wert, Blende und Belichtungszeit funktioniert und wie sich diese unterschiedlichen Einstellungen gegenseitig beeinflussen.

Da das Zusammenspiel der einzelnen Parameter in jedem fotografischen Themengebiet gleich sind, ist diese Fotografie Checkkarte für alle Arten der Fotografie wie beispielsweise Nachtfotografie, Gewitterfotografie, Landschaftsfotografie oder Architekturfotografie bestens geeignet.

Fotografie Checkkarte

Die Grafik zeigt dir, wie die Checkkarte auf der Vorder- und Rückseite aussieht. Du erhälst beim Kauf nicht nur einen praktischen Spickzettel für unterwegs, sondern unterstützt uns zudem noch diese kostenlose Wissenssammlung immer weiter auszubauen und lässt ein kleines Dankeschön da. 🙂

Laufendes Angebot:
Wir legen zu jeder gekauften Karte gratis eine weitere dazu!

Fotografie Checkkarte

Preis: 4,95 € (inkl. 19% MwSt)
weltweit kostenloser Versand

Produkt auf Lager, bestelle jetzt

Lieferung 11 Feb 2020 bis 13 Feb 2020

Sicher einkaufen durch SSL Verschlüsselung!

49 Kommentare

  1. Hey,
    wie immer eine tolle “Anleitung”.
    Schön und anschaulich erklärt wie man es von Euch gewohnt ist.
    Es ist zwar ein wenig ruhier hier geworden, aber das Warten lohnt sich immer wieder 🙂

    Liebe Grüße
    Chris

    Antworten
  2. Danke 🙂 Die Häufigkeit der Artikel schwankt. Wir stellen die je nach Lust und Laune online. Darum sind es mal mehr und mal weniger. 🙂

    Antworten
  3. Hallo, ein ungewohnt unpräziser Beitrag. So nach dem “Motto” müsst ihr mal sehen und kommt drauf an.
    Aber vermutlich ist das auch Themenabhängig.

    Mit welchem Programm bastelt ihr mehrere Blitze in ein Bild?

    Trotzdem vielen Dank, die Bilder sind klasse!

    Stefan

    Antworten
  4. Hallo Stefan,
    das Problem an der Gewitterfotografie ist, das man keine Einstellungen empfehlen kann da es voll und ganz auf das Gewitter ankommt. Wenn es viele Blitze gibt wird es sehr hell, dort kann man also nicht lange belichten. Wenn es wenig Blitze gibt wird es sehr Dunkel, dort muss man lange belichten. Es kommt also auf die jeweilige Situation an. 🙂

    Antworten
  5. @ DDpix: Das ganze soll ja auch nicht in Stress ausarten 😉 Die Häufigkeit eurer Beiträge sind schon in Ordnung.

    @ Stefan: Was istDir denn zu unpräzise, oder wozu hättest Du denn gerne noch mehr Informationen, die könnte man hier ja noch zusammentragen.
    Ansonsten hat es Marcel ja schon treffend beschrieben, oft ist es stark von den Umgebungsvariablen abhängig, wie man etwas fotografieren muss oder kann. Gerade bei Blitzen oder bei “willkürlichen” und unplanbaren Spektakeln kommt dies oft vor. Aus meiner Sicht sind die Angaben die man benötigt gemacht, eben zum Beispiel der Hinweis, wann man am besten länger oder kürzer belichtet und wann lieber eine offene oder geschlossene Blende verwendet wird.
    Aber wie gesagt, wenn Dir was bestimmtes fehlt, kann man hier ja noch drauf eingehen soweitdas möglich ist.

    Liebe Grüße

    Chris

    Antworten
  6. Hi,
    ich freue mich eure Seite gefunden zu haben.
    Die Tutorials sind super!

    weiter so!

    Antworten
  7. Hallo,

    tolle Tips und schöne Fotos. Nun werd ich das auch mal ausprobieren.

    Danke 🙂

    Antworten
  8. Herzlichen Dank für die Mühe, die Ihr Euch gemacht habt.

    Diese Tipps ins Netz zu stellen und anderen zugänglich zu machen.

    Ich habe profitiert. Dafür ein herzliches Dankeschön

    Antworten
  9. Super Tipps, vielen Dank!!

    Antworten
  10. Wundervolle Bilder 🙂

    Antworten
  11. Tolle Bilder.

    Noch eine kleiner Korrektur-Hinweis: Die Daten auf der Webseite von Blitzortung.org sind so aktuell wie möglich, d. h. die Blitze werden bis auf eine Verzögerung in der Größenordnung von Minuten in Echtzeit angezeigt. Für Android gibt es dafür auch eine kostenlose App Blitzortung Gewitter-Monitor”, mit der man die aktuelle Situation immer im Blick hat.

    Antworten
  12. Vielen Dank Andreas, wir haben den Artikel aktualisiert. 🙂

    Antworten
  13. Super gut geschrieben!!! Vielen Dank!

    Antworten
  14. Also ich stand jetzt 1 Std. mit der Digital Kamera draußen bei strömenden Regen und wir hätten ja soooooooooooo schöne Blitze gehabt bloß ich habe KEINEN EINZIGEN von den 500 Bildern. Das ist echt deprimierend. Aber ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht das mal zu fotografieren.
    Vielleicht hemmt mich nur das Gefühl das mich die Leute dann so bescheuert ansehen wenn ich mit Serien-Schaltung 500 Bilder von Himmel und Schatten mache.

    Danke aber für die gute Anleitung!
    Werde mich jetzt mal trocken legen 😉

    Antworten
  15. Hallo ihr Beiden,

    eure Gewitterfotos sind der helle Wahnsinn und ich freue mich, euch im www. gefunden zu haben.

    Dank eurer Anleitung konnte ich schon einige passabele Gewitterbilder machen (auch Feuerwerk).

    Werde nun regelmässig vorbeischauen. Eure Fotos machen einfach nur Freude.

    Grüsse vom Lago Maggiore
    Doris

    Antworten
  16. Es ist unglauuuuuuuuuuuublich!
    Ich habe es mit meiner poppligen Kamera geschafft Blitze zu fotografieren!
    Der Wahnsinn!
    Ok ich stand rum und habe rund 2000 Bilder jeweils geknippst damit ich beide hatte, aber es tut gut.

    Danke für die vielen Tipps 😉

    Antworten
  17. Könntet ihr mir noch erzählen was ich alles einstellen muss für eine Digitalkamera ohne alles?
    ISO WERT etc.?

    Antworten
  18. Glückwunsch 🙂 Am besten stellst du einen niedrigen ISO Wert ein damit das Bildrauschen gering bleibt. Die Blende solltest du auf 8 oder 9 einstellen. Die Belichtungszeit kann dann so ca. 15-25 Sekunden betragen. 🙂 Wir machen auch nichts anderes als hintereinander Fotos zu schießen. Es sind aber durch die 25 Sekunden Belichtung keine 2000. ^^

    Antworten
  19. Hallo,

    Ich finde Eure Anleitung Asse. Vielen Dank dafür. 🙂 ich bin im Urlaub in Graz und hier tobt ein Gewitter. Ich habe leider kein Stativ mit. Aber ich versuche es trotzdem.

    Ellen

    Antworten
  20. Moin moin,

    eine spitzen Anleitung. Vielen Dank für die Tipps.

    Viele Grüße

    Jan

    Antworten
  21. Sehr ausführliche und gute Anleitung. Möchte schon lange Gewitter Photographien, bin aber bis jetzt nie dazu gekommen. Diese Anleitung hat mich gleich wieder motiviert und hilft mir gleich die Unsicherheit etwas zu lindern. Schöne Beispiel-Photos. Danke schön

    Antworten
  22. Eine sehr gute Beschreibung 🙂
    Endlich mal so beschrieben, dass es ein Anfänger auch verstehen kann! Danke dafür!
    Allerdings hätte ich es begrüßt, wenn ihr auf die Sache mit den Graufiltern nochmal eingegangen wärt. Das hätte mich persönlich auch noch interessiert.

    lg

    Antworten
  23. Danke für die Tips. Eine Frage blieb für mich allerdings offen: auf was sollte man fokussieren? In der Stadt mag das einfach sein, aber auf dem Land, wenn es wirklich stockfinster ist, was dann? Auf unendlich?

    Antworten
  24. @ Thomas: Ja, auf unendlich. Falls dein Objektiv schon VOR dem Anschlag den Fokus auf unendlich gestellt hat, markier es dir am besten bevor du losziehst.

    Antworten
  25. Hi!
    Ich möchte hiermit auch meinen adankman euch ausdrücken da ich sehr häufig zur Rückversicherung eure Seite Besuche und dadurch schon richtig schöne Fotos schießen konnte!

    Danke für euren Einsatz und bitte weiter so 🙂

    Antworten
  26. Super schöner und ausführlicher Bericht zur Gewitterfotografie. Die Bilder, die bei solchem Wetter entstehen können, sind der Hammer. Der Artikel zeigt mal wieder, dass sonniges Wetter nicht unbedingt auch das beste Fotowetter ist 🙂

    LG Dominik

    Antworten
  27. Hi, danke für die super Tipps! Da freu ich mich schon auf’s nächste Gewitter. 😉 Aber geht es auch, wenn ich meine Blende nicht kleiner als f8.00 schalten kann? Einen höheren Wert hat meine Kamera nicht. Nur kleinere Werte, also eine höhere Lichtempfindlichkeit kann ich einstellen.

    Antworten
  28. Es ist bald wieder soweit und es gibt Gewitter. Ich habe mich vor langer Zeit schon mal gemeldet – damals noch mit meiner popligen Kamera. Ich habe seit neuestem eine Nikon Coolpix Bridgekamera. Der niedrigste Wert ist eingestellt. Aber ich kann leider keine Blende einstellen. Das macht das ganze sehr sehr schwer vorallem bei Gewitteraufnahmen. Ich habe das Gefühl das ich das nicht aufs Bild kriege.

    Könnt ihr mir da noch einen Tipp geben?

    Antworten
  29. Hallo Tobi,

    das ist kein Problem. In der Regel sollte die Blende 8 reichen, wenn du merkst das deine Bilder zu hell werden, dann belichte einfach etwas kürzer. 🙂

    Hallo Franziska,

    leider ist bei vielen kompakten Kameras eine Anpassung der Einstellungen nur schwer möglich. In der Regel öffnen die Kameras wo eine manuelle Einstellung der Blende nicht möglich ist, diese komplett damit die Belichtungszeit kurz bleibt. Leider ist das für die Gewitterfotografie von Nachteil. Hier hilft das langsame rantasten an die besten Einstellungen bzw. den besten Kompromiss.

    Beste Grüße,
    Marcel

    Antworten
  30. Hi, Marcel / ddpix-Team,

    danke für die schnelle Antwort! Ich konnte tatsächlich einige schöne Blitze einfangen, vor dem Entdecken eurer Seite erschien mir dies unmöglich. Nur: wie krieg ich die auch scharf? Hab 2 schöne Blitze bekommen, die sind aber unscharf. So einfach in die schwarze Nacht fotografieren, bzw. zu fokusieren, ist nicht so leicht. Autofokus weg und manuell auf weit weg stellen?

    Antworten
  31. Am besten fokusierst du manuell. Wenn möglich, kannst du das Bild auf dem Display vergrößern. Dann fällt dir das fokussieren einfacher. Wenn du entfernte Lichter siehst, kannst du auch versuchen dort zu fokussieren.

    Antworten
  32. Alles nicht so einfach – macht aber Riesenspass! Gestern wäre mir ein tolles Foto geglückt – aber die Blende war zu weit geschlossen. Der eigentlich imposante Blitz ist nur eine dünne, schwache Ader. Es blitzt zu wenig, um alles zu probieren. 🙂 Eine Frage: wie ist das mit dem Alu-Stativ im Freien? Kann das Blitze anziehen?

    Antworten
  33. Hallo Tobi,

    Blitze anziehen tut eigentlich nichts. Ein eventueller Blitzeinschlag wird durch viele Faktoren beeinflusst. Die Art des Statives spielt da keine Rolle. Generell solltest du dich so aufstellen, das dich ein Blitz selbst mit Eisenstange in der Hand nicht treffen kann. 🙂

    Antworten
  34. Danke für die Tipps, ich hab mich immer schon gefragt wie man solche Aufnahmen hinbekommt 😉

    Antworten
  35. Super Beitrag und tolle Bilder.
    Ich würde gerne mal mehrere Bilder übereinander legen, auf den Blitze sind. Aber irgendwie klappt das nicht.
    Gibt es dazu auch eine Anleitung von dir oder kannst du da auf etwas verweisen?
    Danke

    Antworten
    • Hallo JayeM,

      das geht ganz einfach. Du benötigst dafür ein Bildbearbeitungsprogramm was Ebenen verwendet. In Photoshop musst du beispielsweise nur alle Fotos in eine Datei laden und diese mittels Ebenenmodus “Aufhellen” übereinander legen. Dieser Modus sorgt dafür, das nur helle Bereich auf die darunter liegende Ebene übernommen werden.

      Antworten
  36. Tolle Anleitung zum fotografieren, aber gefährlicher Unsinn bei der Beschreibung der Gefahren. Auch eine noch so breite Brücke bietet keinen Schutz! Auch springen keine Blitze vom Blitzableiter auf einen über. Was bei beidem gefährlich ist, ist die sogenannte “Schrittspannung”. Die Blitzspannung nimmt vom Einschlagsort mit der Entfernung logarithmisch ab. Dadurch kann zwischen beiden Beinen eine Spannung auftreten die tödlich sein kann. Diese indirekte Gefahr ist sehr viele größer als der direkte Einschlag.

    Antworten
  37. Hallo Electricity, wir haben das mit der Schrittspannung mal ergänzt. Vielen Dank dafür. 100% Sicher ist man natürlich nur in Gebäuden. Allerdings bieten die besagten Brücken trotzdem einen guten Schutz. In der Regel springen natürlich keine Blitze von einem Blitzableiter über. Wir haben uns diesbezüglich aber mal mit einem Ingenieur unterhalten der genau solche Blitzschutzanlagen plant. Wenn in solch einer Anlage ein Kurzschluss oder eine unzureichende Erdung vorliegt, kann es durchaus zu einem Spannungsübergriff kommen. Gerade bei sehr alten Bauwerken ist dies nicht 100% auszuschließen. Daher haben wir das mit in den Artikel aufgenommen. Trotzdem gilt natürlich, das jeder für seine eigene Sicherheit selbst verantwortlich ist. 🙂

    Antworten
  38. klasse! Sehr ausführlich und sehr gut geschildert und erklärt. Vielen Dank! 😉
    Instagram: @jack_scorner hofft auch bald Blitze ideal einfangen zu können 🙂

    Antworten
  39. Hallo,
    eine wirklich sehr gute und verständnisvolle Zusammenstellung. Mir fehlt allerdings noch eine Erklärung darüber, ob ich im offenen Gelände in der Mitte zwischen 2 Masten einer Hochspannungsleitung vor einem Blitzschlag geschützt bin. Das oberste Seil fungiert doch ausschließlich als Blitzableiter und leitet den Blitz zum nächsten Mast. Bedingt durch den relativ großen Abstand zum nächsten Mast dürfte die Schrittspannung hier eigentlich keine Rolle spielen.
    Vielen Dank Manfred

    Antworten
    • Hallo Manfred, das ist eine gute Frage. Ich würde behaupten, dass man an dieser Stelle ziemlich sicher ist. Eine Garantie ist das natürlich nicht und drauf anlegen würde ich es auch nicht. Aber im Notfall sicherlich besser als komplett auf freiem Feld. 🙂

      Antworten
    • Das ist absolut keine Garantie für einen sicheren Standort ! Videos einer Überwachunskamera zeigen z.B. den mehrmaliger Einschlag eines Blitzes an einem Hochspanniungsmast, und zwar nicht wie zu erwarten über das Erdungsseil oben sondern die Einschläge gingen direkt in den Sockel !!

      Antworten
  40. Tolle Anleitung für Blitzfotos ^^
    Wie kann man am einfachsten auch Videos von einem Gewitter erstellen bzw. was bracht man dazu an Geräten ?

    Antworten
  41. Danke!

    Antworten
  42. Gewitter und Blitze sind echt atemberaubend! Die Fotos damit greifen immer ans Herz, denn man spürt schon beim ersten Blick die Kraft der Natur. Dankbar für die Hinweise zum Fotografieren! Die Bilder könnten auch in der Ausstellung zur Schau gestellt werden.

    Antworten
  43. Ich habe gerade erst angefangen zu fotografieren und habe durch diese Seite erst richtig angefangen zu verstehen was ich eigentlich mache

    Antworten

Trackbacks/Pingbacks

  1. Blitze fotografieren – Gewitter fotografieren… | I like Photos - [...] Hier der Link zum kompletten Beitrag:Blitze fotografieren – Gewitter fotografieren » DDpix.de. [...]
  2. Der Wöchentliche Blick über den Tellerrand - [...] McDonaldisierung der Pressefotografie Da dass Wetter hier oben dafür Ideal ist: Blitze fotografieren Streetfotografie in Farbe Für mehr HILFREICHE…
  3. Gewitter fotografieren – ein atemberaubendes Schauspiel » Bildergallerie » Foto-Tipps - [...] ddpix.de findet ihr einen ebenfalls sehr empfehlenswerten Artikel zu diesem [...]
  4. Den Blitzen auf der Spur | Captured Lights - [...] FelixPosted on 29. August 2011In Eigene InhalteWith 0 Comments Es gibt viele gute Tutorials zur Gewitterfotografie. Man lernt, wie…
  5. Faszination Gewitter - So fotografieren Sie Blitze | HappyFoto-Blog - einfache Tipps für gute Fotos - […] Ausführlicher Artikel zum Thema: Blitze fotografieren – Gewitter fotografieren […]

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Dein Warenkorb