Seit langer Zeit machten wir uns am heutigen Abend mal wieder auf den Weg um den Vollmond zu fotografierten. Mittels der App Sun Surveyor schauten wir, wo man am besten die Kamera positionieren kann um ein schönes Motiv vor die Linse zu bekommen. Schlussendlich entschieden wir uns für einen Fotostandpunkt am Laubegaster Elbufer. Von dort hatten wir einen schönen Blick auf das Schloss Pillnitz und wenn die Angaben der App stimmen, müsste der Mond genau hinter dem Schloss aufgehen. Das war der Plan…

Bei dieser Tour waren wir mal wieder mit einem guten Kumpel unterwegs. Weiterhin begleitete uns eine Redakteurin von Urbanite Dresden. Sie wollte uns beim Fotografieren zusehen und etwas über die Entstehungsgeschichte unserer Bilder schreiben. Anfangs sah alles danach aus, dass wir an diesem Abend keinen Mond vor die Kamera bekämen. Denn der Horizont über dem Schloss sah sehr trüb und wolkig aus. Wir glaubten also, dass der Mond nicht zu sehen sein wird. Daher quatschten wir etwas und versuchten die umherfliegenden Fledermäuse zu fotografieren.

Doch irgendwie passierte dann doch etwas. Denn genau über dem Schloss Pillnitz tauchte ein leichtes goldenes Band auf. „Das war doch gerade nicht da?! Ist das etwas doch der Mond?“. Ja… er war es. Das Warten hat sich also doch gelohnt! Denn der eher golden strahlende Mond tauchte langsam über dem Schloss auf. Die Wolken und der Dunst sorgten jetzt sogar für eine noch bessere Stimmung als wenn die Luft klar gewesen wäre. Langsam entwickelte sich vor unseren Augen ein geniales Fotomotiv. Die Kamera war ausgerichtet und wir machten einige Fotos, als ein Dampfer die Elbe stromabwärts gefahren kam. Alle hörten plötzlich auf zu reden und lauschten in die nächtliche Stille. Ein lautes Rauschen näherte sich immer weiter unserer Kamera und dann sahen wir auch schon das Unheil. Der Dampfer verursachte ungewöhnlich hohe Wellen die binnen Sekunden unsere Fahrräder komplett überspülten. Schnell schnappten wir uns das Stativ mit Kamera und sprangen einige Meter weiter hoch. Der auf dem Boden liegende Fotorucksack wurde ebenfalls in allerletzter Sekunde in Sicherheit gebracht. Das war knapp! bigsmile

Nachdem sich das Wasser wieder beruhigt hatte, stellten wir die Kamera erneut auf. Zur Sicherheit wurde der Fokus noch einmal manuell geprüft und der Bildausschnitt korrigiert. Erst jetzt entstand das heute zu sehende Foto. Damit der Mond nicht zu sehr überstrahlt, fertigten wir eine Belichtungsreihe an. Glücklicherweise sorgten die Wolken und der Dunst aber schon für einen natürlichen Filter und dunkelten den Mond stark ab.

Die Verhältnisse zum Fotografieren waren heute wirklich nicht die besten. Der Boden auf dem das Stativ stand war durch das dichte Gras sehr weich. Die Kamera stand also nie so richtig ruhig. Daher hielten wir die Belichtungszeit durch einen hohen ISO Wert und einer geöffneten Blende relativ kurz. Die Blende war f5.6, die Belichtungszeit betrug 1,3 Sekunden, der ISO Wert lag bei 800 und die Brennweite betrug 380mm. Wenn du dich auch für die Nachtfotografie interessierst, dann empfehlen wir dir unseren Nachtfotografie Artikel. In diesem erfährst du bis ins letzte Detail, was du beim Fotografieren mit wenig Licht alles so beachten solltest.

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