Am 01. Januar 2018 machten wir uns bereits gegen Mittag auf den Weg nach Prag. Der Silvesterabend war bei uns sehr entspannt und mit dem Wissen ein gigantisches Neujahrsfeuerwerk in Prag zu fotografieren, ließen wir zum Jahreswechsel die Kamera erst einmal in unserem Rucksack. Wir verbrachten den Abend lieber mit Freunden und einer Menge Essen. Bereits gegen 3 ging es dann ins Bett damit wir uns zusammen mit René von fwkart.de nach einem kleinen Frühstück gegen Mittag fit und ausgeschlafen auf den Weg in die tschechische Hauptstadt machen konnten. Durch die nun endlich komplett durchgängige Autobahn, waren wir bereits kurz vor 14 Uhr in Prag sodass wir uns erst einmal gemütlich einen Kaffee gönnten. Danach ging es direkt zum Letenské Park in dem das große Feuerwerk von  Makalu Fireworks abgefeuert werden sollte. Da René gute Kontakte zum Team von  Makalu Fireworks hatte, konnten wir uns in Ruhe den gesamten Abbrenner anschauen. Sofort fiel auf, dass uns ein gigantisches Spektakel erwarten würde. Die Aufbauten erstreckten sich auf knapp 300 Meter Breite und in verschiedenen Ebenen.

Nachdem wir uns alles in Ruhe angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg zum geplanten Fotostandpunkt. Durch die Kontakte mit den Feuerwerkern, bekamen wir die Möglichkeit aus einem Fenster der Charles Universität direkt gegenüber des Abbrenners zu Fotografieren. Anfänglich gab es ein paar Probleme beim Zutritt des Gebäudes. Nachdem sämtliche Presseleute und Fotografen vor Ort einen Platz auf der Terrasse des Schulgebäudes fanden, standen wir immer noch davor auf der Straße, weil uns der Zugang trotz Fotogenehmigung vom Pförtner verwehrt wurde. Erst als der Chef von Makalu Fireworks persönlich beim Pförtner erschien und ihn über die offizielle Genehmigung nochmals in Kenntnis setzte, konnten wir das Gebäude betreten. Der Pförtner machte nur seinen Job und wir verstanden es, das er natürlich nicht jeden ungeprüft Zutritt zum Gebäude geben konnte. Wir waren ja zum Glück zeitig genug da sodass wir uns anschließend sogar einen Platz aussuchen durften. Wir wählten einen Klassenraum im obersten Stockwerk mit direktem Blick über die Moldau auf die Čechův Brücke in Richtung Feuerwerk. Lediglich mit zwei weiteren Fotografen teilten wir uns dann insgesamt 6 große Fenster, an dem jeder einen gemütlichen Platz fand.

Ein nur sehr kleiner Teil des Feuerwerkes…

Nach drei Salutschüssen zur Ankündigung des Feuerwerks ging es dann los. Ein Feuerwerk wie wir es persönlich noch nicht gesehen haben erstrahlte über den gesamten Nachthimmel. Auf einer Breite von ca. 300 Meter wurden schätzungsweise 40.000 Euro in die Luft geschossen. Man mag von Feuerwerken halten was man will, aber wir fanden es einfach nur geil. Im Nachhinein erfuhren wir dass dieses Feuerwerk besonders groß und Eindrucksvoll war, um an die Hundertjährige Unabhängigkeit der Tschechischen Republik zu erinnern. Neben der eindrucksvollen Gestaltung des gesamten Feuerwerks, erinnerten einzelne Sequenzen an geschichtliche Ereignisse der Vergangenheit. Unter anderem wurden mehrmals die Farben der Tschechischen Flagge in den Himmel geschossen oder der Zusammenhalt symbolisiert.

Besonders Eindrucksvoll fanden wir aber die Darstellung der Bombardierung Prags durch die Nazis (Korrektur) Briten und Amerikaner im zweiten Weltkrieg. Nach Marschgeräuschen von Soldaten und dem pfeifen fallender Fliegerbomben, erlebten wir die eindrucksvollste und zugleich beängstigendste Explosion die wir je gesehen und auch gespürt haben. Um Bombeneinschläge zu symbolisieren, wurden zwei Explosionen ausgelöst die in Form riesiger Feuerbälle in den dunklen Nachthimmel über Prag aufstiegen. Die Feuerbälle waren so großem dass jeder für sich einen eigenen glühenden Feuerpilz bildete, der sich ca. 50 bis 60 Meter in die Höhe erstreckte. Zeitgleich zur Explosion spürten wir aus 350 Meter Entfernung die enorme Wärme im Gesicht. Knapp eine Sekunde später folgte dann der dumpfe Knall und eine eindrucksvolle Druckwelle welche selbst unsere sehr stabile aufgebauten Kameras zum vibrieren brachte. Selbst in unseren Haaren merkten wir die Druckwelle in Form eines Windstoßes. Auch an den knackenden Fensterrahmen unseres Klassenraumes nahm man die Druckwelle deutlich wahr.

Blick auf die beiden Feuerbälle aus ca. 350 Meter Entfernung welche knapp 60 Meter in die Luft schossen. Im unten eingebetteten Video kannst du diese Explosion ca. bei 3:45 min sehen.

Der Schrecken fallender Bomben wurde durch diese Darstellung mehr als deutlich. Schlagartig wurde einem bewusst, wie glücklich wir uns alle schätzen können in einem friedlichen Europa zu leben. Nach einem mega Finale mit vielen bunten Farben und teils sehr großen Effekten, war dann alles schon wieder vorbei. Überwältigt von den Eindrücken packten wir in Ruhe unser Equipment zusammen. Obwohl wir uns mit den neben uns stehenden Tschechischen Fotografen nicht unterhalten konnten, war allen anzusehen wie eindrucksvoll das Feuerwerk doch war. Wir sind zwar recht unregelmäßig bei solchen Ereignissen dabei, aber neben den erfahrenen Feuerwerksfotografen und Filmern, fanden auch wir das dieses Feuerwerk das schönste war welches wir je gesehen haben. Auch in der Tschechischen Presse wurde das Feuerwerk gelobt und von vielen als eines der schönsten weltweit bezeichnet. Nachdem sich die Menschenmengen auf den umliegenden Straßen langsam auflösten, machten wir uns auf den Weg zum Auto. Nach diesem genialen Abend war das bestimmt nicht das letzte mal das wir zum Neujahrestag nach Prag fahren.

René von fwkart.de machte von diesem genialen Feuerwerk ein Video welches wir euch unten eingebettet haben.

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