partielle Mondfinsternis über Dresden

7. Aug. 2017 | Fotoberichte | 8 Kommentare

Lesezeit ca. 3 Minuten

Manchmal läuft eine Fototour so reibungslos ab, dass es uns beim Ergebnis die Sprache verschlägt. 😀 In der Regel geht immer irgendetwas schief. Es stört ein Kran, das Gewitter zieht vorbei oder der anfangs noch wunderschöne Sonnenuntergang wird von Wolken verdeckt. Man ist es also langsam gewöhnt, dass das Foto nicht 100% so wird wie man es eigentlich vorhatte. Doch heute war ein Abend, an dem einfach alles perfekt war. Doch alles der Reihe nach!

Heute Mittag bekamen wir von einem Facebook User die Frage gestellt, ob wir denn heute die partielle Mondfinsternis fotografieren würden. Mondfinsternis? Gar nichts davon gehört. Schnell checkten wir Internetseiten die sich mit diesem Thema beschäftigen und tatsächlich, heute Abend sollte es eine partielle Mondfinsternis geben. Hierbei stehen Sonne, Erde und Mond etwa in einer Linie sodass der Mond teilweise in den Erdschatten eindringt und verdunkelt wird. Es gab heute nur ein kleines Problem. Denn die „maximale“ Bedeckung des Mondes fand vor dessen eigentlichen Aufgang am Horizont statt und war auch nur sehr gering. Vermutlich wurde deswegen kaum bzw. gar nicht in den Medien darüber berichtet. Deswegen waren unsere Erwartungen auch eher gering. Trotzdem suchten wir uns mittels diverser Karten inkl. Höhenangaben etc. vorsichtshalber einen geeigneten Fotostandpunkt von dem man schön auf den Mondaufgang schauen kann. Den Standpunkt suchten wir uns so heraus, dass der Mond direkt hinter der Stadt aufgeht. Er lag letztendlich erstaunliche 15km vom Dresdner Stadtzentrum entfernt! Das Wetter sollte zudem auch noch passen.

Gegen 19:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Fotostandpunkt der sogar schon zu Klipphausen gehörte. Damit man aus dieser großen Entfernung überhaupt noch etwas von der Stadt erkennen kann, schraubten wir unser 200mm  Objektiv  und den 2x Konverter auf die Kamera. Wir erreichten also eine Brennweite von 400mm. Die Stadt wurde nun ausreichend vergrößert. Da eine solche Brennweite logischer Weise alles vergrößert, haben wir auch den Mond mit 400mm extrem herangezoomt. Das Ergebnis ist dieser eindrucksvolle Effekt. Ein Vollmond geht während einer partielle Mondfinsternis über Dresden auf. Einfach perfekt! Deutlich ist der Erdschatten im unteren Bereich des Mondes zu erkennen. Da die Sonne erst seit kurzer Zeit untergegangen war, mussten wir nicht einmal 2 Belichtungen anfertigen, da die Umgebung noch hell genug war.

Es passiert nicht oft, aber bei diesem Foto ging alles glatt. Könnte öfter so laufen. 😀

8 Kommentare

  1. Wow, man muss auch mal Glück haben. Mal wieder ein echter Hammer. Ich bin zur Zeit in Dänemark und konnte den Mond wegen der vielen Wolken nicht mal sehen. 🙁

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  2. Wieso ist der Mond über Dresden nicht rund?

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  3. Hallo Claus,
    ja bei uns soll es heute auch zuziehen, daher hatten wir schon etwas Glück das die Sicht zum Mond frei war. 🙂

    @ John:
    Steht doch im Text. 🙂 Es fand eine partielle Mondfinsternis statt.

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  4. Wow, echt toll. Und ja, man muß auch mal Glück haben. 🙂 <3

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  5. Sehr gut gelungen! 😉 Darf man fragen, wo der genaue Standort für das Foto war?

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  6. Vielen Dank für eure Kommentare. 🙂

    @Sven: Das Foto entstand an der kleinen Landstraße zum Dörfchen Pegenau. Hier mal ein Link zu GoogleMaps.
    https://www.google.de/maps/@51.1151527,13.5479687,346m/data=!3m1!1e3

    Dort am besten schauen wo man sich hinstellt. Da hin und wieder ein Baum oder Busch im Weg steht. Das ganze lohnt sich aber nur mit mindestens 400mm Brennweite da man die Innenstadt mit dem bloßen Auge nur erahnen kann. 🙂

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  7. @DDpix: Danke für den Link, das muss ich mir mal anschauen. Ich bin immer an neuen Perspektiven interessiert. Das mit dem Mond ist natürlich der Knaller! Ich nehme an ihr meint 400mm an Vollformat? Da ich mit Nikon DX fotografiere, dürfte ich ja mit 300mm durchaus hinkommen ;).

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  8. Ja genau, unsere Canon hat Vollformat 🙂

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