Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre. Es war seit gefühlten Wochen endlich mal wieder richtig schön und keine einzige Wolke störte den Blick in den tiefblauen Winterhimmel. Die Temperaturen waren glücklicherweise noch recht kalt sodass der Schnee zumindest auf den ganzen Wiesen noch ein bisschen liegen blieb. Bereits am frühen Nachmittag entschlossen wir uns, mit der Kamera loszuziehen und zu schauen, welche schönen Motive uns diesmal so vor die Kamera kommen.

Zuerst ging es zur Windmühle nach Gohlis um dort die Mühle an einem schönen Wintertag zu fotografieren.Das Motiv gefiel uns zwar, aber in einer klaren Winternacht mit funkelnden Sternen würde alles noch viel spannender aussehen. Daher entschlossen wir uns, dort erst einmal kein Foto zu machen. Wir wollten vielmehr ein Motiv in die Tat umsetzen, was wir schon einige Zeit lang im Kopf hatten. Denn wenn man am Neustädter Elbufer in Höhe der Waldschlößchenbrücke mit viel Brennweite in Richtung Frauenkirche fotografiert, würde die Sonne rechts neben der Kuppel der Kirche untergehen. So sagte es zumindest unsere App mit welcher wir die Position der Sonne von jedem Standpunkt zu jeder Zeit anzeigen lassen können.

Als wir nach einigen Minuten einen geeigneten Standpunkt gefunden hatten, bauten wir Stativ und Kamera auf und machten ein paar Testfotos. Die Sonne strahlte schon flach am Horizont und wir waren uns ziemlich sicher, dass wir unser Wunschmotiv endlich umsetzen können. Doch am Ende kam alles etwas anders…

Kurz bevor die Sonne den Horizont erreichte, erkannten wir, dass sie nicht ein Stück rechts neben der Frauenkirche untergeht, sondern fast direkt dahinter. Wir wurden zufälliger Weise Zeuge unserer eigenen kleinen Sonnenfinsternis. Die Sonne näherte sich der Frauenkirche und tauchte alles in ein grelles goldenes Licht. Durch unsere 400mm Brennweite (Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM + Canon Extender EF 2x III) und der bis auf den Meter exakten Position der Kamera, hatten die Sonne und die Sandsteinkuppel der Frauenkirche fast die selbe Größe. Es fehlten nur noch Millimeter und sie hätte an der Kuppel vorbeigestrahlt. Durch die identische Größe, verschwand die Sonne allerdings wenige Sekunden direkt hinter der Frauenkirche und es wurde im Kamerasucher schnell recht dunkel. Kurze Zeit später tauchte sie dann rechts neben der Kuppel wieder auf und füllte alles mit hellem Licht aus.

Den Moment, als sich die Sonne direkt hinter der Sandsteinkuppel der Frauenkirche befand, zeigt unser heutiges Fotos. Ein weiterer grandioser Zufall war, dass wir uns auch aus dieser großen Entfernung von ca. 2,6km direkt Frontal vor der Kirche befanden. Man sieht deutlich, wie die Sonne durch die sich auf beiden Seiten befindlichen Fenster strahlte und diese förmlich zum glühen brachte. Viele unserer Motive planen wir ja bekanntlich, doch bei einem solchen Zufallstreffer ist Planung nicht möglich. Da uns das Wasser etwas zu „hart“ vorkam, haben wir es noch mit einer sanften Bewegungsunschärfe etwas weicher gemacht.

Da das Foto bei Facebook auch so gut ankam und einige gefragt haben, hier der Link zum Shop wo man das Bild beispielsweise auf Leinwand kaufen kann.

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