Die Glaskugel als Blickfang

30. Aug. 2009 | Blog, Fotowissen | 4 Kommentare


Lesezeit ca. 3 Minuten

Seit wir vor mehr als einem halben Jahr das Foto “Gekugeltes” in unsere Galerie geladen haben bekamen wir einige Anfragen wie wir das ganze genau gemacht haben und ob die Bildbearbeitung schwer war. Aus diesem Grund möchten wir Euch heute mal eine Anleitung geben. Das Prinzip ist denkbar einfach und hat nicht viel mit Bildbearbeitung zutun. Denn die Kugel auf dem Bild wurde nicht nachträglich ins Bild eingefügt sondern war tatsächlich vor Ort vorhanden.

Angefangen hat es damit dass wir eine Glaskugel bei Ebay endeckten. Sie hatte einen durchmesser von rund 8cm und war für unsere Ideen völlig ausreichend.  Suchst du ebenfalls eine Glaskugel so lohnt der Blick auf Ebay bestimmt. Auch die Suche nach dem Begriff „Kristallkugel“ bringt gute Ergebnisse.

Nach wenigen Tagen kam unsere Glaskugel per Post an. Nun wollten wir damit nicht in die Zukunft gucken sondern mal kreative „Glaskugelbilder“ schießen. Seit diesem Tag hatten wir unsere Kugel in einer alten Socke immer im Fotorucksack dabei. Und schon auf den ersten Fototouren kam uns eine gute Idee für den richtigen Einsatz der Kugel.

Als wir Fotos von der Dresdner Skyline zur blauen Stunde machten entschlossen wir uns auch mal die Kugel einzusetzen. Nach einer kurzen Suche für einen guten Standpunkt fanden wir eine Sandsteinmauer auf der wir die Kugel hinlegten. Da der Sandstein sehr rau war konnte die Kugel auch nicht wegrollen und blieb somit brav an ihrer Stelle. Nun haben wir die Kamera in Position gebracht. Wichtig ist, dass die Kugel auf dem späteren Bild scharf zu erkennen ist. Nur so sind auch die Details im Inneren der Kugel zu erkennen. Am besten schaltest du auf Autofokus ein und visierst die Kugel mittig an. Dann lässt du dem Autofokus seine Arbeit machen sodass er die Kugel scharfstellen kann. Oftmalls lohnt es sich die Kugel soweit es geht heran zu zoomen, somit fällt das Beurteilen der richtigen Schärfe um einiges leichter. Anschließend schaltest du auf manuellen Fokus und wählst deinen gewünschten Bildausschnitt. Nachdem du alle Einstellungen vorgenommen hast brauchst du nun einfach nur den Auslöser zu drücken.

Und was jetzt kommt ist Geschmacksache.

du wirst feststellen das das Inneren der Kugel durch die Brechung des Lichtes falsch herum steht. Wir haben uns somit entschieden die Kugel per Bildbearbeitung um 180° zu drehen. Ob dies nun richtig oder falsch ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Für uns persönlich wirkte das Bild mit gedrehter Kugel um einiges spannender. Hierfür haben wir die Kugel in einem Bildbearbeitungsprogramm ausgewählt und um 180° gedreht. Anschließend haben wir den Schatten im unteren Bereich der Kugel noch etwas korrigiert und die Kontraste angepasst. Mehr war nicht nötig und so entstand unser erstes Glaskugelbild.

Das fertige Foto sieht nun wie folgt aus:


4 Kommentare

  1. Klasse Foto. Wie weit war die Kamera von der Kugel entfernt?

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  2. Hallo Raymond,
    die Kugel war ca. 20cm von der Kamera entfernt. Also ziemlich nah dran…

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  3. Sehr schönes Foto 🙂 Wie wichtig ist bei solchen Fotos eigendlich ein Polarisationsfilter?

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  4. Hallo und einen schönen guten Tag!
    Ich habe mir jetzt eine Vollglaskugel besorgt, werde mal Fotos machen wie beschrieben, das Motiv in der Glaskugel soll klar sein, aber durch die Lichtbrechung ist das Motiv ja auf dem Kopf abgebildet. Ich habe gelesen, dann wird das Motiv in der Kugel gedreht, aber es ist doch ein Ganzesbild. wie und mit welchem Programm kann ich das machen?
    Gruß

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