Vor wenigen Tagen hatten wir bereits schon über das Aktivitätsmaximum der Perseiden berichtet, gestern versuchten wir dann unser Glück, ein paar Sternschnuppen zu fotografieren. Kurz nach 0 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Babisnauer Pappel. Wir wussten, dass wir von dort oben einen freien Blick auf den nördlichen Himmel hatten und dazu noch einige Stadtlichter am Horizont funkelten würden. Diese Stadtlichter und der sehr hell strahlende Mond machten leider einen großen Strich durch die Rechnung, viele Sternschnuppen zu sehen bzw. zu fotografieren. Denn für die meisten Sternschnuppen, war es schlicht und einfach zu hell am Himmel. Trotzdem stellten wir unsere Kamera auf das nah liegende Feld und visierten den nordöstlichen Himmel an. Wir wählten eine kleine Brennweite und bauten die Kamera hochkant auf das Stativ. So bekamen wir ein wenig Boden und sehr viel Himmel auf das Foto.

Die Kamera machte dann im Intervallmodus und einem Zeitraum von 00:51 Uhr bis 2:03 Uhr genau 248 Aufnahmen. Jedes Foto wurde mit einem ISO Wert von 500, einer Blende von f4,00 und eine Belichtungszeit von 16 Sekunden angefertigt. Die Brennweite lag bei 24mm. Während die Kamera „ihr Ding“ machte, unterhielten wir uns mit Freunden und schauten somit nicht pausenlos in den Himmel. So sahen wir an diesem Abend eher wenige Sternschnuppen, viele davon waren auch sehr schwach ausgeprägt bzw. durch den hellen Himmel nicht sonderlich gut sichtbar.

Perseiden

Die Kamera hielt aber die ganze Zeit drauf und somit konnten wir später am heimischen Rechner auf den 248 Aufnahmen, insgesamt 11 schöne Sternschnuppen entdecken. Diese 11 Aufnahmen legten wir dann mittels Photoshop auf ein Ausgangsbild und gaben allen Sternschnupenbildern den Ebenenmodus „Aufhellen“. So werden nur die hellen Bereich auf das Ausgangsbild übertragen. Damit die Sterne sich nicht doppeln, entfernten wir alle Bereiche bzw. Lichter welche nichts mit einer Sternschnuppe zutun haben aus den Einzelbildern. So konnten wir alle fotografierten Sternschnuppen auf einem Foto vereinen.

Für die Intervallfunktion nutzen wir zum ersten mal die noch nicht fertige Version von Magic Lantern für die Canon EOS 5D Mark III, diese gibt es hier zum Download. Bei uns funktionierte die Intervallfunktion nach kurzer Eingewöhnungsphase ohne Probleme und wir mussten somit keine externe Fernbedienung mit Intervallfunktion nutzen. Eine super Sache also!

Bei den Perseiden handelt es sich um Teile des auflösenden Kometen “109/Swift-Tuttle”, durch dessen Zugbahn sich die Erde jedes Jahr hindurch bewegt. Aller 133 Jahre kehrt der Komet in das innere Sonnensystem zurück und kann in dieser Zeit für über 100 Sternschnuppen pro Stunde sorgen. Der Komet hinterlässt eine Staubspur aus Millionen kleinen Kometenpartikeln. Durch jene Staubspur jagt die Erde in diesen Tagen mit ca. 30 Kilometern pro Sekunde hindurch. Tausende dieser Kometenteilchen prallten nun auf die Atmosphäre der Erde und verglühen am nächtlichen Himmel.

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