Vor einigen Tagen starteten wir zusammen mit René von FWK-ART.de ein neues Projekt, welches uns eine ganze Weile beschäftigen wird. Denn wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, alte historische Dresden Fotos mit neuen aktuellen Fotos zu vereinen. Hierbei wollen wir keine harten Kanten oder Schnitte durchführen, sondern die Bildinhalte in sanften Übergängen zwischen Alt und Neu verlaufen lassen. Unterstützt wurden wir im ersten Teil unserer Serie „Dresden damals & heute“ von der Deutschen Fotothek. Vielen lieben Dank noch einmal an das gesamte Team der Fotothek. Dass das Projekt schwer umzusetzen ist, haben wir vorher schon geahnt. Trotzdem versuchten wir die Motive absolut exakt und deckungsgleich nachzufotografieren. Hierbei mussten wir die damals verwendete Brennweite sowie die Kameraeinstellungen grob abschätzen um eine realistische aktuelle Aufnahme hinzubekommen. Teilweise standen wir fast eine Stunde an einem Standpunkt um den exakten Bildausschnitt zu wählen. Im Anschluss wurden die beiden Bilder mit Hilfe von Photoshop übereinander gelegt. An einigen Stellen mussten wir noch etwas entzerren bis die Aufnahmen wirklich deckungsgleich übereinander lagen.

Viele Stunden vergingen und es waren teilweise mehrere Versuche über verschiedene Tage notwendig um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Trotzdem gaben wir nicht auf und bauten Tag für Tag unsere aktuellen Fotos aus dem Jahre 2014 mit Aufnahmen zusammen, welche vor der Zerstörung Dresdens im Jahre 1945 fotografiert wurden. So entstanden Bilder, die eindrucksvoll zeigen, was sich in Dresden alles verändert hat oder was über 100 Jahre fast unverändert blieb. Begonnen haben wir mit einem Foto der Dresdner Frauenkirche (rechts) welches vermutlich aus den Dreißiger Jahren stammt. Im linken Bereich des Fotos befindet sich ein Ausschnitt der historischen Aufnahme (Deutsche Fotothek). Deutlich ist die enge Bebauung an der Münzgasse mit bürgerlichen Häusern vor der Zerstörung im zweiten Weltkrieg zu sehen. Die obere Laterne der Frauenkirche zeigt ebenfalls den historischen Stand. Die farbigen Bereiche des Fotos zeigen den heutigen Stand.

Frauenkirche

Dresden damals & heute…
Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Fotothek!

Das zweite Foto (links) zeigt den Blick über die Elbe auf die heutige Semperoper. Im rechten Teil der Aufnahme erstreckt sich der Turm des damaligen Staatlichen Fernheiz- und Elektrizitätswerkes in den Himmel (Deutsche Fotothek). Erbaut wurde das Kraftwerk, um 18 nahe liegende staatliche Gebäude mit Wärme und Energie zu versorgen. Vor dem Kraftwerk befand sich das „Hotel Bellevue“ an der Großen Packhofstraße. Beide Gebäude wurden am 13. Februar 1945 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute befindet sich an dieser Stelle der Sächsische Landtag. Im linken Bereich ist ein Teil der Augustusbrücke zu erkennen.

Semperoper

Bei unserem dritten Motiv richteten wir die Kamera auf den Dresdner Hauptbahnhof. Dieser hat sich im Laufe der Jahre nur wenig verändert und wurde nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg in seinem ursprünglichen Zustand wieder aufgebaut. Der linke Bereich des Fotos zeigt den Hauptbahnhof aus den frühen 30er Jahren, rechts ist wieder der heutige Stand zu sehen. Die Straßen im Vordergrund haben sich vollkommen verändert, der Hauptbahnhof selbst scheint aber noch so wie damals zu existieren.

Hauptbahnhof

Das vierte Bild zeigt den Innenhof des weltberühmten Dresdner Zwingers. Dieser hat sich über die Jahre nur wenig verändert. Lediglich der Zwingergarten mit seiner grünen Bepflanzung musste in den 20er Jahren den Springbrunnen weichen. Das historische Foto stammt also aus einer Zeit danach (Deutsche Fotothek). Im Hintergrund erstreckt sich die bereits schon im Jahre 1351 erbaute Sophienkirche in den Dresdner Himmel. Das Bauwerk war ursprünglich viel kleiner und wurde über die Jahrhunderte immer weiter ausgebaut. Am 13. Februar 1945 wurde die Kirche ebenfalls sehr stark beschädigt und brannte vollständig aus. Aufgrund der finanziellen Notlage entschied man sich, die Kirche nicht wieder aufzubauen bzw. innstandzusetzen. Der darauffolgende Winter gab dem maroden Bauwerk den Rest, sodass die Kirche knapp ein Jahr nach ihrer Zerstörung teilweise in sich zusammen fiel. Die Ruine stand dann bis Mitte der 60er Jahre, bevor sie vollständig abgerissen und beseitigt wurde.

Zwinger

In Zukunft werden wir zusammen mit FWK-ART.de weitere Teile dieser Serie veröffentlichen. Hierbei werden wir von weiteren Bibliotheken und Archiven unterstützt, ihr könnt also auf die folgenden Fotos gespannt sein.

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