Gestern machten wir uns nach einem Hinweis unseres Feuerwerkexperten Rene gegen 20 Uhr auf den Weg in die Sächsische Schweiz. Genauer gesagt ging es in die Bastei , dort sollte es ein Feuerwerk zur Sonnenwendfeier geben. Die Informationen die wir zum Feuerwerk und dem Standort des Abbrenners herausfinden konnten waren diesmal jedoch sehr spärlich. Wir wussten lediglich dass es ein Feuerwerk irgendwo im Umkreis des Panoramahotels der Sächsischen Schweiz geben sollte. Die Veranstaltung sollte um ca. 22 Uhr zu Ende sein so das dass Feuerwerk auch um diese Zeit stattfinden musste. Auch wenn wir schon viele Feuerwerke hier gezeigt haben, so entschlossen wir uns auch diese Feuerwerk zu fotografieren da es so etwas in der traumhaften Umgebung der sächsischen Schweiz sehr selten gibt.

Da wir absolut keine Ahnung hatten wo und wie man auf der Bastei ein Höhenfeurerwerk veranstalten will, entschlossen wir uns den Standpunkt auf einem abgelegenen Felsvorsprung gegenüber des Panoramahotels aufzusuchen den wir im vergangen Winter mühsam und mit Halsbrecherischen Aktionen finden konnten. Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch fanden wir diesen Ort schließlich wieder und machten es uns gemütlich denn wir hatten noch jede Menge Zeit. Es war noch hell und wir legten schon mal die von Lars besorgten Knicklichter an den Kanten des Felsen auf um den bei Dunkelheit nicht mehr zu erkennenden Abgrund etwas deutlicher hervorzuheben und zu „sichern“.

Nun genossen wir den Ausblick und sahen zu wie es langsam dunkler wurde. Eine positive und zugleich spannende Abwechslung bot uns dabei die Felsenbühne Rathen. Dort lief gerade die Theatervorführung „Der Freischütz“ welche wir aus ca. 150m Höhe über der Felsenbühne mit anschauen konnten. Die Leute waren zwar klein aber doch recht gut zu erkennen sowie zu hören. Die Atmosphäre war jedoch etwas gruselig, wie die von uns heimlich beobachteten Darsteller in Mittelalterlichen Gewändern Sektenartig und mit beschwörenden Gesängen um ein Feuer liefen. Das Bild zeigt keine Modelllandschaft sondern den Blickwinkel wie wir ihn ca. 30cm vor der Felskante sitzend sehen konnten. Die Vorstellung dauerte knapp 1,5h und es war schon eine spannende Abwechslung.

Als das Theaterstück zu Ende war, brach die Nacht fast vollständig über uns ein. Nun machten wir uns flink an die Arbeit um alle Knicklichter zu knicken und wild umher zu schütteln damit sie hell leuchtend ihre Aufgabe erfüllen konnten. Nachdem die Arbeit getan war vertrieben wir uns die Zeit mit dem fotografieren von lustigen Geisterbildern. Wir konnten bis jetzt immer noch kein Feuerwerk oder dessen Abbrenner welcher ja sonst immer gut zu erkennen war ausfindig machen und bezweifelten  schon fast das es ein Feuerwerk geben wird. Wir versuchten zu verstehen wo man an diesem Ort ein Feuerwerk zünden will da doch alles recht klein und schwer zugänglich war.

Um ca. 22:30 Uhr hörten wir dann den ersten knall. Schnell mussten wir jedoch feststellen dass wir diesmal unseren Fotostandpunkt komplett falsch gewählt hatten. Das Feuerwerk wurde anders als von uns erwartet nicht nahe des Panoramahotels auf der Bastei gezündet sondern irgendwo hinter den Felsen an der Elbe. Der Schall der Explosionen brauchte ca. 2,5 bis 3 Sekunden bis zu uns, wonach das Feuerwerk ungefähr 1km entfernt sein musste, dies hatten wir überhaupt nicht eingeplant. Die Explosionen befanden sich genau in unserer Augenhöhe und es waren auch sehr schöne und große Bomben zu sehen, dennoch entstanden weder von uns noch von Lars brauchbare Bilder. Das ganze Feuerwerk fand genau von dem uns denkbar ungünstigsten Platz statt. Jeder andere Standpunkt were auf jeden Fall besser gewesen.

Wir schauten uns am Ende also ein halb zu erkennendes Feuerwerk an bei dem keinerlei Foto oder Videomaterial zu verwenden war. Am Ende war es trotzdem wieder ein schöner gemütlicher Abend wie man ihn nur  aus erster Hand erleben kann und an den man sich noch lange erinnern wird.

Nach dem einsammeln der Knicklichter die uns dann als stylische Schuhbeleuchtung dienten ging es nun in völliger Dunkelheit  wieder 15 Minuten quer durch den Wald zurück zum Auto. Da wir jedoch alle mit Leistungsstarken LED Taschenlampen ausgestattet sind war das überhaupt kein Problem und für uns auch nicht sehr gruselig auch wenn es gelegentlich mal im Wald raschelte oder wir uns auch mal schaurige Geschichten erzählten während wir durch den komplett schwarzen Wald liefen.

Schlussendlich war es wieder ein spannende und schöner Abend der sich auf jeden Fall gelohnt und echt Spaß gemacht hat.

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