Am Abend des 20. Juni konnten wir einen ganz besonderen Mondaufgang beobachten. Der sogenannte Erdbeermond ist nur ca. alle 50-70 Jahre zu sehen. Doch der Mondaufgang trägt diesen Namen nicht wegen seiner roten Färbung, denn diese ist nicht anders als sonst. Der Name stammt vielmehr von den Ureinwohnern Nordamerikas, die den besonderen Mondaufgang in der Nacht zur Sommersonnenwende als Startschuss der Erdbeerzeit sahen. Da in der kürzesten Nacht des Jahres sehr selten auch ein Vollmond aufgeht, ist dieses Himmelsereignis etwas Besonderes. Mit einer besonders roten Färbung hat das nichts zu tun. Leider haben diverse Medien behauptet, dass an jenem Abend ein sehr roter Blutmond aufgehen wird. Viele meldeten sich daher bei uns in den Kommentaren bei Facebook und waren eher enttäuscht, dass bei ihnen der Mond nicht rot leuchtete. Da es sich eigentlich um einen normalen Aufgang eines Vollmondes gehandelt hat, gab es auch keine besonders rote Färbung. Lediglich direkt zum Mondaufgang, als der Erdtrabant sich nah am Horizont befand, war die Färbung auf Grund der dichteren Atmosphäre rötlicher. Sobald der Mond dann höher am Horizont stand, leuchtete er heller und weißer. Durch die kurze Nacht, stieg er aber nicht sehr hoch und wirkte so optisch etwas größer als sonst. Der nächste Erdbeermond findet übrigens 2062 statt.

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Erfahren haben wir von diesem Spektakel erst im Laufe des Tages. Nachdem wir ein paar mögliche Perspektiven ausloteten, von wo man den Mondaufgang am besten sehen könnte, fiel die Wahl am Ende auf das Elbufer in Dresden Laubegast. Von dort aus hatten wir einen guten Blick auf das Schloss Pillnitz und konnten sogar den Gohrisch und die Festung Königstein mit ins Bild einbauen. Laut ermittelter Position würde der Mond links neben dem Schloss Pillnitz aufgehen. Wir positionierten unsere Kamera also so, dass wir noch etwas Spielraum hatten um den Bildausschnitt im Notfall noch etwas zu verändern. Einige Minuten nach dem Mondaufgang war der Mond durch den recht diesigen Horizont noch nicht zu sehen. Doch kurze Zeit später konnte man ihn dann erahnen. Je höher er aufging, umso deutlicher wurde der Erbeermond. Durch die Verwendung unseres Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM mit aufgeschraubten Canon Extender EF 2x III kamen wir auf eine Brennweite von 400mm und fotografierten somit den aufgehenden Mond mit sehr viel Brennweite. Der Effekt von viel Brennweite zeigte sich auch wieder am optischen Zusammenrücken von Vorder- und Hintergrund. Denn der Gohrisch und die Festung Königstein sind deutlich im Foto zu sehen.

Da der Zeitpunkt der Aufnahme ziemlich genau auf die blaue Stunde fiel, war der Mond auch nicht überstrahlt. Wir mussten lediglich die Lichter ein bisschen runter drehen und alles hat gepasst. Ein perfekter Mondaufgang zum Fotografieren. :)

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