Die Rampische Straße im Zentrum der Dresdner Altstadt, ist eine Straße mit langer Geschichte. Sie liegt in der inneren Altstadt und verläuft vom Polizeipräsidium bis hin zum Neumarkt. In der Nacht des 13. Februar 1945 wurde auch die Rampische Straße auf Grund der Luftangriffe vollständig ruiniert. Die Ruinen wurden in den 50er und 60er Jahren beräumt sodass diese wunderschöne Straße einige Zeit lang nicht mehr existierte. Mit dem Aufbau des Dresdner Neumarktes und der Frauenkirche, erlangte aber auch die Rampische Straße nach und nach wieder ihre historische Bedeutung zurück und wurde mühevoll wieder aufgebaut. Zeit für ein neues Foto. 🙂

Am vergangenen Donnerstagabend nahmen wir uns vor, die schöne Straße mal zu fotografieren. Es war mal wieder einer der milden Sommerabende, wie es sie in den letzten Wochen so häufig gab. Die Temperaturen lagen noch bei angenehmen 25°C und am Himmel waren keine einzigen Wolken zu sehen. Um uns einen Überblick über mögliche Fotomotive zu verschaffen, waren wir schon ziemlich zeitig in der Stadt und genossen das tolle Wetter. Bereits eine Stunde vor Sonnenuntergang parkten wir das Auto direkt auf dem großen Parkplatz am Polizeipräsidium. Danach schauten wir in aller Ruhe, wie wir das Bild gestalten und auf welche Dinge wir achten mussten. Sofort war klar, dass wir dieses Foto mit unserem Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM Weitwinkelobjektiv fotografieren müssen. Denn die Bebauung in diesem Bereich ist ziemlich eng und man bekommt nur alles aufs Foto, wenn man genügend Weitwinkel zur Verfügung hat..

Nachdem wir einen schönen Bildausschnitt gefunden hatten, bauten wir unsere Kamera auf und warteten auf das richtige Licht. Der Himmel war noch sehr hell und die Straßenbeleuchtung war auch noch nicht eingeschaltet. Nun hieß es also warten auf die Blaue Stunde. Während wir warteten, bemerkten wir, dass sehr viele Auto mitten durch den Bildausschnitt fuhren. Auch Fußgänger waren an diesem Abend sehr viele unterwegs. Wir versuchten nun, durch viele Einzelfotos, eine Belichtungsreihe ohne störende Autos und Fußgänger zu fotografieren. Das war gar nicht so einfach wie gedacht. Um 21:46 Uhr hatten wir schließlich alle unsere Fotos im Kasten. Lustig war, dass viele Autofahrer gewunken haben als sie direkt auf unsere Kamera zufuhren. 😀

Durch die vielen unterschiedlichen Lichtbedingungen erkannten wir schon vor Ort, dass für dieses Foto eine Belichtungsreihe notwendig war. Damit wir genügend Spielraum bei der anschließenden Bildbearbeitung hatten, fotografierten wir eine Belichtungsreihe die aus 8 Einzelaufnahmen bestand. Begonnen haben wir mit 1 Sekunde, diese verlängerten wir dann immer um eine weitere Sekunde sodass wir letztendlich das letzte Foto mit 8 Sekunden Belichtungszeit aufnahmen. Die Blende stellten wir bei allen Fotos auf den Wert f 8.00. Der ISO-Wert lag bei 100 und die Brennweite bei 35mm.

In Photoshop luden wir dann alle 8 Aufnahmen in eine neue Datei und erstellten aus diesen dann ein DRI. Hierbei handelt es sich quasi um ein HDR, bei dem man sich aber gezielt nur um die Lichter einer Aufnahme kümmert. Ziel war es, die hellen Bereiche des Fotos so abzudunkeln, dass diese nicht mehr überstrahlt sind und ein gleichmäßig belichtetes Foto entsteht. Dabei muss man ständig schauen, dass man es mit der Bearbeitung und dem „glattbügeln“ der Kontraste nicht übertreibt. Denn die Belichtungsreihe soll ja noch nach einem Blaue Stunde Foto aussehen.

Nachdem die überstrahlten Bereiche des Fotos korrigiert waren, passten wir noch etwas die Farben und Kontraste an und entzerrten das Foto. Da wir bereits bei der Aufnahme vor Ort aber auf eine gerade ausgerichtete Kamera geachtet haben, war dies schnell erledigt. Wir hoffen, das Foto von der Rampischen Straße gefällt euch.

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