Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit, 15 der weltbesten Piloten traten im Wettkampf gegeneinander an. Der wohl spektakulärste Motorsport der Welt kam nach 4 Jahren endlich wieder nach Deutschland. Geschwindigkeiten von bis zu 400km/h, Beschleunigungskräfte die teilweise 12G betragen, atemberaubende Kurse in einzigartiger Umgebung, all das vereint in einem Event – dem RedBull AirRace 2010 auf dem Eurospeedway Lausitz! Um dieses Rennen in der Luft überhaupt stattfinden zu lassen war ein gigantischer logistischer Aufwand nötig. So wurden ca. 380 Tonnen Fracht in 210 Container verteilt auf 7 Boeing 747 Frachtflugzeugen nach Berlin geflogen um dort mit ca. 400 LKW Ladungen zum Lausitzring transportiert zu werden. In nur wenigen Tagen wurden dann die AirGates sowie der eigene Kontrolltower und sämtliche anderen Installationen wie Sound und Bildtechnik auf dem Gelände aufgebaut.

[hinweis]Nach einigen Informationen wurde uns mitgeteilt dass das veröffentlichen von Fotos und Videos sowie Tonmaterialien des RedBull AirRaces untersagt ist. Aus diesem Grund zeigen wir hier keine Bilder sowie Videos von diesem Wochenende. Für uns ist das ganze völlig unverständlich denn warum sollte man anderen Leuten nicht zeigen wie schön es war? Vielen Dank für Euer Verständnis.[/hinweis]

Rund 10.000 Speisen sorgten dabei für das leibliche wohl aller Mitarbeiter und rund 15km Kabel wurden auf dem gesamten AirRace Areal verlegt. Das Event schauten am Ende knapp 118.000 Menschen an. Für Leute die nicht dabei sein konnten, sorgten 40 Kameras für die Übertragung bzw. Aufzeichnung. Neben einigen Strecken, Inbord und Onboardkamers sorgte ein Kamerahubschrauber der über der Strecke flog für einen Spektakulären Anblick in Augenhöhe der Piloten. Für die Sicherheit der Zuschauer waren bis zu 800 Sicherheitsleute zuständig.

Am 7. und 8. August traten 15 der weltbesten Piloten von den die meisten ehemalige Kampfjet oder Kunstflugpiloten waren mit ihren Teams gegeneinander an. Dabei hatten sie die Zeit ständig im Nacken! Mit perfekter Kontrolle und unglaublicher Präzession jagten die Flugzeuge mit mehr als 300km/h über die durch Air Gates abgesteckte Rennstrecke. Seit 3 Jahren fand das Rennen zum ersten mal wieder über festen Boden statt. Somit erforderte der Kurs den Piloten neben hoher Konzentration und fliegerischer Präzession auch eine hohe körperliche Belastbarkeit ab. Da die beiden weiteren Events in diesem Jahr abgesagt wurden fand am Lausitzring das Finale und somit der letzte Kampf um den Weltmeisterschaftstitel im Jahr 2010 statt. Wir drei waren an diesen beiden Tagen live dabei und möchten nun über dieses unvergessliche Erlebnis berichten.

Bereits am Freitagabend machten wir uns auf den Weg nach Senftenberg. Auf dem Campingplatz am Senftenberger See haben wir ein schönes Wochenende verbracht mit allem was man beim Camping eben so tut. Bereits auf der Autobahn hat es stark geregnet. Unsere Hoffnungen dass es bis zum Samstag besser werden könnte blieben leider unerfüllt. So machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück gegen Samstagmittag auf zum Lausitzring wo das Rennen stattfinden sollte.

durch den andauernden Regen waren eher wenige Besucher bei der Qualifikation dabei. Mit etwas Verzögerung im Zeitplan starteten die ersten Flugzeuge und flogen sich ein. Tief über dem Boden kamen die Piloten in den Lausitzring eingeflogen und absolvierten die durch AirGates abgesteckte Strecke. durch die tief stehenden Wolken, den starken Regen und mäßigen Windböen in denen die Piloten flogen, wurde die Qualifikation 2x abgebrochen und schlussendlich konnten nur 7 von 15 Piloten daran teilnehmen, gegen 17 Uhr wurde die Qualifikation dann aus Sicherheitsgründen komplett abgebrochen.

Leider war das Wetter an diesem Tag ganz und gar nicht auf unserer Seite. Bis auf die Knochen durchgeweicht gingen alle Besucher zu ihren Autos zurück. Schlimm war dies nicht denn die Laune war immer noch Top und am nächsten Tag sollte uns ein sehr schöner sonniger Tag erwarten.

Per UMTS Internet checkten wir bereits am Samstagabend ständig das Wetter für den nächsten Tag. Dabei brutzelten leckere Steaks und Bratwürste auf dem Grill und wir machten es uns mit Tee und Kaffee unter einem vollständig mit Planen abgedeckten Plätzchen neben einem Lagerfeuer gemütlich. durch so ein „bisschen“ Regen ließen wir uns auf keinen Fall die Laune verderben. Uns war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt dass ganz Sachsen mal wieder im Hochwasser Chaos versinkt. Auch die Regenfälle bei uns waren relativ heftig. Trotz allem ging es sogar runter an den See um einige Fotos zu schießen, dazu wird es bald noch einen Blog Artikel geben.

Mitten in der Nacht hörte es dann endlich auf zu regnen und zum Frühstück gegen 9 Uhr war teilweise sogar der blaue Himmel wieder zu sehen. Sollte die Wettervorhersage tatsächlich Recht behalten? Denn das Handy zeigte uns für den Sonntag eine Vorhersage von 27°C und leichter Bewölkung an, dies konnten wir am Samstag noch nicht so Recht glauben. Doch es kam genau so wie es auf dem Handy stand. Bei knappen 27°C und nur wenigen Wolken konnten wir den zweiten Renntag am Lausitzring vollständig genießen. Sogar die Veranstalter haben sich dazu entschieden die Qualifikation an diesem Tag noch einmal vollständig zu wiederholen. So hatten wir die Möglichkeit rund 400 Fotos zu schießen. Ebenfalls ist es allen Zuschauern möglich die am Qualifikationssamstag im Regen saßen einen Teil der Ticketpreis zurück zu bekommen.

Zwischen den einzelnen Flügen wurden uns spektakuläre Shows geboten. Unter anderem gab es eine Flugshow mit dem Hubschrauber BO105 der die physikalischen Grenzen überschritt und kunstvolle Manöver flog und sogar mehrere Überschläge und Loopings über den staunenden Köpfen der Zuschauer absolvierte. Dann startete der Japaner Yoshihide Muroya von dem der Moderator am Lausitzring bereits vorher gesprochen hat. Dieser Pilot hat es teilweise mit der Genauigkeit nicht so ernst gesehen und so wurden die Zuschauer vorgewarnt das in diesem Zeitrennen mit großer Sicherheit ein AirGate fallen wird. Gesagt, getan! Das dachte sich anscheinend der Japanische Pilot, als er kurz nach dem Einflug in die Rennstrecke ein Gate streifte welches kurz darauf in sich zusammen fiel. Nun waren die Airgators gefragt. Sie hatten die Aufgabe, beschädigte Gates schnell wieder aufzubauen. Unter den 3 Teams gab es einen kleinen Wettkampf wer denn so ein AirGate am schnellsten aufbaut. Also raste das für dieses AirGate zuständige Team herbei und reparierte das beschädigte Airgate in wenigen Minuten wobei durch Reißverschlüsse zwischen den einzelnen Segmenten aus denen so ein Airgate bestand nur das beschädigte Teil ausgetauscht werden kann.

Die Sonne brannte den ganzen Tag vom Himmel und somit fanden die Flüge nacheinander statt. Nachdem die 15 Piloten die es in die Zeitrennen geschafft haben um die Top12 und Top8 kämpften startete das duell um die Top4 welches der Pilot Hannes Arch gewann. Weltmeister in der AirRace Saison 2010 wurde Paul Bonhomme.

Dabei schossen wir nur gelegentlich Fotos um auch mal die Rennen sowie den sehr geilen Sound der Maschinen ungestört zu genießen. Da das Rennen wie gesagt auf dem EuroSpeedway Lausitz stattfand, gab es rund um die Rennstrecke Hohe Fangzäune um die Besucher vor Trümmerteilen bei stattfindenden Autorennen zu schützen. Leider störten diese Zäune beim fotografieren sowie bei filmen enorm. Doch damit mussten wir leben, denn beim Lausitzring handelt es sich nun mal um eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke.

Nachdem wir es dann durch die auftretenden Staus zurück nach Senftenberg geschafft haben ließen wir dieses Wochenende bei einem gemütlichen Kaffee ausklingen. Da uns dieses Event allen 3 sowie den anderen Begleitern so viel Spaß gemacht hat versuchen wir auch beim nächsten mal wieder dabei zu sein wenn das RedBull AirRace 2012 wieder in Deutschland ist und es heißt

„You’re clear into the track. Smoke on!“

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