Sonnenaufgang mit Blick auf die Dresdner Skyline

12. Jan. 2020 | Fotoberichte | 4 Kommentare

Lesezeit ca. 5 Minuten

Manchmal gibt es Momente, da passt einfach alles. An einem Januarmorgen vor ein paar Tagen war wieder so ein Moment an dem wir den perfekten Sonnenaufgang mit Blick auf die Dresdner Skyline genießen konnten. Wir haben uns für 2020 vorgenommen, die Kamera wenn möglich immer mit dabei zu haben. Lieber einmal zu oft mit eingepackt als einmal zu wenig. So war es auch am vergangenen Montag.

Anfangs ein grauer Tag

Bei regnerischen und kühlen ungemütlichen 4 Grad, machten wir uns auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit. Es war noch komplett dunkel und einer dieser eher ungemütlichen Tage, an denen es einfach nix zu fotografieren gab. So dachten wir zumindest, denn zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht erahnen das es wieder einen dieser besonderen Sonnenaufgänge über Dresden geben wird.

Nachdem wir gegen 7:30 Uhr auf Arbeit angekommen waren, sollte die Sonne etwa 36 Minuten später aufgehen. Durch die dicke Wolkendecke war es noch ziemlich dunkel und wir waren auf den Weg in die Tiefgarage. Dabei konnten wir einen kurzen Blick in Richtung Osten werfen und konnten eine sanfte rote Färbung am Horizont erkennen.

Doch nicht so grau?

Im Büro angekommen, wollten wir uns noch einmal vergewissern nichts zu verpassen und checkten ein paar Dresdner Webcams. Dort konnten wir dann erkennen, dass ein schmaler Streifen am Horizont klar ist und die Wolken von der aufgehenden Sonne bereits etwas angeleuchtet wurden. Die Rotfärbung wurde immer intensiver und wir entschieden uns umgehend noch mal in die Stadt zur Marienbrücke zu fahren. Dank Gleitzeit bei uns auf Arbeit stellte das auch kein Problem dar, so lange wir bis 9 Uhr auf Arbeit sind passte alles.

Wir begaben uns also zurück zum Auto und fuhren zügig zurück zur Marienbrücke. Nach dem das Auto geparkt war, liefen wir zügigen Schrittes auf die Brücke. Anfangs konnte man noch nicht so viel erkennen da das Kongress Centrum noch den Blick auf den Horizont verdeckte. Von dort aus sah es eher unspektakulär aus und von einem dramatischen knalligen Sonnenaufgang war noch gar nicht so viel zu sehen.

Wow, was für ein Sonnenaufgang!

Das änderte sich aber schnell als wir auf der Brücke waren und Richtung Elbe liefen. Sobald das Kongress Centrum den Blick freigegeben hatte, wussten wir sofort dass dieser Sonnenaufgang wieder einer der eindrucksvollen Sonnenaufgänge wird und dieses Mal hatten wir unsere Kamera mit dabei.

Nachdem die Kamera und das Stativ aufgebaut waren, war die Stimmung eigentlich schon perfekt. Leider setzte zu diesem Zeitpunkt ein mäßiger Nieselregen ein. Durch den dazukommenden Wind landeten sehr viele Tropfen direkt auf der Frontlinse unseres Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektivs. Wir mussten uns also schnell etwas einfallen lassen dieses Problem möglichst unkompliziert zu lösen und kamen schließlich zu dem Entschluss einfach das Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM  Teleobjektiv auf unsere Canon EOS R zu schrauben. Die Gegenlichtblende dieses Objektives war deutlich länger und schirmte somit die meisten Regentropfen der Frontlinse ab.

Die Kameraeinstellungen

Die Brennweite wollten wir auf etwa 70mm einstellen und konnten dies also auch mit dem Teleobjektiv umsetzen. Nachdem das nun gelöst war, machten wir fleißig ein paar Fotos. Mit ISO 100 und Blende f 8.0 fertigten wir die üblichen Belichtungsreihen an. Von einem knalligen orangenen Himmel mit aufgewühlten Wolken gingen die Farben über blau, violett und orange bis ins gelb. Die aufgehende Sonne stieg immer weiter über den Horizont und glättete so die gesamte Lichtstimmung etwas.

Da das Gegenlicht im Vergleich zur relativ dunklen Stadt ziemlich hell war, fertigten wir auch hier vorsichtshalber wieder eine Belichtungsreihe an um später notfalls die Stadt ohne Probleme etwas aufhellen zu können.

Sonnenaufgang mit Blick auf die Dresdner Skyline

Der Regenbogen

Als wir ein paar Bilder im Kasten hatten nahmen wir einen wunderschönen Regenbogen hinter uns wahr. Durch den immer noch anhaltenden Nieselregen wurde dieser von der aufgehenden Sonne gebildet und sah sehr intensiv aus. Leider setzte der Regen ein paar Minuten zu spät ein. Wäre er zu diesem Zeitpunkt bereits über der Innenstadt gewesen, hätten wir den Regenbogen noch mit im Bild gehabt. Das wäre dann ein wahrlich perfektes Foto geworden.

Lieber immer die Kamera einpacken

Mit dem nun immer schwächer werdenden Sonnenaufgang waren wir aber auch sehr zufrieden. Ein paar Minuten später war die Sonne dann so weit aufgegangen, dass die gesamte Stimmung genauso schnell wieder vorbei war wie sie begonnen hatte. Wir packten also wieder alles ein und fuhren zurück ins Büro.

Im Büro angekommen stellten wir erst einmal den geöffneten Fotorucksack auf, um die Kamera und Objektive etwas trocknen zu lassen. Dieser Morgen hat mal wieder gezeigt, dass es sich immer lohnt seine Ausrüstung Griffbereit dabei zu haben. Obwohl es augenscheinlich ein ziemlich trister, grauer und nasser Tag werden sollte überraschte uns Mutter Natur dann doch mit so einem gigantischen Sonnenaufgang mit Blick auf die Dresdner Skyline.

Die Kamera ist also in Zukunft öfter einfach mal mit dabei.

4 Kommentare

  1. Wow, wirklich sehr gelungen. Ich liebe Eindrücke die einen mitnehmen und ein wenig träumen lassen. Danke für die tollen Fotos, hier auf deinem Blog!

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    • Vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob zum Bild!

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  2. Wieder sehr schön gelungen, selbst die Stadt ist klasse und konturenreich zu sehen, trotz Gegenlicht. Belichtungsreihen sind doch was Feines 🙂 Toll, dass es bei euch auch trotz der Arbeit klappt, mal schnell ein paar Fotos zu schießen. Ich frage mich immer, woher ihr so zielsicher wisst, wo ihr welche Fotos machen müsst, z.B. genau zu wissen, bis wo ihr auf die Brücke müsst usw. Aber gut, dass es so ist und dass ihr wieder hier berichtet. Danke!!!
    Gruß aus Hamburg

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    • Danke Claus für deine regelmäßigen Kommentare hier! Freut uns wirklich serh!

      Was man nicht sieht, sind die vielen male, an denen wir vergeblich zu einem Fotostandort “hetzen”. 🙂 In den meisten Fällen waren wir schon vorher an diesem Standort und haben die Motividee immer im Hinterkopf. Wenn dann das Wetter mitspielt, an Ort X ein Regenbogen auftaucht oder an Ort Y ein toller Sonnenaufgang zu sehen ist, dann klappern wir im Kopf die möglichen Orte an denen wir schon waren ab und überlegen ob das passen könnte. Manchmal haben wir Glück und es entstehen solche Fotos. Oft sieht das Foto dann aber noch nicht so schön aus und wir packen wieder zusammen. Aber genau dass macht das Hobby so spannend.

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