Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden liegt nordwestlich des Elbsandsteingebirges sowie am Übergang vom Ober- zum Mittellauf der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung. Die Stadt hat ca. 529.000 Einwohner (Stand: Dezember 2011) und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 328.31km². Dresden zählt unter anderen zu den schönsten Städten Europas und ist durch seine barocken Sandsteingebäude weltweit bekannt. Weiterhin trägt sie den ehrenvollen Titel der beliebtesten Stadt in Mitteldeutschland.

Ob der weltgrößte Sandsteinbau, die Frauenkirche, die mit der größten freitragenden Steinkuppel nördlich der Alpen über den Dächern der Stadt thront, oder die weltberühmte Semperoper die durch einzigartige Konzerte Bekanntheit erlangte, bis hin zum unverwechselbaren Dresdner Zwinger. All diese Gebäude sorgen für den Glanz dieser Stadt. Dresden verfügt weiterhin über eine große Anzahl von Kunst und Kultursammlungen. So zählt das Grüne Gewölbe, das die historische Museum-Sammlung der früheren Schatzkammer der Wettiner Fürsten von der Renaissance bis hin zum Klassizismus zeigt, oder die Rüstkammer, die Porzellansammlung, der Mathematisch-Physikalische Salon, die Galerie neue Meister und vieles mehr zu den eindrucksvollen Sammlungen dieser Stadt.

Auch das Dresdner Umland zeichnet sich durch seine einzigartige Schönheit aus. So sorgt die Elbe im Laufe der letzten Millionen Jahre für die zerwaschenen Felslandschaften im Elbsandsteingebirge und bildete die unverwechselbaren Formationen der Sächsischen Schweiz. Der Fluss, auf dem unter anderem die älteste und größte Raddampferflotte der Welt unterwegs ist, hat seine Quelle im tschechischen Riesengebirge. Rund um die Elbe befinden sich hoch über dem Strom eine Anzahl von historischen Burgen und Festungen wie unter anderem die Festung Königstein oder die Burg Stolpen. Auch mit modernen Sehenswürdigkeiten kann die Stadt dienen. So wurde die Dresdner VW Manufaktur durch die gläserne Bauweise und dem Standort direkt in der Innenstadt berühmt. Das Kugelhaus sowie die Synagoge oder das World Trade Center und kürzlich erbaute Centrum Galerie spiegeln das neue Dresden wieder.

Die Dresdner Geschichte

Dresden, eine Stadt mit langer Geschichte. Bereits vor vielen Jahren im frühen Mittelalter befanden sich einige kleine Siedlungen im Bereich des heutigen Dresdens. So wurden aufgrund von Grabungen Ansammlungen von Siedlungen um Elbe und Saale nachgewiesen. Eine Vielzahl von Funden aus der Altsteinzeit belegten die ersten festen Dörflichen Siedlungen in Gebieten mit fruchtbaren Lößboden. Trotz der guten Lage an der Elbe blieb die Besiedelung der Gebiete um das heutige Dresden problematisch. Grund war eine sehr dichte Bewaldung, die es den Menschen unmöglich machte sich an der Elbe niederzulassen.

Vor ca. 3300 Jahren begab sich die aus dem Osten des Landes kommende Lausitzer Kultur in dem Bereich des heutigen Dresdens. Ungefähr 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung gelangten germanische Stämme in das Gebiet. In den kommenden ersten Jahrhunderten unserer Zeit fanden eine Vielzahl von Besiedelungen im Gebiet rund um die Elbe statt. Im Jahre 1000 wurden die ersten Rodungen des Waldgebietes durchgeführt und den niedergelassenen Sorben gelang es, eine Vielzahl von kleineren Dörfern sowie Stammesburgen zu errichten. Die nun in einer größeren Zahl angesiedelten Sorben betrieben unter anderem den Fischfang an der Elbe, die Viehzucht, den Ackerbau und die Jagd in den nahgelegenen großen Wäldern. Aufgrund von archäologischen Bodenfunden sowie Siedlung’s- und Namenkundlichem Material ist einiges über die damals lebenden Sorben bekannt. Jedoch konnten nur die Lausitzer Sorben einiges wie Sprache und Kultur bis heute bewahren.

Der Name „Dresden“ wurde erstmalig in einer Urkunde genannt. Hierbei handelte es sich um einen Grenzstreit zwischen dem Burggrafen Heinrich II. von Dohna und dem Hochstift Meißen. In diesem Dokument war von den Bewohnern der Region rund um das heutige Dresden die Rede. So war in der Urkunde von „Dresdene“ die Rede und dies war die slawische Bezeichnung für „Drežďany“ was so viel wie „Auwaldbewohner“ bedeutet.

Die Zeit des Hochmittelalters brach an, sie führte zu großen Wandlungen in allen Bereichen. Die kleinen Dörfer wuchsen zu großen Städten heran und der Handel blühte. So kam es dazu, dass Dresden am 21.01.1216 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt wurde. Im Jahre 1350 brachte auch in Dresden die Pestepidemie großes Unheil. Nachdem sich die Stadt einigermaßen erholt hatte, brachen im Jahre 1429 die Hussiten in die Stadt ein und richteten einen weiteren großen Schaden an. Ab dem Jahre 1574 begab sich Dresden in einen bisher ungekannten Aufschwung. Die Stadt entwickelte sich zu einem mächtigen deutschen Staate. Es fand ein kultureller sowie wirtschaftlicher Aufschwung statt und die Stadt erlebte eine Vielzahl von Umbauten. So wurden die alten Stadtmauern durch große starke Festungsmauern ersetzt und die bestehende Burg wurde zu einer großen Schlossanlage umgebaut. Aufgrund des Aufschwungs stieg der Wohlstand sowie die Bevölkerungsdichte der Stadt erheblich, Dresden wuchs und wuchs. Doch wie in der früheren Vergangenheit Dresdens richtete ein weiterer Krieg großen Schaden an.

Der dreißigjährige Krieg hinterließ auch in Dresden große Wunden. Großer Hunger, viel Elend und die Pest sorgten für ein rasches sinken der Bevölkerung. Aufgrund dieser großen Verluste wurde die Wirtschaft Dresdens stark geschwächt. Trotz der schweren Rückschläge in all den Jahren der vergangenen Zeit erholte sich die Stadt erneut und erstrahlte nach wenigen Jahrzehnten in neuem Glanz. Durch die Herrschaft von Johann Georg II wurden prachtvolle barocke Bauten errichtet. Trotz einer erneuten Pestepidemie und einem Großbrand im alten Dresden befand sich die Stadt in einem erneuten Aufschwung. Mit der Herrschaft von Kurfürst Friedrich August I, auch als August der Starke bekannt, begann die klassische Geschichtsperiode der Stadt und Dresden erlangte höchsten europäischen Rang.

Im Siebenjährigen Krieg um 1756-1762 wurde Dresden von preußischen Truppen belagert. Die Stadt musste erhebliche Schäden und einen erneuten Rückgang der Bevölkerung verzeichnen. Von diesen Schäden erholte sich Dresden nur langsam. Trotzdem wuchs die Stadt und es entstanden nach und nach neue Gebäude wie zum Beispiel die Semperoper  und der Zwinger. Im Jahre 1914 folgte ein weiterer Krieg und sorgte für viel Not und Elend. Der erste Weltkrieg verursachte große Schäden in Dresden und dem Umland. Kaum hatte die Stadt sich etwas erholt, legte der Zweite Weltkrieg erneut alles in Schutt und Asche.

Der 13. Februar 1945 ging in die heutige Geschichte ein und sorgte für so starke Vernichtung wie kein anderes geschichtliches Ereignis in der Vergangenheit Dresdens. In der Nacht vom 13 zum 14 Februar wurde ein großer Luftangriff auf die Stadt durchgeführt. Die Royal Air Force und die United States Airforce warfen mit Hilfe von 244 britischen Bombern um 22:13 Uhr bis 22:28 Uhr die ersten Bomben auf die Dresdner Innenstadt. Eine Anzahl von 529 Luftmienen und 1800 Spreng,- sowie Brandbomben legten eine große Fläche der Dresdner Innenstadt in Schutt und Asche. Um 1:23 folgte eine weitere Angriffswelle mit 529 Landcaster Bombern. Sie warfen bis 1:54 Uhr 650.000 Stabbrandbomben über einen großen Teil der Stadt ab. Beide Bombenangriffe zerstörten eine Fläche von ca. 15km².

Nach den Angriffen begann der schreckliche und geschichtlich bekannt gewordene Feuersturm in Dresden. Aufgrund der vielen Brandbomben kam es zu großen Bränden. Glas und Metall schmolz in der extremen Hitze und der Luftstrom brachte selbst größere Gegenstände zum Herumwirbeln. Aufgrund des Luftstromes wurden die Gegenstände und sogar Menschen in das Feuer hineingesogen. Eine Vielzahl von Dresdner Bürgern, die die Bombenangriffe überlebt hatten, fielen nun dem Feuer zum Opfer. So verbrannten sie oder erstickten in den Luftschutzkellern durch Brandgase. Den Nachtangriffen folgten am 14. Februar um 12:17 bis 12:27 Uhr ein Tagesangriff von 317 B-17 Bombern. Am 15. Februar um 11:51 Uhr bis 12:01 Uhr folgte ein weitere Angriff von 211 B-17 Bombern. Ungefähr eine Stunde früher stürzte die nur leicht beschädigte Frauenkirche aufgrund der enormen Hitzeeinwirkungen in sich zusammen.

Die Stadt brannte ganze 4 Tage, bis auch die letzten Flammen erloschen waren. Die Zerstörung war extrem und Dresden war nicht wiederzuerkennen. Am 2. März 1945 folgten erneut 455 B-17 Bomber, diese sollten zuerst das Hydrierwerk Schwarzheide zerstören, wichen aber kurz vorher auf das Ersatzziel Dresden aus. Ab 10:27 fielen 853 Tonnen Sprengbomben und 127 Tonnen Brandbomben auf die Dresdner Bahnanlagen in Dresden Friedrichstadt und Neustadt. Der letzte Bombenangriff auf Dresden fand am 10. April 1945 statt. Eine Anzahl von 572 Maschinen warfen 1385 Tonnen Sprengbomben und 150 Tonnen Brandbomben ab. Diese Angriffe waren ein tiefer Einschnitt in die Geschichte Dresdens, die Stadt war zerstört!

Die Trümmerbeseitigung begann und die wichtigsten Lebensfunktionen der Stadt wurden wiederhergerichtet. Anfangs der fünfziger Jahre begann ein mühevoller Wiederaufbau, der noch bis zum heutigen Tage anhält. Dresden erlangte nach und nach sein altes Gesicht wieder, so entstanden eine große Anzahl von historischen Gebäuden. Trotz der Bemühungen, Dresden so aufzubauen wie es war, bekam die Stadt ein neues Gesicht. Neue Wohnsiedlungen, Industriegebiete und viele weitere Dinge entstanden. Leider gelang es nicht, die Stadt industriell so bedeutend zu machen, wie vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Mit der Wiedervereinigung 1990 gab es auch für Dresden viele Veränderungen. Das Land Sachsen erlangte den Titel „Freistaat“ zurück und Dresden wurde zur Landeshauptstadt benannt. Der Aufschwung begann erneut und die Baustellen Dresdens schossen aus dem Boden. Die Stadt erhielt Tag für Tag ein neues Aussehen und zählt heute wieder zu den schönsten Großstädten Deutschlands.

Trotz der friedlichen Zeit ohne Kriege musste Dresden auch im Jahre 2002 einen heftigen Schlag verkraften. Aufgrund von tagelangen Starkregengüssen trat die Elbe und deren anliegenden Nebenflüsse über die Ufer. Die Folge waren Überschwemmungen von einem Ausmaß, wie es die Stadt noch nie gesehen hat. Der Pegel der Elbe stieg auf eine ungekannte und bisher nie erreichte Höhe von 9.40 Meter und überflutete eine große Fläche der Stadt. Ganze Dörfer verschwanden von der Landkarte und einige Stadtteile Dresdens waren von der Außenwelt abgeschnitten. Gegenden wurden überschwemmt, von deren Lage eine Überschwemmung bis dahin als unmöglich galt.

Aufgrund der extremen Niederschläge von bis zu 350 Liter/m² schwollen die Flüsse innerhalb von nur wenigen Stunden um das Vielfache ihrer eigentlichen Größe an. So kam es dazu, dass das eher kleine Flüsschen Weißeritz am 13. August 2002 beispielsweiße den Dresdner Hauptbahnhof und die Dresdner Innenstadt mit bis zu 1,10 Meter hohen Wasserstand überflutete und großen Schaden anrichtete. Das Ausmaß der Überschwemmungen wurde durch die Medien in aller Welt verbreitet, ist aber für „Nicht-Dresdner“ schwer abzuschätzen. Die Überschwemmung des Hauptbahnhofes machte jedoch deutlich, was in diesen Tagen in der Stadt geschah. Denn die Elbe ist von diesem Punkt ein ganzes Stück entfernt und der Fluss Weißeritz zeigt sich normalerweise als ein kleinerer Fluss von ca. 10-15 Meter Breite.

Ab dem 16. August 2002 verschwand das Wasser so schnell wie es gekommen war und hinterließ nicht nur in Dresden große Verwüstungen. Das Hochwasser ging als Jahrtausendflut in die Geschichte ein und forderte im Bereich Dresden und Umland mindestens 21 Menschenleben. Der Schaden belief sich auf rund 15 Milliarden Euro. Nach und nach wurden die Schäden behoben und dank einer Spendenbereitschaft, wie es Deutschland noch nie gesehen hat, konnte die Stadt in ihr altes Aussehen zurückkehren. Der Hochwasserschutz sowie Teile der Schadensbehebung finden bis zum heutigen Tage statt. Im Jahre 2006 feierte Dresden das 800 jährige Bestehen. Noch heute befindet sich Dresden im ständigen Wandel.

Quelle: Wikipedia.org
Bildnachweis: Hochwasser 2002 – Lensviews.de
Bildnachweis: Hochwasser 2002 – Michael Paeke

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