Das war unser Jahr

30. Dez. 2019 | Fotoberichte | 6 Kommentare

Lesezeit ca. 39 Minuten
Und schon ist wieder ein Jahr vergangen. In diesem mehr oder weniger kleinen Jahresrückblick, möchten wir einmal zurückschauen und über die Dinge berichten, welche uns im Jahr 2019 so bewegt haben, was wir auf unseren Fototouren erlebt haben und wie wir unsere tägliche Arbeit als Technischer Zeichner mit unserem Hobby DDpix.de unter einen Hut bekommen.

Neujahresfeuerwerk Januar 2019

Angefangen hat unser Jahr wie für jeden anderen auch am 01. Januar. Damit meinen wir aber nicht die Silvesterfeier, welche wir ganz entspannt zuhause verbracht haben, um dann gegen 0 Uhr zur Waldschlösschenbrücke zu fahren, sondern mit dem nun schon dritten Besuch in Prag zum riesigen Neujahres Feuerwerk von Makalu Fireworks.

Wie das vergangene Jahr zuvor auch, bekamen wir wieder einen exklusiven Platz in einer benachbarten Schule, welchen unser Freund René von fwkart.de organisiert hatte. Von dort hatten wir aus dem 4. Stock einen wunderbar freien Blick auf dass direkt vor uns geschossene Feuerwerk. Von den Dimensionen war das Feuerwerk wieder gigantisch. Nicht zu vergleichen mit einem Silvester Feuerwerk oder sogar von verschiedenen Großveranstaltungen wie dem Dresdner Stadtfest. Das Feuerwerk in Prag spielt Jahr für Jahr in einer völlig anderen Liga mit und ist sehr beeindruckend.

Feuerwerk in Prag

Wer schon mal das Neujahresfeuerwerk in Prag angeschaut hat, weiß wovon wir sprechen. Ob es auch am 01. Januar 2020 wieder ein Feuerwerk in Prag gibt, steht leider noch in den Sternen. Offiziell soll es zur Zeit leider kein Feuerwerk geben. Grund hierfür sind die Kosten sowie der Gedanke an die Umwelt. Inoffiziell wird aber gerade an einem Feuerwerk geplant. Falls es eins geben sollte und das Wetter mitspielt, sind wir ziemlich sicher wieder mit dabei. Im Jahresrückblick 2020 wird es dann hoffentlich wieder ein schönes Feuerwerksfoto aus Prag geben. Wie werden sehen…

Nachfolgend findest du das Video von René zum Feuerwerk am 01.01.2019 in Prag

Wie du am besten ein Feuerwerk fotografierst, erfährst du in unserem Blogbeitrag “Feuerwerke fotografieren“. In diesem Beitrag gehen wir gezielt auf das Thema Feuerwerksfotografie ein und erläutern dir, wie du die farbenfrohen Effekte am Himmel gut fotografieren kannst.

Mondfinsternis im Januar 2019

Den nächsten „Termin“ hatten wir Ende Januar auf dem Plan. Am 21. Januar gab es mal wieder eine totale Mondfinsternis über Dresden. Die letzte war zu diesem Zeitpunkt erst wenige Monate her. Anders als die Mondfinsternis im Sommer 2018, fand diese in den frühen Morgenstunden statt. Wir hatten uns an jenem Tag extra Urlaub genommen, um in Ruhe Fotos machen zu können.

Die maximale Verdeckung war gegen 6:12 Uhr angekündigt. Wir waren bereits schon seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen und überlegten uns einen geeigneten Fotostandort. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und der Himmel war recht trüb. Später in der Nacht zog dann auch noch dichter Nebel auf. Den komplett abgedunkelten Mond nahmen wir daher nur recht schwach am Himmel wahr.

Trotzdem entschieden wir uns ein passendes Bild von der Brühlschen Terrasse aus zu machen, auf dem der Mond beim Erreichen der kompletten Verdunklung weit oben am Himmel stand. Anschließend versuchten wir noch ein paar weitere Orte anzusteuern, um eventuell wieder einen Verlauf des Monduntergangs zu fotografieren oder eine dunklere Stelle zu finden, an der man den Mond besser hätte sehen können. Durch den immer weiterzuziehenden Himmel, wurde aber daraus leider nichts. Mit dem Foto des Blutmonds über Dresden waren wir aber trotzdem sehr zufrieden.

Totale Mondfinsternis über Dresden

Auf einem Feld in der Nähe des Flughafens erlebten wir aber ein anderes Naturschauspiel, welches wir sogar etwas interessanter fanden. Durch die kalten Temperaturen und den aufziehenden Nebel war die Luft quasi gefroren. Es gab Eisnebel, welchen wir so intensiv noch nie erlebt hatten. Durch die in der Luft schwebenden Eiskristalle, wurden leuchtende Lichtbalken über allen Lichtquellen, senkrecht in den Himmel reflektiert. Solch ein Spektakel haben wir bisher nur auf Bildern im Internet gesehen. Wir genossen kurz dass nur wenige Minuten andauernde Naturschauspiel und spielten wie kleine Kinder mit unseren Taschenlampen rum. Anschließend machten wir uns dann auf den Heimweg. Nach einem guten Mondfinsternis Bild und dem Eisnebel war es dann am Ende doch ein ziemlich ereignisreicher Morgen.

Leider gibt es für das Jahr 2020 keine totale Mondfinsternis. Der kommende Jahresrückblick 2020 muss daher vermutlich ohne Mondfinsternisfoto auskommen.

Fichtelberg 2019

Direkt am nächsten Tag nach der Mondfinsternis begaben wir uns das erste Mal in unserem Leben auf den Fichtelberg. Bei perfekten Winterbedingungen und Temperaturen von teilweise -15 Grad wollten wir ein paar Fotos der nächtlichen vereisten Winterlandschaft machen. Gegen 0 Uhr fuhren wir dafür auf den völlig Menschenleeren Gipfel und hielten die eisigen Temperaturen auf einem Foto fest.

Blick vom Fichtelberg ins Tal

Einquartiert haben wir uns in einem gemütlichen Hotel direkt in der Nähe des Gipfels. Wir nahmen uns ein paar Tage Zeit mal etwas auszuspannen und sich schon mal ein paar Gedanken über unseren zukünftigen Kalender zu machen. Um diesen möglichst genau und nicht all zu stressig fertig zu bekommen, fangen wir immer schon einige Monate vor dem Verkaufsstart an alle notwendigen Daten zu erstellen und zu bearbeiten. Bei eisigen Temperaturen von -15 Grad saßen wir dann Abends im heißen Außen-Whirlpool und ließen uns durch den Wasserdampf die Haare gefrieren.  Es war eine kurze, aber dafür sehr gelungene und gemütliche kleine Reise. Ski Fahren oder ähnliches waren wir gar nicht. Wir haben einfach nur die schöne Winterlandschaft genossen und ein paar Fotos gemacht.

Hotel auf dem Fichtelberg

Der erste Schnee in Dresden

Anfang Februar war es dann auch endlich in Dresden soweit. Der erste ergiebige Schneefall setzte ein. Laut Wetterprognosen war es zwar ausreichend kalt, die Temperaturen sollten aber rasch wieder steigen, was bedeutete dass der Schnee nicht lange liegen bleiben würde. Aus diesem Grund entschlossen wir uns am Sonntagmorgen des 3. Februar schon sehr früh aufzustehen und den ganzen Tag zum Fotos machen zu nutzen. Dick eingepackt waren wir dann tatsächlich den ganzen Tag draußen unterwegs. Nur eine kurze Mittagspause, um die nassen Klamotten zu wechseln, gönnten wir uns.

Blick auf das Blaue Wunder im Winter

Um möglichst viele Schneefotos machen zu können, waren wir von Morgens bis Abends mit unseren neuen Canon EOS R unterwegs. Wann und ob es noch einmal Schnee geben sollte, wussten wir nicht und somit nutzten wir die Zeit und den Schnee so lange wie er da war. Wir waren am Zwinger, dem Blauen Wunder, der Semperoper und der Frauenkirche und machten überall ein paar Fotos. Es war gut dass wir an diesem Tag viele Fotos gemacht haben, denn Schneefall sollte es im Winter 2019 wirklich nicht mehr geben.

Schloss Albrechtsberg im Winter

Es gibt wenige Fotos im Internet, auf dem man echten Schnee fallen sieht. Meistens sind die kleinen Flöckchen per Photoshop eingefügt. Auch wir behalfen uns schon ein paar mal mit diesem Trick. Umso stolzer sind wir bei den diesjährigen Winterfotos. Denn auf diesen ist der fallende Schnee zu 100% echt. Man sieht es auch irgend wie. Es sieht direkt viel realistischer aus.

Winterlicher Theaterplatz

Wir hoffen nun auf ausreichend kalte Temperaturen und etwas Schnee für Anfang 2020. Sollte das Wetter mitspielen und etwas Schnee fallen und blauer Himmel sein, ist auch eine Winter Ballonfahrt mit den Jungs von Ballon Sachsen geplant.  Das Equipment ist schon startbereit. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Das Kronentor im Schneefall

1. Fotoauftrag – die Neumarkt Broschüre

Nach dem Wintereinbruch wurde es auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse etwas ruhiger. Wir wollten abwarten bis die Frühlingsstimmung begann um dort wieder mit voller Energie loszulegen. Die Zwischenzeit nutzten wir, um einen Fotoauftrag der Stadt anzunehmen. Wenn es die Zeit zulässt und uns das Thema gefällt, nehmen wir auch gelegentlich Anfragen für Fotoaufträge an.

In diesem Fall wurden wir gefragt ob wir ein paar Fotos vom Neumarkt machen könnten. Die Stadt Dresden benötigte diese für eine Broschüre über die Bebauung und Wiederherstellung des Neumarktes. Die Fotos sollten unbedingt in unserem Stil den Neumarkt sowie Details der Bebauung zeigen.

Blick auf die Frauenkirche

Über mehrere Tage schlenderten wir über den Neumarkt und machten auch dass eine oder andere Foto für uns. Neben den typischen Perspektiven mit Frauenkirche und den neu gebauten Häusern rund um den Neumarkt, machten wir auch Detailfotos des Kopfsteinpflasters oder der verschiedenen Hausfassaden. Zusammen mit dem zuständigen Stadtplaner und dem Architekten, suchten wir dann die gewünschten Perspektiven aus.

Neumarkt im Regen

Dort erfuhren wir, dass zum Beispiel das Kopfsteinpflaster um die Frauenkirche herum hell beginnt und dann in ein dunkles Pflaster übergeht. Diese Tatsache war uns bis dahin noch nie aufgefallen. Wenn man aber darauf achtet, sieht man den Farbwechsel tatsächlich. Der Neumarkt Auftrag war innerhalb von ein paar Wochen erfolgreich beendet und die Stadt Dresden war sehr zufrieden mit unseren Bildern.

Im März kam der Sturm

Wie so oft spielte das Wetter auch 2019 etwas verrückt. Der März war auch dieses Jahr wieder dafür bekannt, den einen oder anderen Sturm bzw. kräftigen Regen zu bringen. So auch am Abend des 10. März als das Sturmtief Eberhard über der Stadt wütete. Stürme setzen wir immer sofort mit schönen aufgewühlten Wolken und damit verbundenen eindrucksvollen Sonnenuntergängen in Verbindung.

Eigentlich hatten wir ein ganz anderes Motiv im Kopf, als wir an jenem Tag am Zwinger unterwegs waren. Die Wolken rissen plötzlich hinter uns auf und am Horizont sah man eine heftige Regenwand anrücken. Wir wechselten daher flink den Fotostandort und positionierten die Kamera vor dem Kronentor. Wenige Minuten später zog der Regen direkt über uns hinweg. So heftig dass sich eine geschlossene dünne Wasserfläche auf dem Boden bildete und das Kronentor des Zwingers perfekt darin spiegeln lies.

Blick auf das Kronentor im Regen

Dafür lohnte es sich dann auch wie ein begossener Pudel im Regen zu stehen und unsere neue Canon EOS R und das kürzlich erst erworbene Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM Weitwinkelobjektiv auf die beworbene Wetter und Regenfestigkeit zu überprüfen. Diesen Test hat sie mit Bravur bestanden. Der starke Wind sorgte anschließend für eine rasche Trocknung von Mensch und Technik.

Schon am nächsten Tag gab es den nächsten eindrucksvollen Sonnenuntergang. Bei starken Windböen standen wir am Königsufer und machten ein paar Fotos des Sonnenuntergangs. Anschließend warteten wir bis die Stadtbeleuchtung eingeschaltet wurde und legten beide Fotos übereinander. Beide Belichtungen ohne größere Verwacklungen zu meistern war gar nicht so leicht, da der Wind wirklich stark wehte und wir das Stativ sogar mit unserem Fotorucksack beschweren mussten damit es stabil stehen blieb.

Sturmtief über der Altstadt

Zur Sicherheit fertigten wir gleich mehrere Fotos an in der Hoffnung, dass wenigstens ein paar davon scharf sind. Lohnen tun sich solche Strapazen aber auf jeden Fall da sie meistens wirkliche eindrucksvolle Situationen hervorbringen. Wir sind jetzt schon gespannt was das nächste Jahr so für uns bereit hält.

Endlich ist der Frühling da

Als der Frühling dann langsam da war, begannen wir uns ein paar Gedanken über schöne Frühlingsmotive zu machen. Neben den bekannten Perspektiven versuchten wir auch dieses Mal etwas Neues umzusetzen. Um auch wirklich nichts zu verpassen, standen wir an vielen Wochenenden noch vor Sonnenaufgang auf um die noch vom Reif oder Nebel bedenken Frühlingswiesen und dessen Sonnenaufgänge zu fotografieren.

Palais im Großen Garten zum Sonnenaufgang

So gelang es uns zum Beispiel, das Palais im großen Garten zu fotografieren, wie es zum Sonnenaufgang vom Bodennebel umgeben war und die Frühlingsblumen mit wunderschönem Tau bedeckt waren. Außerdem waren wir oft in der Stadt unterwegs und konnten das eine oder andere Foto sogar noch auf dem Weg zur Arbeit umsetzen. Wir fotografierten die Kirschbäume am Königsufer, die Blumenbeete auf der Brühlschen Terrasse oder Bodennebel an der Gohlisser Windmühle.

Gohliser Windmühle im Morgennebel

Nächstes Jahr wollen wir versuchen unser Hochstativ mal wieder mehr einzusetzen. Gerade im Frühling wenn man die Kamera damit direkt bis in die Blütenbaumkrone schieben kann, sorgt es für einmalige Bilder und Perspektiven.

Schloss Pillnitz im Frühling

Der 2. Fotoauftrag – Drewag/Enso Kalender

Im April erreichte uns dann eine Anfrage vom Energiebetreiber der Stadt. Die Drewag/Enso fragte uns ob wir Lust und Zeit hätten die Fotos für den Jährlich erscheinenden Drewag/Enso Jahreskalender zu fotografieren. Die Rede war von 12 Fotos, welche ein spezielles Thema abdecken sollten. Am besten wäre es, wenn wir diese Fotos in unserem typischen Bildstil umsetzen würden. Nichts einfacher als das!

Da wir die Fotografie weiterhin nur Nebenbei neben unserem Hauptjob als Technischer Zeichner betreiben, bleibt uns nur relativ wenig Zeit Fotoaufträge anzunehmen. Nur wenn wir die Projekte selber wirklich interessant finden und auch der Spaß nicht zu kurz kommt, versuchen wir solche Aufträge mit umzusetzen.

Wir steckten schon voll in den finalen Vorbereitungen unseres eigenen Kalenders und hatten eigentlich gar nicht die Zeit für einen Auftrag. Das gewünschte Kalender Thema „Spiegelungen“ fanden wir dann aber so interessant, dass wir uns entschieden haben den Fotoauftrag für die Drewag/Enso anzunehmen. Wir bekamen mehrere Monate Zeit genügend passende Fotos zu machen und hatten dabei alle nötigen Freiheiten in der Gestaltung die wir brauchten.

Leuchtturm in Moritzburg zum Sonnenaufgang

Ab diesem Tag waren wir dann mehrere Wochen fast zu jeder freien Minute unterwegs und machten Fotos mit diversen Spiegelungen in ganz Ostsachsen. Ausschlafen gab es quasi nicht mehr, da wir jeden schönen Tag nutzten um so zahlreiche Fotostandorte abzufahren. Uns wurden bis auf das Thema „Spiegelung“ keine Vorgaben gemacht und wir konnten uns voll ausleben. Lediglich auf das Gebiet in dem Enso der Energiebetreiber ist wurden wir beschränkt.

Blaues Wunder zum Sonnenuntergang

Wir fuhren also Sachsenweit umher und besuchten so ziemlich jeden Stausee und jede Talsperre, die es in Sachsen gab. Auch viele Schlösser und Burgen hatten wir auf dem Plan. An einigen Zielen waren wir mehrmals und oft auch völlig umsonst. Wir wollten so viele Bilder wie möglich machen, um der Enso eine möglichst große Bilderauswahl für Ihren Kalender zur Verfügung zu stellen. Schlussendlich konnten wir dann über 70 Fotos für den Kalender anbieten von denen es dann 12 Stück in den aktuellen Drewag/Enso Jahreskalender geschafft haben.

Palais im Großen Garten

Nebenbei konnten wir viele Gelegenheiten und Orte nutzen, um für uns selber Fotos zu machen. Einigen ist vielleicht aufgefallen dass wir vermehrt Instagram Storys gepostet haben, auf denen wir Spiegelungen in unser Motiv eingebaut hatten oder wo wir an für uns völlig untypischen Orten unterwegs waren. Nun, jetzt wisst ihr warum.

Palais Spiegelung

Der Drewag/Enso Auftrag hat uns sehr viel Spaß gemacht. In uns wurde viel Vertrauen gesteckt und ohne viele Vereinbarungen oder ständige Kontrollen konnten wir einfach dass machen woran wir am meisten Spaß haben. Schlussendlich waren alle Beteiligten mehr als zufrieden und vielleicht machen wir auch die Fotos für den nächsten Drewag/Enso Kalender 2021.

Mit 1000 mm den Mond im Visier

Im April versuchten wir dann neben unserem laufenden Enso Auftrag mal etwas völlig Neues. Uns reizt es ja schon immer verschiedene Himmelsereignisse zu fotografieren. Der Mondaufgang gehört dabei zu den wohl am meisten von uns fotografierten Dingen. Dieses Mal wollten wir aber mal etwas anderes versuchen. Geplant war es einen Mondaufgang mit 1000mm Brennweite zu fotografieren.

Wir hatten vor, den Mond in augenscheinlich völlig unrealistischer Größe hinter irgendeinem markanten Gebäude aufgehen zu lassen. Um jedoch eine Brennweite von 1000 mm umzusetzen, mussten wir uns erst einmal die passende Ausrüstung zulegen. Da ein normales Objektiv mit einer solchen hohen Brennweite quasi unbezahlbar ist, machten wir uns kundig wie man ein Bild mit 1000mm Brennweite noch verwirklichen könnte. In einem Astro Shop wurden wir dann auf das Maskutov 1000 aufmerksam. Dieses Objektiv ist eigentlich ein so genanntes Refraktor Teleskop mit EF Objektiv Bajonettanschluss für Canon Kameras. Das liebevoll auch als „Russentonne“ bekannte Objektiv besitzt eine Festbrennweite von 1000mm und soll für seinen Preis eine sehr gute Abbildungsleistung erreichen.

Nachdem wir uns also eine Russentonne kauften und uns mit dem komplett manuell einzustellenden Fokus etwas vertraut gemacht hatten, mussten wir nur noch einen passenden Fotostandort finden und auf den Vollmond warten. Nach etwas suchen in diversen Fotoapps zur Planung von Standorten, haben wir einen passenden Fotostandort gefunden. Wir entschieden uns für die Festung Königstein und wählten unseren Standort so aus, dass der Vollmond genau hinter der Festung aufgehen müsste. Dabei standen wir selbst etwa 12 km von der Festung entfernt.

Vollmond hinter der Festung Königstein

Durch die 1000 mm Brennweite zoomten wir jedoch alles so nah heran, dass der Mond so unglaublich groß wirkte und die Festung hingegen recht normal aussah. Tatsächlich waren wir dann selbst etwas überrascht wie genau der Mond hinter der Festung Königstein aufging. Besser hätte es nicht klappen können. Lediglich die flackernde Luft über dem Boden machte uns das Leben etwas schwer und lies das gesamte Motiv in einer leicht verwaschenen Unschärfe erscheinen.

Dieser Abend war trotzdem sehr interessant. Gemütlich auf einer Picknickdecke sitzend auf den Vollmond zu warten und dann auch noch solch einen genauen Erfolg zu haben war schon beeindruckend. Da es wieder einige Menschen gab, die die Echtheit des Fotos direkt anzweifelten, haben wir zu diesem Thema einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben.

Wenn es das Wetter zulässt und der Mond an der passenden Stelle aufgeht, werden wir so ein Bild in Zukunft auch noch mal versuchen. Dass nächste Mal auch hoffentlich mit etwas weniger Luftflackern.

Der Dresden Kalender 2020

Anfang Juni war es dann endlich soweit. Nach monatelanger Vorbereitung und der eigenen Erstellung der Layouts, konnten wir die Daten an die Druckerei senden. Nach der rasch erteilten Druckfreigabe konnten wir bei einem gemeinsamen Termin beim Andruck unseres Kalenders für 2020 dabei sein. Da unser Kalender als Einzelauftrag gedruckt wurde und somit alle Druckbögen nur mit unseren Daten gefüllt wurden, konnten wir gemeinsam mit der Druckerei den Andruck abstimmen. Wir hatten also die Möglichkeit, die Heidelberg Druckmaschine genau auf unsere Wünsche und Bedürfnisse einstellen zu lassen.

Dresden Kalender 2020

Um dieses Jahr ein vorzeitigem Ausverkauf und einen teuren Nachdruck zu vermeiden, entschlossen wir uns die Auflage unseres Kalenders direkt zu verdoppeln. Statt den im letztes Jahr 1500 gedruckten Kalendern, druckten wir unseren Dresden Kalender 2020 gleich 3000-mal. Wir wussten dass es eine ziemlich große Herausforderung wird alle 3000 Kalender zu verkaufen. Wir wussten aber auch dass es uns wieder ärgern wird, wenn die Kalender mal wieder vorzeitig ausverkauft sind. Daher wollten wir Ende des Jahres lieber ein paar Kalender übrighaben als wieder ausverkauft zu sein. Ob unsere Rechnung aufging würden wir dann Ende des Jahres erfahren.

Zur Zeit sind noch Kalender da. Wer Interesse hat, kann gern auf der Produktseite unseres Dresden Kalenders vorbei schauen.

Erdbeermond

Während wir im zweiten Halbjahr 2019 unseren Kalender verkauften, sollte das Fotografieren natürlich nicht zu kurz kommen. Im Sommer setzten wir daher ein paar Ideen um die schon länger in unserem Kopf herumschwirrten.

Im Juni nahmen wir uns zum Beispiel mal wieder vor, den Mondaufgang zu fotografieren. Der Ende Juni aufgehende Erdbeermond war dafür perfekt geeignet. Erdbeermond wird der Vollmond in diesem Zeitraum nur genannt, weil er genau auf die Erdbeersaison fällt. Es hat also nichts mit der Farbe des Mondes zutun. Wir suchten uns also wieder einen geeigneten Standort und entschieden uns für den Schutthügel am Ostragehege. Von dort aus ging der Mond genau hinter der Innenstadt auf und strahlte über die Yenidze und Frauenkirche. Einige Wolken sorgten dann noch für eine traumhafte Stimmung.

Erdbeermond

Da der Mond im Vergleich zur dunklen Umgebung sehr hell ist, fertigen wir bei solchen Aufnahmen in der Regel mehrere Belichtungsreihen an. So können wir ein Ausgangsmotiv sowie mehrere Belichtungsstufen des Mondes fotografieren. Diese Aufnahmen ermöglichen ein nachträgliches abdunkeln des Mondes.

Gewitter über Dresden

Im Juni gab es dann später als üblich wieder ein paar Gewitter über Dresden. Gewitter gibt es öfter, wirklich fotogen sind diese in Dresden aber leider selten. Wir haben in den vergangenen Jahren öfter die Erfahrung gemacht, dass Gewitter an der Stadt komplett vorbeiziehen, sich vorher auflösen, um dann hinter Dresden wieder richtig loszulegen oder sich bereits entladen, wenn es noch viel zu hell ist. Trotzdem nutzten wir jede mögliche Chance.

Böenwalze über Dresden

Am Abend des 10. Juni war es anders. Nach dem wir mal wieder den ganzen Tag sämtliche Gewitter und Wetterkarten im Auge behielten, versprach ein Gewitter wirklich gut zu werden. Das dachten wir in den vergangenen Jahren schon öfter und dann ist trotzdem nichts geworden, wir entschieden uns aber wieder lieber einmal zu oft als einmal zu wenig in die Stadt zu fahren und auf das Gewitter zu warten. Vielleicht hatten wir ja diesmal Glück.

Gewitter über Dresden

Wir hatten tatsächlich Glück und das Gewitter hielt bis Dresden durch, um uns ein paar Blitze ins Bild zu zaubern. Anders als erwartet, zog es aber eher östlich an der Stadt vorbei. Während wir Anfangs mit ein paar anderen Fotokumpels unter der Carolabrücke standen und die Blitzausbeute eher mager war, wechselten wir während des Gewitters alle noch mal unseren Standort unter die Marienbrücke. Von dort konnten wir dann spektakuläre Blitze über Dresden festhalten. Leider war das Gewitter dieses Jahr dass einzige was uns vor die Kamera gekommen ist. Wir hoffen, dass 2020 da etwas erfolgreicher wird.

Wenn du mehr über die Gewitterfotografie wissen möchtest, empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag, indem du alles über das Thema “Blitze und Gewitter fotografieren” nachlesen kannst.

Nachtleuchtende Wolken

Ein paar Tage später konnten wir dann ein für uns besonderes Foto machen. Der Juni ist auch öfter der Monat von gut sichtbaren nachtleuchtenden Wolken. Diese Wolken schweben mit ihren 85 Kilometer Höhe so weit oben am Himmel, dass sie selbst lange nach Sonnenuntergang noch von der Sonne angeleuchtet werden. Nachtleuchtende Wolken bestehen aus sich an Staubpartikeln haftenden kleinen Eiskristallen, in denen das Sonnenlicht zum Boden reflektiert wird. Vermutet wird, dass diese Staubpartikel auf einen Vulkanausbruch vor über hundert Jahren zurückzuführen sind.

Nachtleuchtende Wolken über dem Blauen Wunder

An einem schönen Abend Ende Juni sagte das Oswin Radar, welches die Aktivität der leuchtenden Nachtwolken anzeigt, eine hohe Aktivität voraus. Wir packten also unsere Kamera ein und fuhren zum Blauen Wunder. An diesem Abend konnten wir sehr intensiv leuchtende Nachtwolken über der schönen Brücke fotografieren. Sie waren so hell, dass sie selbst an einem hellen Großstadthimmel gut zu erkennen waren. Es war ein wirklich sehr eindrucksvolles Erlebnis für uns und hoffentlich nicht das letzte Mal, das wir so helle Nachtleuchtende Wolken bestaunen durften. Bei gutem Wetter lohnt sich also in den Sommermonaten immer ein Blick auf das Oswin Radar.

Museumsnacht in DD

Anfang Juli war wieder die alljährliche Museumsnacht in Dresden. Leider spielte das Wetter an diesem Abend nicht so wirklich mit. Trotzdem entschlossen wir uns am Abend zur blauen Stunde mal zum Zwinger zu fahren. Da die Museen im Zwinger zur Museumsnacht bis in die späte Nacht geöffnet hatten, wussten wir dass der Zwinger von innen komplett beleuchtet sein wird. In der Regel ist das nicht so da die Museen schon vor Sonnenuntergang schließen und der gesamte Zwinger darum zur sommerlichen Blauen Stunde schnell dunkel ist.

Der Zwinger zur Blauen Stunde

Wie erwartet leuchtete der gesamte Zwinger und wir entschlossen und trotz bewölktem Himmel ein Bild des Zwingergartens zu machen. Durch absolute Windstille war das Wasser in den Brunnen spiegelglatt und wir ließen das gesamte Motiv darin spiegeln. Wir mussten zwar eine ganze Zeit warten bis keine Leute mehr im Bild zu sehen waren, konnten dann aber unser gewünschtes Bild fotografieren. Trotz wolkigem Himmel ein gelungener Abend.

intensiver Sonnenuntergang auf der Brühlschen Terrasse

Anfang August entstand dann mal wieder eines dieser spontanen Fotos von uns. Eigentlich waren wir mit Freunden verabredet, um gemeinsam etwas essen zu gehen. Vorher mussten wir noch mal in unser Außenlager, um einen neuen Schwung Kalender zu holen welche wir in den letzten Tagen verkauft hatten. Auf dem Hinweg zum Lager schüttete es wie aus Eimern, dennoch hatten wir wie so oft vorsichtshalber unsere Kamera einfach mal mit eingepackt.

Im Lager angekommen, sahen wir schon den immer weiter aufklarenden Himmel. Alles sah danach aus, als ob die untergehende Sonne unter den Regenwolken hindurch leuchten würde und somit für einen eindrucksvollen Sonnenuntergang sorgen könnte. Kurzerhand warfen wir unseren Plan essen zu gehen vorerst über den Haufen und entschieden uns dass Ganze zu verschieben um noch mal schnell zurück in die Stadt zu fahren und ein Foto des Sonnenuntergangs zu machen.

Regen auf der Brühlschen Terrasse

Nach einem kurzen Sprint kamen wir wenige Minuten später an der Brühlschen Terrasse an. Der Sonnenuntergang entwickelte sich genau so wie erhofft. Der Regen hörte auf und die untergehende Sonne strahlte unter den Wolken hindurch. Innerhalb kürzester Zeit bauten wir die Kamera auf und machten ein paar Fotos. Ein paar Minuten später war das Spektakel dann schon wieder vorbei. Dass Ganze ging also sehr schnell von Statten. Nun freuten wir uns auf den kommenden Abend mit Freunden und leckerem Essen. Solche Erlebnisse zeigen uns immer wieder die Kamera einfach öfter mal einzupacken. Entweder man hat Glück oder eben nicht…

Burg Kriebstein

Während unseres immer noch laufenden Drewag/Enso Projekts wurden wir auf die Burg Kriebstein aufmerksam. Leider konnten wir die Burg nicht für den Enso Kalender fotografieren da diese nicht mehr im Enso Gebiet lag. Trotzdem nahmen wir uns vor an einem schönen Abend mal zum Sonnenuntergang dort hin zu fahren.

An einem schönen Augustabend war es dann so weit und wir steuerten die Burg Kriebstein an. Mit zwei unterschiedlich angefertigten Belichtungen nahmen wir ein paar Bilder der Burg auf. Für eine Langzeitbelichtung schraubten wir unseren dunklen ND Filter vor das Objektiv. Für den Himmel nahmen wir eine kürzere Belichtung ohne Filter auf. Beide Fotos fügten wir dann im Photoshop zu einem Ganzen zusammen.

Burg Kriebstein

Während des fotografierens überlegten wir uns weitere Motive. Da der Nordpol direkt oberhalb der Burg liegt, werden wir irgendwann noch mal ein Sternspur Motiv mit dieser Perspektive versuchen. Dafür benötigt man aber viel Zeit und das Wetter muss den ganzen Abend mitspielen. Es steht auf jeden Fall auf der Liste unserer Motiv Ideen und wenn der richtige Moment gekommen ist, werden wir es umsetzen.

Stadtfest Feuerwerk

Wie jedes Jahr fotografierten wir auch dieses Jahr wieder das Abschlussfeuerwerk des Dresdner Stadtfestes. Schon auf dem Weg zum geplanten Fotostandort in der Nähe des City Beaches sahen wir leichtes Wetterleuchten am Horizont. Ein Blick auf das Wetterradar verriet uns dann dass ein Gewitter mit heftigen Regen auf Dresden zurollte. Wir mussten uns nun entscheiden, ob wir das Gewitter oder das Feuerwerk fotografieren wollten. Da es beim Gewitter mal wieder eher fragwürdig war ob es überhaupt bis Dresden durchhält, entschieden wir uns wie geplant ans Elbufer zu fahren, um aus etwas weiterer Entfernung mit unserem 400mm Objektiv das Stadtfestfeuerwerk zu fotografieren.

Vorsichtshalber packten wir trotzdem unseren Schirm mit ein. Denn während wir auf das Feuerwerk warteten rückte das Gewitter immer näher. Das Gewitterradar zeigte uns an, dass das Unwetter pünktlich zum Feuerwerk gegen 22 Uhr über Dresden angekommen sein müsste. Genau so kam es dann auch. Noch während des Feuerwerks lief, rollte eine gewaltige Böen Walze über uns und unsere Kamera hinweg. Der Wind war so stark dass er das gesamte Stativ samt Kamera zum Vibrieren brachte. Während also einer von uns die Kamera bediente und weiter Fotos machte, hockte sich der andere mit aufgespanntem Schirm wie ein Schutzschild hinter die Kamera, um den meisten Wind und herum wehende Staubwolken von der Kamera fernzuhalten.

Feuerwerk zum Stadtfest

Nachdem alle Fotos gemacht waren sahen wir im Blitzlicht des Gewitters schon eine heftige Regenwand immer näher kommen. Schnell packten wir alles zusammen, um dann gerade noch rechtzeitig im Auto anzukommen. Dieses parkten wir in weiser Voraussicht relativ nahe am Fotostandort um im Falle eines Platzregens schnell Schutz zu finden. Keine Sekunde später ging dann quasi schon die Welt unter und es schüttete wie aus Eimern.

Auf dem Weg durch die Stadt sahen wir dann wie sämtliche Stadtfestbesucher panisch durch den Regen rannten. Die meisten hatten jedoch schon resigniert sich vor dem Regen zu schützen und ließen den angenehmen Sommerregen über sich ergehen. Schlussendlich waren ein paar Bilder des Feuerwerks verwackelt, die meisten sind aber dann doch gut geworden. In unserem “Feuerwerke fotografieren” Beitrag kannst du alles zum Thema Feuerwerksfotografie nachlesen.

Der erste Nebel

Ende August gab es dann etwas eher seltenes für den Sommermonat August. Es gab den ersten Nebel welcher sich als schmales Band über die Elbe legte. Wenn wir Urlaub haben oder das Wetter an Wochenenden schön ist, stellen wir uns manchmal einfach den Wecker auf eine Stunde vor Sonnenaufgang. Wir prüfen dann kurz ob eine Interessante Wetterstimmung vor liegt. Falls ja fahren wir meistens oft spontan los, um Fotos zu machen. Falls nicht wird einfach weitergeschlafen.

Dresden im Nebel

Am Morgen des 30. August gab es dann plötzlich Nebel über Dresden. Da wir meistens immer ein paar Ideen im Kopf haben steuerten wir umgehend einen geeigneten Fotostandort in Dresden Pennrich an. Von dort hatten wir einen perfekten Blick über die im Nebel liegende Stadt während die Sonne alles in ein wunderbar warmes Licht tauchte. Nach ein paar Minuten war alles im Kasten und es ging wieder nachhause noch mal ein paar Stunden schlafen. Solche spontanen Fototouren finden bei uns sehr oft statt. Manchmal ziehen wir dann beider zusammen los und manchmal auch nur einer.

Ballonfahrt im September

Im September konnten wir dann mal wieder mit dem Ballon fahren. Dieses Jahr war es leider etwas weniger. Das lag aber nicht daran dass wir nicht mitdurften, sondern uns oft die Zeit fehlte oder es sich einfach nicht ergeben hatte. Wenn dann für beide Seiten aber alles passt sind wir immer wieder gern mit an Bord der Heißluftballone von Ballon-Sachsen.

Anfang September ging es dann mal wieder mit den Jungs von Ballon-Sachsen in die Lüfte. Dieses Mal starteten wir direkt vom Fuße der Festung Königstein, um uns dann vom Wind in Richtung Lilienstein und Bastei treiben zu lassen. In der Luft gelang uns dann eine Aufnahme des Sonnenaufgangs wie man sie eigentlich nur aus dem Saarland kennt. Ähnlich wie bei der bekannten Saarschleife konnten wir den Lilienstein fotografieren wie er wunderschön von der Elbe umschlungen wurde. Die dabei direkt hinter dem Lilienstein aufgehende Sonne rundete das Bild perfekt ab. Neben den vielen Fahrten die wir schon mit dem Ballon gemacht haben, war das wieder eine weitere sehr schöne und für uns besonders erfolgreiche Fahrt. Wir hoffen im kommenden Jahr kommen noch ein paar wunderschöne Momente dazu.

Lilienstein zum Sonnenaufgang

Nebel im Oktober

Nachdem wir im August bereits den ersten Nebel über Dresden fotografieren konnten, gelang uns im Oktober ein noch besseres Foto. Ähnlich wie beim August Foto, waren die Bedingungen für Nebel am Morgen recht gut und wir entschieden uns am Morgen des 6. Oktober wieder den Wecker zu stellen, um Fotos zu machen. Wie erhofft gab es tatsächlich Nebel über der Stadt. Anders als sonst wurde er aber dieses Mal durch stärkere Windböen etwas aufgelockert und förmlich zerrissen.

Wir steuerten wieder einen Fotostandpunkt an, welcher sich etwas oberhalb von Dresden befand und von dem aus wir einen schönen Blick auf die Stadt hatten. Die gesamte Wetterstimmung änderte sich quasi im Minutentakt. Durch den starken Wind war unser Motiv manchmal völlig im Nebel verschwunden und anschließend wieder gut zu sehen.

Als die Sonne dann schon etwas aufgegangen war entstand eine wirklich einmalige Stimmung. Die Sonne leuchtete die Nebelfetzen wunderbar an und selbst der Dresdner Fernsehturm warf seinen Schatten hinein und schien durch die teilweise Verdeckung förmlich im Himmel zu schweben. Schöner hätte das Wetter für dieses Foto an diesem Morgen nicht sein können. Völlig euphorisch machten wir ein Foto nach dem anderen um dann glücklich und zufrieden in der Stadt ein leckeres Frühstück zu genießen.

Nebel in Dresden

Manchmal ist es etwas nervig sich jedes mal den Wecker zu stellen auch wenn man Urlaub oder frei hat. In vielen Fällen lohnt es sich aber und uns gelingen ein paar eindrucksvolle Fotos welche dann so viel Spaß machen dass sie für alles entschädigen. Da viele Fotos genau auf diese Art und Weise entstehen, werden wir auch in Zukunft früh immer mal schauen was das Wetter so hergibt und gegebenenfalls fotografieren fahren.

Fernsehturm Besichtigung

Mitte Oktober erhielten wir eine E-Mail, welche uns sehr gefreut hat. Vom Presseamt der Stadt Dresden erhielten wir eine Einladung zusammen mit verschiedenen Pressevertretern den Dresdner Fernsehturm zu besichtigen. Uns waren zwar mehrere Gewinnspiele bekannt bei denen man teilnehmen konnte, um einen Platz zur Besichtigung auf dem Fernsehturm zu gewinnen, mitgemacht haben wir aber bei keinem.

Blick vom Fernsehturm

Umso mehr haben wir uns dann über die Mail und die Einladung vom Presseamt Dresden gefreut die wir gern annahmen. Am Nachmittag des 12. Oktober konnten wir dann mit unserer kompletten Ausrüstung hoch auf den Fernsehturm. Während die Sonne unter ging machten wir ein paar Fotos vom Innenraum des Turmrestaurants und ein paar Bilder von der Aussichtsplattform. Nachdem wir dann ca. eine Stunde Fotos machen konnten und die Feuerwehr ein letztes Abschlussständchen gehalten hatte, mussten wir den Fernsehturm leider schon wieder verlassen.

Fernsehturm von Innen

Leider konnten wir daher den Sonnenuntergang nicht mit fotografieren. Dennoch war es ein sehr schönes Erlebnis. Zuletzt waren wir als kleine Kinder zusammen mit der Oma auf dem Fernsehturm. Nur noch ganz wage können wir uns an diese Zeit erinnern. Umso schöner war es, das alles noch einmal bewusst neu zu erleben. An diesem Tag konnten wir uns sehr gut vorstellen gemütlich ein Stück Eierschecke und ein Kaffee im Turmrestaurant zu genießen und dabei den Blick über die Stadt schweifen zu lassen.

Fernsehturm von Innen

Hoffentlich war es nicht das letzte Mal und hoffentlich kommen auch alle anderen die an diesem Tag nicht mit dabei sein durften auch in Zukunft in den Genuss den Fernsehturm wieder besichtigen zu dürfen. Einen ausführlichen Blogbeitrag zum Besuch auf dem Fernsehturm gibt es hier.

Herbst in Dresden

Der goldene Herbst setzte dieses Jahr für uns gefühlt deutlich eher ein als in den vergangenen Jahren. Ein Grund mehr die Kamera lieber immer Griffbreit zu haben. Jeden Tag packten wir den Rucksack mit ein und nahmen ihn mit auf Arbeit ins Büro. Den einen oder anderen Tag hatten wir dann auf dem Arbeitsweg Glück und uns wurde ein schöner Sonnenaufgang beschert.

Schloss Pillnitz zum Sonnenaufgang

Einmal konnten wir einen eindrucksvollen Sonnenaufgang mit wunderbar oranger angeleuchteter Wolkendecke am Schloss Pillnitz fotografieren. Ein anderes Mal gelang uns ein Foto am Sächsischen Landtag mit Blick auf die Altstadt während die Sonne die neblige Morgenstimmung in wunderbares lilafarbenes Licht tauchte.

Königsufer im Nebel

Ende Oktober nutzten wir dann mal wieder ein schönes Wochenende, um den Dresdner Neumarkt zum Sonnenaufgang zu fotografieren. So komplett menschenleer erlebt man den Neumarkt nämlich sehr selten. Lediglich zu unmenschlichen Zeiten wie zum Beispiel um 5 Uhr Morgens hat man die Chance kaum Menschen auf dem Neumarkt anzutreffen.

Blick auf den Neumarkt

Kurz vor Ende des Oktobers fuhren wir dann mal wieder in die Sächsische Schweiz. Auf dem kleinen Winterberg erhofften wir uns etwas Nebel zum Sonnenaufgang. Nebel gab es leider keinen, dafür aber einen trotzdem schönen Sonnenaufgang. Wir als Stadtmenschen fanden den Aufstieg sehr anstrengend. Ein Grund mehr, öfter mal in die Natur zu fahren um etwas an der Kondition zu arbeiten.

Sächsische Schweiz zum Sonnenaufgang

Nebel im November

Angefangen hat der November ziemlich kalt. Bei -4 Grad fotografierten wir den Bodenfrost inklusive Nebel am Schloss Pillnitz. Der November hielt dann noch ein paar schöne Sonnenaufgänge und Untergänge für uns bereit. Leider haben wir es nicht geschafft jeden zu fotografieren. Da die Sonnenuntergänge oft zu den Zeiten waren, an denen wir noch auf Arbeit saßen, verpassten wir es manchmal leider noch rechtzeitig vor Ort zu sein, um Fotos zu machen.

Der Theaterplatz im Nebel

Im Verlauf des Novembers gab es dann immer häufiger Nebel. Dieses Jahr gab es unserer Meinung nach deutlich mehr Nebeltage als die letzten Jahre. Gerade am Abend, wenn es dunkel wird ist die Nebelstimmung meistens besonders schön, da Lichter oder Scheinwerfer oft schöne Strahlen in den Nebel werfen und die gesamte Stimmung sehr mystisch wirkt. An verschiedenen Tagen waren wir daher am Theaterplatz oder dem goldenen Reiter, um ein paar Nebelfotos umzusetzen. 

Die Semperoper im Nebel

Besonders Eindrucksvoll war das Erlebnis am Goldenen Reiter. Die hellen Strahler sorgten für eine wunderschöne Schattenbildung. Dass mussten wir unbedingt auf einem Foto festhalten. Diesem Bild widmeten wir auch einen eigenen Blogbeitrag.

Der Goldene Reiter im Nebel

Kalender Finale im Dezember

Im Dezember ging es mit unserem Kalender dann so langsam auf die Zielgerade. Der verfügbare Lagerbestand unserer Kalender ging immer weiter nur Neige. Die Dezemberabende waren für uns daher lange Abende. Wir verpackten teilweise bis spät in die Nacht die bestellten Kalender des Tages, um sie am nächsten Nachmittag nach der Arbeit umgehend zur Post zu bringen damit sie rechtzeitig beim Kunden ankommen.

Zum Fotos machen kamen wir im Dezember leider recht selten. Das lag zum einen an der fehlenden Zeit und zum anderen am teilweisen wirklich schlechten Wetter. Von den anfänglich 3000 gedruckten Kalendern, hatten wir Ende Dezember nur noch knapp 5% der Kalender vorrätig. Unser Ziel bis zum letzten Tag genügend Kalender vorrätig zu haben, ohne schon Anfang Dezember wieder ausverkauft zu sein, ging also auf.

Der restliche Lagerbestand lies es dann Ende Dezember zu, noch ein paar Kalender sinnvoll unter das Volk zu bringen. Wir fragten also spontan beim DRK Blutspendedienst an, ob sie Kalender von uns haben möchten um diese dann den Blutspendern als Spendergeschenk zu überreichen. Der Blutspendedienst war sehr begeistert von unserer Idee und freute sich dass wir direkt an sie gedacht hatten.

Nach kurzer Rücksprache spendeten wir am 23. Dezember 200 Kalender an den DRK Blutspendedienst. Damit wollten wir den Menschen danken, die zu Weihnachten an diejenigen denken denen es nicht so gut geht und beim DRK Blut spenden gingen.

Mit unserem Kalenderverkauf sind wir dieses Jahr sehr zufrieden, da wir nun nur noch einen kleinen Teil vorrätig haben. Wir möchten uns daher hiermit auch nochmal bei jedem einzelnen Kalenderkäufer für die Unterstützung bedanken und freuen uns jetzt schon wieder auf die nächste Kalendersaison.

Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt

Kurz vor Weihnachten sind wir dann doch noch mal dazu gekommen ein Weihnachtsmarktbild zu fotografieren. Mit der Unterstützung der Heinrich Schütz Residenz durften wir aus einem Apartment im 1. Stock den Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt fotografieren. Als es schon dunkel war und nach langem hin und her probieren an mehreren Fenstern des Apartments, gelang uns ein Hochformat Foto des Weihnachtsmarkts auf dem Neumarkt zur späten Blauen Stunde.

Nun waren wir also doch noch mal dazu gekommen ein Weihnachtsbild zu machen. Wenn das Wetter mit spielt werden wir versuchen in unserem Weihnachtsurlaub noch dass eine oder andere Foto zu machen. Mal sehen ob wir Glück haben.

Abschluss

Das war er nun, unser Jahresrückblick 2019 in dem wir auf die besonderen Ereignisse etwas eingehen wollten. Es war ein sehr abwechslungsreiches und schönes Jahr für uns. Neben vielen eigenen Fotos konnten wir auch ein paar spannende Aufträge umsetzen. Aufträge, die sich komplett in unseren Foto Stil einfügten und bei denen wir sämtliche Freiheiten hatten, genauso zu fotografieren wie wir das wollten. Wir wünschen uns dass auch das nächste Jahr ähnlich abwechslungsreich und schön für uns wird.

Euch wünschen wir nun noch eine entspannte Zeit und viel Freude, Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit für das nächste Jahr. Habt noch eine schöne Zeit und bleibt uns Treu. Wir hoffen, der Jahresrückblick hat euch gefallen. Ihr könnt gern ein Kommentar dalassen.

Euer DDPix Team Marcel und Patrick

6 Kommentare

  1. Hallo liebes DDPix-Team!

    Vielen Dank für den ausführlichen Jahresrückblick und natürlich die vielen phantastischen Bilder! Sie begleiten mich auch in 2020 täglich!

    Macht bitte weiter so!

    Viele Grüße, Lutz Schneider

    Antworten
    • Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ja wir machen weiter und wünschen dir auch ein gesundes Neues Jahr!

      Antworten
  2. Wunderschöne Fotos, bin begeistert und freue mich jeden Tag, wenn ich euren Kalender sehe. Ich fotografiere auch sehr gerne.
    Alles Gute zum neuen Jahr und macht weiter so.
    Liebe Grüße aus Betzenstein von der Windmühle

    Evelyn

    Antworten
    • Danke, dir auch ein frohes Neues Jahr!

      Antworten
  3. Hallo aus Hamburg und ein frohes neues Jahr. Das ihr viele super schöne Fotos macht, war mir ja durchaus bekannt. Aber von vielen der hier gezeigten Bilder war mir leider nichts bekannt, da ich weder bei Facebook noch Instagram mit lese. Besonders interessant fand ich die nachtleuchtenden Wolken. Ich hab es selbst erst einmal hier gesehen, konnte aber nur ein schnelles Handy-Foto machen. Darüber würde ich gerne etwas mehr von euch erfahren, vielleicht einen eigenen Blog-Artikel :-). Ansonsten wünsche ich euch alles Gute und noch jede Menge tolle Fotogelegenheiten. Ich kriege immer viele Ideen durch eure Beiträge. Danke dafür.

    Antworten
    • Hallo Claus,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Wir haben uns vorgenommen, hier im Blog auch wieder etwas mehr zu schreiben. Gerade weil es immer mehr Menschen gibt die nicht auf Instagram oder facebook unterwegs sind. Leider kommen diese Beiträge auf Grund der geringen Zeit immer etwas verzögert. Auf Facebook & Co lässt es sich einfach flink ein Bild hochladen.

      Ein Beitrag zu nachtleuchtenden Wolken ist sogar schon in Arbeit. 🙂

      Viele Grüße und dir auch ein gesundes neues Jahr.

      Antworten

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